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Euro-Rettung – Nächster Stop: Bürgerkrieg

Die Party beginnt: Bulldozer vor zyprischer Bank

Die Party beginnt: Bulldozer vor zyprischer Bank

Die “Rettung” Zyperns stellt eine neue, dramatische Eskalation in der endlosen Katastrophe namens „Euro-Rettung“ dar. Im Zufluchtsort russischer Schwarzgeldmilliardäre werden € 10 Mrd. versenkt. Das Vermögen, auch von Kleinsparern, wird teilweise konfisziert. Bis zu einer Einlage von € 100 000 werden 6,75%, darüber 9,9%, beschlagnahmt. Damit ist ein weiterer, bisher ungekannter Tabubruch vollzogen. Diese „einmalige“, sog. „Stabilitätsabgabe“ wird auf jedem Konto unverzüglich eingefroren und noch vor Öffnung der Banken am Dienstag (der Montag ist auf Zypern ein Feiertag) abgezogen.

Einmalig? Auszug aus der Liste der Lügen:

Es fließt kein deutsches Steuergeld für GR und andere PIIGS.
Mehr als 10 Mrd. Euro gibt es für GR auf keinen Fall.
Es gibt keine dauerhaften „Rettungsschirme”.
Es gibt keine Staatsanleihenkäufe durch die EZB.
Es gibt keine direkten Bankenhilfen aus dem ESM.
Das sind alles nur Bürgschaften, es fließt kein echtes Steuergeld.
Die staatliche Rettungs-Beteiligung an der Commerzbank bringt eine Riesenrendite (real: 2 Mrd. Miese!).
Ihr Erspartes ist auf der Bank völlig sicher!.

Wie der bailout von Griechenland, dann der bailout von Irland und dann der von Portugal. Wie der bailout der spanischen Banken? Vielleicht. Aber konnte man sich je auf eine Aussage der Euro-Lügner verlassen (kein bail-out, keine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse usw usw usw)? Ok, Ok, ich ziehe die Frage zurück! Würden Sie Ihr Geld in einer solchen Situation auf einer (angeschlagenen) Bank in einem überschuldeten Land belassen? Welches Land in Europa ist eigentlich aktuell nicht überschuldet? Nur so eine Frage.

Das in Zypern ein Banken-Run einsetzt, darf mithin als sicher angesehen werden. Dass dies die Lage für die angeschlagenen Banken dort dramatisch verschärfen dürfte, ist ein weiteres Verdienst der „Euro-Rettungs“-Dilettanten. Und warum sollte dieser Banken-Run nicht um sich greifen? Auf die anderen sog. PIIGS, die schlingernden, überschuldeten europäischen Staaten. Oder auf das taumelnde Frankreich oder auf Italien.

Rentner, sozial Schwache, Menschen, die auf ihr gespartes Vermögen angewiesen sind, sind wehrlose Opfer des Rettungs-Wahnsinns geworden. Glaubt jemand, die Bevölkerung nimmt das so ohne weiteres hin? Und wie werden die enteigneten russischen Geldwäscher, die eben nicht alle gesetzestreue Bürger einer lupenreinen Demokratie sind, reagieren? Schätzungen gehen dahin, dass jedes zweite Konto auf Zypern nicht-ortsansässigen Russen gehört. Die Antwort der Russen ist noch offen. Aber sie wird nicht auf sich warten lassen.

Selbst der grösste Lügner in der Geschichte der “Euro-Rettung”, Jean-Claude Juncker, bekommt kalte Füsse.

Sparer, die dumm genug waren, ihr Geld bei 0% Zinsen einer Bank anzuvertrauen, werden jetzt mit einem einmaligen Abschlag von 6,75% bis 9,9% belohnt. Man kann es auch so sehen: Sein eigenes Geld zuhause im Tresor, im Sparstrumpf oder der Matratze aufzubewahren, könnte eine Prämie auf das Vermögen in eben der jetzt beschlagnahmten Höhe bedeuten. Darum auch vielerorts in Europa das schleichende Bargeldverbot??

Kaum hat der arglose Bürger geglaubt, die Krise sei unter Kontrolle oder hätte sich abgeschwächt, langt die Brüsseler Dilettantenriege mit tatkräftiger Unterstützung der europäischen Finanzminister wieder zu.

