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Biden grinst sich um Kopf und Kragen

Der grinsende Joe

Der grinsende Joe

Vizepräsident Biden sollte im heutigen Duell gegen Paul Ryan die schwache Performance seines Chefs Obama aus der verlorenen Debatte gegen Mitt Romney wettmachen. Biden landete einige Treffer. Ryan gelang dies ebenfalls. Auswirkungen auf die Umfragen dürfte dieser Abend nicht haben. Was die Debatte über die Debatte aber in den nächsten Tagen bestimmen dürfte, ist das die gesamte Auseinandersetzung dominierende pathologische Grinsen von Joe Biden, dem sie beim Einsetzen seiner Haarimplantate offenbar ein paar Mal etwas zu tief in den Schädel gebohrt haben.

Was hat Joe Biden vor der Debatte eingeworfen? Er kam als herablassend, überheblich, unhöflich rüber. Er unterbrach Ryan 82 Mal. Er zog bei fast jeder Antwort von Ryan eine Fratze. Respektlos, bizarr und für eine solche Debatte ohne Beispiel. Biden konnte nur Hohn und Spott. Mit den Fakten steht er gewöhnlich auf Kriegsfuß. Privat sei Biden ein prima Kerl sagen auch seine politischen Gegner. Einen Schritt von der Präsidentschaft entfernt ist er ungefähr so gut aufgehoben wie Zwerg Nase im Pentagon.

Die USA haben ernsthafte Probleme. Rekordarbeitslosigkeit, völlig ausufernde Verschuldung, eine gescheiterte Aussenpolitik. Nicht der Zeitpunkt um ein klinisches Grinsen aufzusetzen, das in den nächsten Tagen und Wochen „Laughing Joe“ im Internet, bei Letterman, Joe Leno und „Saturday Night Live“ rauf und runter gespielt werden wird.

Biden gelang es sicherlich, einige der für die Demokraten wichtigen Punkte zu machen, Romney als gefühlskalten Kapitalisten darzustellen, der den Schwächsten den letzten Dollar nimmt um das Geld mit seinen reichen Freunden unter grossem Hallo zu verbrennen. Er streichelte die Seele derjenigen, die diese linken Textbausteine unabhängig von deren Wahrheitsgehalt gerne hören. Wähler der Mitte wird dies nicht beeinflussen. Am Ende hat Biden hat die Vorteile, die er in Passagen der Diskussion hatte, durch seine Körpersprache zunichte gemacht. Der Erwachsene in der heutigen Debatte war der 27 Jahre jüngere Ryan. Eine CNN-Umfrage gibt die Debatte mit 48% zu 44% an Ryan, bei NBC erreicht Ryan über 50%. Eine andere Umfrage sieht Biden deutlich vorn. Der schönste Treffer des Abends (Biden landete auch welche) kam von Ryan. Jeder Amerikaner kennt die zahllosen Aussetzer von Biden. Als dieser sich über eine unglückliche Formulierung von Mitt Romney hermachte (die berühmte 47%-Bemerkung), gelang Ryan der Return des Abends:

“I think the vice president very well knows, that sometimes the words don’t come out of your mouth the right way”.

Hier Chris Wallaces Kommentar:

Hier ein optischer Eindruck von “Laughing Joe”:

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2012

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Oktober 2012

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 12 | Print This Post Print This Post

Thema: Allgemein, USA
  1. Michael Bender schreibt am 12. Oktober 2012 um 07:40

    Mensch Herr JS, also sie sind nun wirklich voreingenommen. Der beste Return des Abends war :

    “So now your Jack Kennedy”

    Eine herrliche Anspielung auf Dan Qualye. So viel Objektivität sollten Sie schon besitzen.
    Und was Sie ebenfalls vergessen haben zu erwaehnen ist die Feststellung der Moderatorin:

    “No specifics”

    Ansonsten will ich zugestehen, dass Biden womoeglich etwas zu oft Grimassen geschnitten hat, aber nur weil er damit die Möglichkeit verpasst hat Ryan auf seine Widersprüche festzunageln.

