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Ein Hauch von Intifada

Macht aber auch nichts, denn dass die Protestkultur so boomt, liegt ja gerade daran, dass man sich als Protestler inhaltlich recht wenig mit dem Thema befassen muss. Das verlangt niemand. Die Studentenproteste der letzten Jahren beispielsweise, benötigten praktisch keine stichhaltigen Argumente. Es dürften wenige Aufnahmen in den Archiven von Fernseh-, und Radiosendern ruhen, auf denen für die Gründe der Proteste anderes vorgebracht wird als „irgendwie find ich das halt voll fies, so Leistungsdruck und so“. Ähnlich reflektiert waren auch die Kommentare derer, die in Heiligendamm 2007 den G8-Gipfel bekämpften. Was zählt ist Gefühl. Rationale Argumente, Abwägen der Vor- und Nachteile, das ist was für die Kapitalisten, also Manager, Banker und andere Umweltsünder.

Und jetzt also Castor. Da ist jeder willkommen. Gregor Gysi (der sich in seinen SED-Jahren auch nicht vorstellen konnte, dass es in seinem Land mal ganz legale Bürgerproteste gegen die Regierung geben wird und er ein Teil davon ist) fährt mit dem Traktor vor, Claudia Roth erscheint mit Cem Özdemir, aber ohne Kopftuch und Veteranen der Bewegung sprechen stolz davon, seit wie vielen Jahrzehnten sie schon „im Widerstand“ sind. Ein Hauch von Intifada liegt dann über dem Wendland und auf den Gesichtern der lebensversicherten und eigenbeheimten Freiheitskämpfer. Und solange der Strom nicht ausfällt und die eigene Lebensqualität nicht unter den „Fortschritt stoppen, hier und überall“-Visionen leidet, kann der Widerstand unbesorgt fortgesetzt werden. Weiter hier.

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November 2010

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 13 | Print This Post Print This Post

Thema: Allgemein,Innenpolitik,Klimapolitik,Sozialdemokratisch-medialer Komplex
  1. Lothar Herzog schreibt am 9. November 2010 um 11:06

    Also sind diese Protestierer alle Egoisten. Das ist doch zu einem Feizeitvergnügen verkommen.
    Schottern ist ein Eingriff in den Schienenverkehr und somit ein Straftatbestand. Oder einen Polizeiradpanzer mit einer brennbaren Flüssigkeit überschütten und anbrennen, obwohl da
    Polizisten drinsaßen. Das ist versuchter Totschlag. Hauptsache dabei. Und dann gehts heim ins Eigenheim und an die Steuerklärung. Die Fahrtkosten müssen ja als außergewöhnliche
    Belastung geltend gemacht werden. Heuchler sind es.

  2. crackerjack schreibt am 9. November 2010 um 12:30

    Autor gideon böss…

    …”Eine Frage aber bleibt: Was würden die Castor-Gegner eigentlich machen, wenn der Zug nicht bewacht wird und sie ihn gestoppt haben? Umwerfen?

    Wie wär’s wenn die gegner jene castor behälter gideon boss zur aufbewahrung in sein vorgarten umleiten? Er will sie, die wendländer wollen sie nicht. Sogar die endlager frage wäre morgen gelöst würden sich all die gideon bösses sich dazu bereit erklären das endlager vor ihre haustür zu akzeptieren. Denn tödlichen dreck gerade da abzukippen wo ihn niemand haben will ist doch dummes. ;-)

    Aber im ernst. Dieser ganze artikel verlangt von den deutschen gerade das was hier im blog im falle der us amerikaner bejubelt wird wenn sie es laut protestierend ablehnen: Unterwerfung vor dem allmächtigen staat. Interessant wäre zu erfahren wie der gute gideon die tea-party proteste gegen die obama administration in disen kontext bewertet und ob er auch in diesen fall eine aufziehende intifada ausmacht.

    Dabei besitzen gerade die deutschen eine hervorragende, zielgerichtete protestkultur die sich nicht, wie im falle der tea-party an nebulösen begrifflichkeiten wie “werte”, “patriotismus” oder “moral” entzündet, sondern konkrete gesellschaftspolitische konflikte abarbeitet. Die studenten protestieren meine meinung nach viele zu wenig und lassen sich unausgegorene, wertlose bologne bachelor studiengänge für völlig überzogene studiengebüren in verfallenden hörsäle aufs auge drücken. Da hätten in frankreich die barikaden gebrannt. Der atomverlängerung ist explizit gegen der erklärte willen der bevölkerung durchgepeitscht worden, wobei die bevölkerung von wendtland den größten schaden hat. Ihr protest ist beste demokratischer kultur. Der kriegsproteste sind im vollen umfang in ihre warnungen und vorhersagen leider voll bestätigt worden. Einzig stuttgart 21 sprengt den protest rahmen durch ablehnung eine demokratisch, verwaltungstechnisch abgeschlossenes projektes. Hier offenbart sich ein grundsätzliche vertrauensverlußt im zentrum der gesellschaft gegen die entscheidungsstrukturen der staatlichen verwaltung. Ein sonderfall, die aber auch als solches behandelt und nicht in tea-party manier als pseudohistorischer freiheitsdrang verklärt wird.

    Herr böss mag die oft links liberale träger der deutschen protestkultur unsympatisch sein, aber sein versuch sie als fortschrittsfeindliche, uninformierte spinner herabzuwürdigen sagt viel mehr aus über seine demokratieverständniss aus über das ihre.