Nächster Halt: Soziale Unruhen. Danach: Bürgerkrieg.

Ach ja: Den Fachleuten von “spiegel-online” gefällt die gefundene Lösung gut (“Es geht um Gerechtigkeit, aber auch um Pragmatismus”).

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2013

PS: “Rette sich, wer kann!” wäre auch eine nette Überschrift gewesen…

Nachträglicher Einschub (17.03.2013): Was macht ein russischer Schwerkrimineller oder Oligarch mit € 1 Mrd. auf Konten in Zypern, nachdem er von dem Plan der EU hört? Er lässt sich knapp € 100 Millionen einfach so abnehmen und bedankt sich artig? Oder ist die Investition in ein paar Ex-Elite-Soldaten oder KGB (heute FSB)-Killer, die im Privatflugzeug einschweben und dem Bankdirektor die Kalaschnikow an den Schädel halten und ihn um Überweisung des gesamten Vermögens nach Singapur bitten, nicht auch eine durchaus plausible Überlegung? Ich halte jede Wette, dass in den letzten 24 Stunden eine Menge solcher Flugzeuge in Larnaka gelandet sind.

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März 2013

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 21 | Print This Post Print This Post

Thema: Allgemein,EU,Innenpolitik,Sozialdemokratisch-medialer Komplex
  1. Uwe Wiemer schreibt am 16. März 2013 um 19:15

    16.März 2013: ARD – Tagesschau um 17:50 Uhr
    Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Bisher galt bei den kleinen Leuten in Europa im Zusammenhang mit der Finanzkrise das Prinzip Hoffnung: „Es wird schon nicht so schlimm kommen.“
    Worum geht es?
    Es geht um die Machtausweitung der Finanzgewaltigen. Heute Nacht ist ihnen in Zypern der ungehinderten Zugriff auf Privatvermögen gelungen. Mit den Beschlüssen der Finanzgewaltigen (Eurogruppe, EZB und IWF) heute Nacht wurde in 3 Dingen eine neue Qualität zu unser aller Nachteil erreicht.
    Voranstellen will ich zur Verdeutlichung das Zitat des ehemaligen Eurogruppenchefs Jean Claude Juncker:
    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
    Lt. Wirtschaftswoche 11/2012: – Was seither geschieht, entspricht genau diesem „Juncker-Prinzip“.

    1. Heute Nacht beschließt die Troika ohne demokratisches Mandat irgendeines nationalen Parlaments die Zypernhilfe über 17 Mrd. €, für die wir lt. ESM-Vertrag alle haften.
    2. Bestandteil des Beschlusses ist erstmals der unmittelbare Zugriff auf Privatvermögen der Bankkunden in Form einer Steuer von 6,75% auf Guthaben bis 100 000 € ( das sind z.B. bei 10 000 € = 675 €) und 9,9% auf Guthaben über 100 000 €.
    Aber das Erschreckenste ist
    3. Heute Nacht beschlossen, ist diese „Steuerlast“ ab sofort auf allen Konten zyprischer Bankkunden blockiert, unabhängig davon, ob die Bankkunden ihren Wohnsitz in Zypern oder außerhalb Zyperns haben.

    Der Logik folgend wird diese neue Qualität der Volks-Enteignung, dem Junckerzitat entsprechend, zuerst in kleinem Maßstab ausprobiert. Ich rede hier nicht das Wort den angeblichen russischen Schwarzgeld-Oligarchen. Die trifft es am allerwenigsten. Es betrifft jeden einzelnen Zyprioten mit relativ geringem Bankguthaben, also ab 1 € aufwärts.
    Wenn dieses neue Procedere die Stamm-EU erreicht, wird das Geschrei groß sein. Aber dann ist es für alle zu spät.
    Übrigens saß heute Nacht bei der Pressekonferenz am Tisch der „Verkünder“ ungeniert neben Frau Largarde (IWF) auch der Deutsche Asmussen (EZB)!!!