    Biden hat sein Ziel erreicht, wie Cheney (das war der der sich 5 x zurückstellen ließ)
    In 2004. Er hat nach dem Schwächen Auftritt des Präsidenten die eigene Basis wieder motiviert.
    Und noch was : Sie dürfen doch nicht ernsthaft auf Fox News verweisen. Wir wissen doch alle, dass dies ein Propagandasender für die Repubiklaner ist. Ich frage mich im er wieder, was Chris Wallace dazu veranlasst hat seine Seele an den Teufel zu verkaufen.

  2. max schreibt am 12. Oktober 2012 um 15:23

    Tja, das war dann wohl auch nix für Obama. Inhaltlich war Ryan klar besser, Biden dafür angriffiger. Mit Argumenten allerdings hat er es auch nicht so. So sind Sprüche wie “complete malarkeye” nun halt eher kein Argument. Biden wollte den desaströsen Auftritt seines Herrchens wettmachen, überzeugt hat er mit der Art seines Auftritts allerdings höchstens einen Teil der Leute, die sowieso für Obama gestimmt hätten.
    Was aber bleibt von dieser Debatte beim Zuseher haften? Damit kommen wir zum wunden Punkt der Obamisten: Es wird das überhebliche, grenzdebile Grinsen von Biden sein. Schon jetzt wird es landauf, landab gezeigt. Und die Romney-Kampagne wird es genüsslich in Erinnerung der Wähler bewahren.
    Dass es schlussendlich der Eindruck der Person und nicht die Argumente sein wird, die nachhaltig über Sieg oder Niederlage in Fernsehdebatten entscheiden, hat schon Kennedy gegen Nixon gezeigt.

  3. A.Bundy schreibt am 13. Oktober 2012 um 08:03

    @Michael Bender

    “Sie dürfen doch nicht ernsthaft auf Fox News verweisen. Wir wissen doch alle, dass dies ein Propagandasender für die Repubiklaner ist.”
    Wer, zum Teufel, ist “wir”?
    Und wie heisst eigentlich der “Propagandasender” der Demokraten. Ach stimmt ja, sowas gibts ja gar nicht, richtig?

  4. Skandalos schreibt am 13. Oktober 2012 um 13:04

    Biden hat das Grinsen eines falschen Fuffzigers. Aber allein damit besorgt er den Dems Millionen weiblicher Wählerstimmen.

    Ryan dagegen kommt zu harmlos und zahnlos daher. Die Dems bieten eigentlich Angriffsflächen satt, aber vermutlich ist Ryan selbst klar, daß die Reps gar nicht so viel anders machen werden als die Dems.

    Und das ist das größte Problem der Reps. Aus Angst vor der eigenen Courage sind sie gar keine richtige Opposition. Aus Feigheit vor dem linken Medienmainstream fischen sie im selben Wählerbecken wie die Dems anstatt endlich wieder die konservative Mehrheit zu umwerben.

  5. Michael Bender schreibt am 14. Oktober 2012 um 02:39

    @max der VP debate spielt wirlklich nur für die eigene Basis eine Rolle. Und Sie uebersehen, auch dass Joe in den USA
    schon fast Kultstatus besitzt. Die Leute kennen ihn inzwischen sehr gut und nehmen seine Ausrutscher nicht Ernst. Das ist Wie in Deutschland mit Beckenbauer.

    Im uebrigen stimmt Kein Independant gegen Obama Weil sein Vize Ryan (zu Recht !) ausgelacht hat. Ryan hat bis heute nicht bekannt gegeben welche Tax Deductions abgeschafft werden sollen, knapp vier Wochen vor der Wahl ist das wohl nicht zu viel verlangt. und es ist wirklich lachhaft wenn Ryan zwar Obamas konjunkturprogramm verteufelt, aber dann doch in zwei Fällen um Gelder aus diesem Programm für sein Wahlkreis gebeten hat .