  2. backtoroots schreibt am 16. März 2013 um 20:06

    Die Erosion Europas nimmt ihren Lauf. Als nächste Kandidaten auf dieser roten Liste der Euro-Leichenfledderer stehen Italien, Frankreich und Spanien. Die Brüsseler Euro-Bankrotteure vernebeln ganz bewußt die europäische Öffentlichkeit über die katastrophale wirtschaftliche Lage unseres französischen Nachbarn (90 Mrd. Euro Neuverschuldung 2012, im Vergleich Deutschland 17 Mrd. Euro Neuverschuldung 2012). Und wenn im Herbst die Grünen Trittin, Roth und deren rot-koalitionäre Musen Steinbrück und Gabriel die Berliner Republik übernehmen, wird das der Euro-Supergau in Vollendung.

  3. andrej schreibt am 16. März 2013 um 22:14

    Zur Beruhigung der zypriotischen Sparer schlage ich eine Prozession dieser drei Herren durch Nikosia vor, mit jener Monstranz, die sie auf dem Bild gerade in Händen halten.

    http://www.faz.net/polopoly_fs/1.1988639!/image/2990087602.jpg_gen/derivatives/article_aufmacher_gross/2990087602.jpg

    Das wirkt sicher enorm befriedend!

  4. laser schreibt am 16. März 2013 um 23:16

    Da hat sich jemand aber grob verschätzt und Rechnung ohne Oligarchen gemacht,
    Nehmen wir an Ich wäre ein dann werde Ich lieber noch ein,zwei Milliarden
    investiert eine kleine Armee zusammentrommeln und ganz Zypern auseinander nehmen,plus Banken.

  5. Kowalski schreibt am 16. März 2013 um 23:20

    Und im Bürgerkrieg werden Großfamilien und Gangs gewinnen,der Deutsche Michel kann sein Brot dann im Mülleimer suchen.

  6. Grigorij Asfanov schreibt am 16. März 2013 um 23:50

    Natürlich hat Juncker die Hosen voll.
    Allerdings aus anderen Gründen als Herr Steinhöfel denkt.

    Denn die Eurokraten haben die Dummheit gemacht und der russischen Mafia auf Zypern mal eben 10% abgezogen. Das haben schon ganz andere Leute versucht und meistens hat es dann nur für eine Teilbestattung gereicht – sofern überhaupt noch was vom Corpus gefunden wurde :)

  7. susi bibelmaus schreibt am 17. März 2013 um 00:13

    Man kann es nicht oft genug sagen: Das europäische Imperium, eine diktatorisch korrupte Reinkarnation des alten Babels, ist realer und offensichtlicher als je zuvor!
    .
    Nicht nur das Europäische Parlament in Brüssel wurde dem äußeren Aussehen nach jenes Babelturmes nachempfunden, auch seine diktatorischen Züge bisher sich noch zurückhaltender Führer werden offensichtlicher denn je. Widerstand und berechtigte Verweigerungshaltungen parlamentarischer Gegner dieses Europas werden lächerlich gemacht und in einem Trommelfeuer aus Medienberichten- Talkshows und stündlichen Interviews wechselnder Akteure die Rückständigkeit der Europagegner an den Pranger gestellt. Europa und seine Verfechter haben den Weg zu einem demokratischen Land in dem Milch und Honig fließen längst verlassen, ihn aber auch nie wirklich beabsichtigt!
    .
    Unter dem Motto „irgendwas bleibt immer hängen“ schmeißen Despoten und lokale Fürsten imperialer Friedensbringer so mit Dreck auf jeden, der es wagt sich ihrem diktatorischen Größenwahn in den Weg zu stellen. Gleich des finalen Kampfes imperialer Sturmtruppen mit den freien Welten der rebellischen Allianz aus Krieg der Sterne, sind die Parallelen des dortigen Imperiums mit dem sich hier äußernden Europäischen Gebilde mehr als deckungsgleich! Die Handlung dort und hier, zeigt den Beginn, die Koalitionen, die Intrigen als auch den Verrat um den Kampf von Gut und Böse auf. Die Protagonisten dort und hier fochten mit denselben Waffen, benutzten die gleichen Argumente und schmiedeten identische Koalitionen in Gut und Böse, und dennoch reichten Überzeugungen nicht aus um den Kampf gewaltlos zu verhindern. Wie die Geschichte ausging…wissen wir.

    Kleine Meilensteine wie Vorratsdatenspeicherung, Zentralisierung in Form einer Einheitsnummer für Kauf und Verkaufskontrolle nach biblischem Vorbild der Offenbarung oder auch Harmonisierung der Renteneintrittsalter aber auch Anpassung bilateraler Kommunikationsüberwachung, all das sind nur einige Beispiele für eine unausweichliche Etablierung des europäischen Imperiums. Und auch schon sehr laut wurde über einen Europäischen Präsidenten nachgedacht, einen, unter dessen Führung dann alle Fäden zusammen laufen! Wohl dem, der einmal die Bibel gelesen hat und aus ihr den kommenden falschen Messias für dreieinhalb Jahre vorgetäuschtem Weltethos erkennt und ihm zur gegebenen Zeit den Gehorsam verweigert!
    .
    .
    susi

  8. Uwe Wiemer schreibt am 17. März 2013 um 01:14

    Die Katze läßt das Mausen nicht!
    17.03.2013: ZDF-Nachtjournal
    Der durch die Finanzmafia autorisierte Geldraub von Privatkunden zypriotischer Banken wird mit dem Schein von Normalität versehen. Man bedenke, zu den Erfüllungsgehilfen gehört auch der deutsche Finanzminister und Asmussen (undemokratisch ernanntes EZB-Rats-Mitglied).
    In meinem Spontanbeitrag gestern habe ich von 17 Mrd. € gesprochen. Richtig ist, es sind 10 Mrd. €, die im Gespräch sind.
    Gemessen am Angriff auf Sparguthaben (neue Qualität) ist das jedoch marginal. Noch 2008 erklärten Merkel und Steinbrück (Kanzlerin + Finanzminister) beschwörungshaft, daß Sparguthaben deutscher Sparer sei sicher.
    Seit heute muß man dahinter eine Armee von Fragezeichen setzen. Es ist ein Quanten-sprung in der Machtsicherung der Finanzmafia. Es macht keinen Unterschied, ob diese Politikwende in Nikosia, Rom, Paris oder Brüssel eingeläutet wird, im Gegenteil. Bezeich-nend natürlich die Ausnutzung verlogener Argumente für die Zipfelmützenträger:
    1. „Finanzhilfe für Zypern“,
    2. Zypern ist weit weg,
    3. 10 Mrd. sind relativ wenig.
    Die nationalen Parlamente sollen diesen Beschluß der Troika noch sanktionieren und de-mokratischen Anschein verleihen. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, daß die sogenannten „Volksvertreter“ und ihre systemtragenden Parteien im herrschenden, globalen Finanzsy-stem von den Geldgebern (Staatsverschuldung) längst existentiell abhängig gemacht sind.
    Auch SPD und Grüne werden sich erneut auf angeblich alternativlose und systemische Lügen im Kampf gegen eine angebliche Schwarzgeldmafia stützen. Wenn es sie gibt, wird sie den Verlust aus der Portokasse bestreiten.
    Korruption in Zypern oder Griechenland oder sonst wo? Ein Witz, wenn ich an den CDU-Parteispendenskandal denke. Und erst recht, wenn ein damals Hauptbeteiligter heute als Finanzminister funktioniert.

  9. apollinaris schreibt am 17. März 2013 um 01:43

    Wir haben es bei diesen EU-Verantwortlichen mit Verbrechern zu tun, die wie weiland im Mittelalter für vogelfrei erklärt werden sollten. Hinweg mit diesem Abschaum, Genug ist genug!

  10. Skandalos schreibt am 17. März 2013 um 08:05

    Ich kann ehrlich gesagt kein Mitleid mit den sogenannten “kleinen Leuten” empfinden. Gerade die sind die gesellschaftliche Klasse, die den Schnullerstaat wünscht und fördert. Nun sollen sie auch die Konsequenzen tragen. Natürlich wollen sie das nicht. Denn “kleiner Leut” zu sein heißt ja gerade “ich nix Verantwortung für garnix, die da oben sind schuld”.

  11. Amos schreibt am 17. März 2013 um 08:52

    CDU CSU SPD FDP LINKE GRÜNE …
    Warum soll man Mitleid mit einer deutschen Bevölkerung haben, die so vertrottelt ist, diese Parteien regelmäßig in die Regierungen zu wählen

  12. spreepirat´s Infoseite » Post Topic » Euro-Rettung – Nächster Stop: Bürgerkrieg schreibt am 17. März 2013 um 10:03

    [...] Quelle: steinhoefel.de [...]