    @ A. Bundy . Sorry ich dachte Sie wueseten, das Fox News zum Abhoetspezialisten Rupert Murdoch gehöret, und das Fox News von Roger Ailes geleitet wird. Und Sie können dich nicht ernsthaft behaupten, dass NBC, CBS ABC und CNN propaganda sender fuer die Demokraten Sind. Das waere um es mit Joe zu Sagan : Malarkye

  6. Michael Bender schreibt am 15. Oktober 2012 um 19:43

    Hello my Friends in this blog: Dienstagabend Crunch Time fuer Obama.
    Ich bin Mir sicher er wird Zeigen, dass Romneys Ideen Oder Ideologie Anerika nicht weiterhilft, und damit dann den Momentum erhalten den er braucht um zu gewinnen. Klar ist aber auch sollte er doch so schlecht abschneiden wie vorletzte Woche, dann ist Essig mit ihm aber dann ist auch Essig fuer Amerika. Vier Jahre Romney und Hillary muss ran um den Dreck wieder aufsammeln.

    But Hey Obama Play for Keeps !

  7. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 06:48

    Obama hat gezeigt, dass Praesident fuer alle Amerikaner sein will und nicht 47 ./. abschreibt. Hat Obama gut gemacht, wird natürlich eng für ihn, und möglicherweise geht das ganze wieder zum Supreme Court. Aber da setze ich dann auf John Roberts !

  8. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 07:25

    CNN Instant Poll 46 Obama 39 Romney. Zwar innerhalb der statistischen Fehlerquote aber Hey sieht viel besser aus als vor zwei Wochen. Und bevor JS sich über Candy Crowley aufregt:

    Complaining about the Rules is a losers Game .

  9. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 09:20

    Uebrigens bester Tweet des Abends : nachdem Romney gesagt hatte sein Stab solle ihm akten MIT Freuen vorlegen , es ging um Stellenbesetzungen als Gouvernor, hat Hu

  10. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 11:21

    Sorry muss es noch vervollständigen. Also Hugh Hefner hat gepostet dass Romney auch ihn hätte fragen können. Er hat auch jede Menge Binders Full of Women.

    Übrigens ist es ja richtig schlecht gelaufen für Romney. Sogar Krauthammer sagte auf Fox News dass President Obama Punktsieger war. Wieso wird das hier eigentlich nicht gepostet?

  11. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 22:10

    Hat es Ihnen so die Sprache verschlagen, dass dieser Usurpator, dieser Pretender to the Throne, die Knallcharge aus Chicago,, der Mann der nie das Zeug zum Praesidenten hatte, die Debatte Gestern klar gewonnen hat, dass Sie nichts mehr dazu Posten. Ich haette gedacht Sie bekennen sich jetzt klar zu Romney wo es einen Rueckschlag gab. Hey sogar Laura Ingraham hat gesagt dass “O” gewonnen hat.

    Es kann sein das Romney die Wahl gewinnt, dass weiß hier keiner. Aber Obama hat Gestern gezeigt, dass er es verdient hat mit solchen großen Democrats wie FDR, Harry Truman, Hubert Humphrey, RFK und Teddy Kennedy und Hillary und Joe Biden in einem Atemzug gennant zu werden.

    Und noch ein p.s. ich glaube, dass er gewinnt. Die knappe Mehrheit gibt ihm
    Noch eine zweite Chance. Aber ich weiß auch three Weeks is a Long Time in Politics. On to Boca Raton !

  12. Michael Bender schreibt am 17. Oktober 2012 um 22:35

    Mensch ich kann mich nicht zurueckhalten:
    Lilly Ledbetter Fair Pay Act .

    Klar kann sein, dass Ich am 11/07 Kreide Essen muss, aber heute sieht es nicht danach aus.

    Ich verstehe ja wenn man Christie oder jeb Bush, Oder diesen Borschafter Nach China, den Obama ernannt hatte fuer geeigneter haelt. Aber Bitteschoen, Doch nicht den Mann der Seamus auf das Dach seines Autos festgezurrt hat ALS es Nach Canada in den Urlaub ging.

    Note to Gail Collins : I love you !

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