  13. andrej schreibt am 17. März 2013 um 16:53

    Skandalos: Hier geht es nicht um Fragen von Mitleid, und wer wieweit welche Verantwortung trägt.
    Eine entsschädigungslose Enteignung von Sparern, noch dazu auf eine Entscheidung der EU-Finazminister hin, und nicht etwa des zypriotischen Parlaments, stellt doch wohl einen äusserst drastischen Tabubruch dar, was die Verletzung der Grundrechte angeht. Ich Deutschland wäre so etwas ein krasser Verstoss gegen Art. 14 GG, und ich gehe davon aus, dass Zypern ähnliche Regelungen hat. Aber was soll es, die EU kümmert sich darum einen feuchten Kehricht. So etwas hätt ich wohl Mugabe, aber nicht Europa zugetraut.
    Und wenn der Bann mal gebrochen ist, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann Begehrlichkeiten nach deutschen Sparguthaben aufkommen, und befriedigt werden.
    „Während das Nettovermögen des deutschen Staates zwischen Anfang 1992 und Anfang 2012 um über 800 Milliarden Euro zurückging, hat sich das Nettovermögen der privaten Haushalte von knapp 4,6 auf rund 10 Billionen Euro mehr als verdoppelt.“
    http://www.focus.de/finanzen/news/wohlstandsverteilung-in-deutschland-reiche-vergroessern-ihr-vermoegen-finanzkrise-hin-oder-her_aid_821583.html
    Die leidig bekannten Umverteiler wollen ja schon über die Erbschaftssteuer genau da ran, um so sinnvolle Dinge wie Prüfen von Kinderspielplätzen auf “Gendergerechtigkeit”, und den Umbau der duetschen Wirtschaft von exportorientierter Industrie zur Spielwiese verbeamteter XYZ-Beauftragter weiter finanzeren zu können.
    So schlau wird die EU auch sein, wenn es um das Auftun neuer Geldquellen geht.
    Wir wissen doch vom deutschen Finanzausgleich, dass nie gespart werden wird, solange noch in anderen Bundesländern etwas zu holen ist.

  14. Skandalos schreibt am 17. März 2013 um 20:55

    @Andrej
    Das Gesetz des Marktes ist, daß man bei jeder Transaktion ein Risiko eingeht. Trägst Du Dein Geld auf die Bank, kann es dort verloren gehen. Und für dieses Risiko ist niemand anders verantwortlich als Du selbst.

    Ich hab schon lange keine größeren Summen mehr auf der Bank, eben weil mir das Risiko zu hoch ist und zudem gefällt mir nicht, daß der Staat von der Bank über meine Finanzen informiert werden kann.

  15. Michael Bender schreibt am 18. März 2013 um 01:07

    Also dass Mafiatrupps nach Zypern unterwegs sind ist nun wirklich ein Hirngespinst. Aber diese Entscheidung ist natürlich falsch, die Enteigung führt dazu dass jeder Bürger in Europa um seine Bankguthaben fürchten muss. Das gibt noch richtig Aerger.

  16. uwe wiener schreibt am 18. März 2013 um 13:13

    #skandalos
    hat zum Teil recht, das meine ich mit meinen “Zipfelmützen”. Andererseits ist die Bequemlichkeit nie und nimmer ein Freibrief für Übervorteilung und Betrug. Dennoch gilt auch mein Kampf der ungerechtfertigten Bequemlichkeit, eben Zipfelmützen.
    #amos
    selbst Opfer des Mainstreams? Die Linke scheint als einzige der Fels in der Brandung bei Frieden, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu sein. Vielleicht kommt jetzt noch der Papst hinzu.

  17. andrej schreibt am 18. März 2013 um 20:03

    Herr Bender, was ist denn mit Ihnen:
    “”Nur die ganz Reichen können sich einen ganz schwachen Staat leisten”” leiern uns doch gebetsmühlenartig
    SPD:
    http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/politikspdbremen102.htmlhttp
    Grüne:
    http://gruene-rlp.de/startseite/volltext-startseite/article/umfairteilen_einen_schwachen_staat_koennen_sich_nur_reiche_leisten/
    und SED:
    http://www.die-linke-berlin.de/wahlen/berlin_2011/politik_von_a_bis_z/oeffentlicher_dienst/
    immer wieder vor.
    Nun wird endlich mal konsequent umverteilt, weil Vater Staat auf der Intensivstation liegt, und nun sind Sie auch nicht zufrieden????
    Haben Sie plötzlich Angst, “die siebte Kavallerie vor Yuma” (Worte Ihres Kanzler-verdienen-zu-wenig-Kandidaten)¹ könnte plötzlich mit Inkasso-Befehl vor der Benderschen Haustür stehen?

    ¹http://www.spiegel.de/politik/ausland/attacke-gegen-muentefering-und-steinbrueck-juncker-vergleicht-kritik-an-steueroasen-mit-nazi-besatzung-a-623836.html

  18. Skandalos schreibt am 18. März 2013 um 21:04

    @Andrej
    Zitat (aus anderem Artikel rübergeholt): “Ich habe gewisse Zweifel, ob eine Volkswirtschaft funktionieren kann, in der niemand Geld zur Bank trägt. Aber das werden wir bald wissen, denn viele dürften nun Ihrem Beispiel folgen. Ich nicht, ich benutze ja eine Schweizer Bank. Ganz legal. Die werden wahrscheinlich gestern heftig die Korken knallen lassen haben für diese Marketing-Aktion für alle Banken ausserhalb der EU.”

    Zwischen totaler Realitäts-Infantilität und totalem Mißtrauen ist ein weites Feld an Möglichkeiten. Wenn jeder wieder seine eigenen Risiken zu tragen lernt (oder lernt, sich gegen sie abzusichern), ist allen viel geholfen.

    Unsere Gesellschaft krankt doch in der Hauptsache an der Infantilisierung der Menschen im Schnullerstaat.

  19. Michael Bender schreibt am 18. März 2013 um 23:32

    Nee Andrej Ich Habe keine Angst, und Ich koennte zum Glück die 10./. Verkraften, es geht um die kleinsparer, und die Art und Weise wie hier Übernacht diese Leute haften muessen.

  20. andrej schreibt am 19. März 2013 um 19:04

    Herr Bender, Sie hatten mir kürzlich vorgeworfen, ich sei gegen die EU.
    Behalten Sie das kurz im Hinterkopf.
    Ich habe gerade im Schweizer Radio eine lustige Analyse zu Zypern gehört. Offenbar sind Schweizer Journalisten nicht genügend gleichgeschaltet, im Zusammenhang mit der tatsächlich EU Fakten statt absurder Lobeshymnen für offensichtlichen …eh…sorry, Bullshit zu bringen…
    1) An der Krise der zypriotischen Banken ist was Schuld? Genau, der Schuldenschnitt für Griechenland…Also letztendlich die EU selbst!
    Lustig. Bluten dürfen nun die Zyprioten für die Griechen.

    2) Die EU hatte seinerzeit eine Richtlinie zur Einlagensicherung von Bankinsolven erlassen.
    http://eur-lex.europa.eu/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexplus!prod!DocNumber&lg=de&type_doc=Directive&an_doc=2009&nu_doc=14
    Wer, pardon, scheisst nun auf die eigene Richtlinie? Die EU…
    Und wer soll eigentlich bei Bankcrashs zuallerletzt bluten? Richtig, die Anleger. AAlso genau die, die nun von der EU zuerst zur Kasse gebeten, werden, statt wie vor eigentlich vorgesehen Anteilseigner der Banken und Gläubiger.

    Herr Bender, wenn Sie MIR vorwerfen, ich sei gegen die EU:
    Wie muss man denn das Verhalten der EU selbst beurteilen? Also, wenn irgendwer die Europäische Idee in den letzten Monaten gründlichst verraten hat, dann die EU-Institutionen selbst.
    Hier gilt der alte Spruch: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht aber 100%ig!

  21. Skandalos schreibt am 19. März 2013 um 19:15

    Peter Schiff zum Zypern-Bailout:

    http://www.youtube.com/watch?v=sgIHvHeLeEk

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