  3. Dr. Knölge schreibt am 9. November 2010 um 19:05

    Warum ist Deutschland das einzige Industrieland, das aussteigt?
    Warum sind die Deutschen die einzigen, die so massiv protestieren weltweit?
    Warum steigen so viele Länder neu ein oder bauen noch mehr Kraftwerke?
    Warum sagt in Deutschland niemand den Bürgern, daß der Atomausstieg in den nächsten Jahren mindestens eine Billion Euro kostet? (Zur Erlärung: Atomkraft ist CO²-frei. Um sie durch Ökostrom zu ersetzen, ist diese Summe mindestens erforderlich, ohne daß nur ein Gramm “Treibhaus”-Gas gespart wäre.)
    Meine Antwort: Die Deutschen werden von Linken bereits in der Schule “erzogen” und denken ideologisch.

  4. michael bender 70372 schreibt am 11. November 2010 um 05:00

    Also Castor hin oder her, ganz klar Angriffe auf Polizisten gehen gar nicht.

    Wenn ich die Argumente abwäge verstehe ich aber nicht, warum man eine Form der Energiegewinnung wählt bei dem man bis heute nicht weiss (weltweit), wo der daraus resultierende Abfall hin soll.
    Geht doch eigentlich auch nicht oder ?
    Ist doch vergleichbar, dass ich mir den Magen vollhaue, und ich nicht weiss wo ich meine Fäkalien entsorgen soll. S ähnlich hat das mal der Polt erklärt.

    Kann mir das ein Teilnehmer bitte erklären ?

  5. blackadder schreibt am 11. November 2010 um 10:46

    @m. bender

    das ist so nicht ganz richtig.
    die finnen bauen ihr “endlager”. andere länder suchen.
    deutschland hat bereits ein “endlager”: konrad. allerdings werden hier nicht wärmeentwickelnde, radioaktive abfälle gelagert. für wärmeentwickelnde, radioaktive abfälle gab es bereits erste anläufe: gorleben. die untersuchungen zu gorleben hatten bereits mehrere jahre angedauert, bis rotgrün ein moratorium verhängte. zudem verbot es die wiederaufarbeitung abgebrannter elemente.
    brutreaktoren sind in deutschland nicht in betrieb.

    insgesamt bleibt festzuhalten, dass rotgrün keine lösungsansätze zur endlagerproblematik angeboten hat, sondern im gegenteil, dies als druckmittel zum ausstieg aus der kernkraft nutzt. logisch, denn wäre die problematik gelöst, würde ein hauptgrund des ausstiegs wegfallen. unlogisch, da es ja bereits genügend nuklearmüll gibt, den man aufwendig zwischenlagern muss.
    wobei zu diskutieren sein wird, ob eine “endlagerung” wärmeentwickelnder abfälle tatsächlich sinn macht, wenn im laufe des natürlichen spaltprozesses übriger spaltprodukte elemente entstehen, die auf dem weltmarkt verwendung finden.

  6. crackerjack schreibt am 11. November 2010 um 12:00

    @m.bender

    ..es geht um geld, profit und eine neue form des generationsvertrags. Solange die kosten der entsorgung aussen vor bleiben, verdienen die heutigen produzenten und profitieren (angeblich) die derzeitigen konsumenten. Jeder kilowatt atomstrom kommt aber mit einen ungedeckten rechnung in form von atommüll an künftige generationen. Der profit von heute ist der hypothek von morgen, übermorgen und in aller zukunft. Allein der abbruch, sicherung und entsorgung der jetzigen atomkraftwerke dürfte in die billiarden gehen und die kapazitäten eines gorlebens um das vielfache sprengen während der skandal um die asse eine vorbote darauf sein dürfte was uns zukünftig is sachen atommüllverschiebeskandale ins haus stehen werden. tony soprano läßt grüßen.

    Zum kosten generationshypothek kommt der noch viel erschreckendere sicherheitshypothek hinzu. Das millionen von tonnen strahlungsmüll auf millenien in sicheren, rechtsstaatlichen obhut bleiben werden ist eine infantile illusion. Mit ein paar gramm plutonium ließe sich ein ganzes kontinent oder eine großmacht erpressen. Dazu bedarf es keine bombe sondern lediglich eine androhung der freisetzung im dichtgewohntes gebiet.

    Kein lebewesen vernichtet die lebensgrundlage seines spezies, nur der der sich schimpft die krönung der schöpfung zu sein scheint da eine ausnahme zu bilden.

  7. blackadder schreibt am 11. November 2010 um 16:01

    nein, cracker.
    siehe “endlager-vorausleistungs-verordnung” von 1982. die kosten für die lagerung sind bereits im strompreis inbegriffen.

    die lagerung stellt ein geringeres problem dar, als die effiziente nutzung der nennwärmeleistung eines kkw bzw. deren erhöhung (bis zu 70% thermische energie bleiben ungenutzt) und die reduzierung (wärmeentwicklenden) radioaktiven mülls durch den einsatz des neuen typ IV-reaktors (testphase) und von brutreaktoren zur schaffung von spaltprodukten, die eine weitaus geringe halbwertzeit aufweisen.
    nur, diesen prozess hat sich deutschland ja abgeschminkt. freuen wir uns also auf den import von billigen atomstrom aus frankreich!:-)

  8. crackerjack schreibt am 11. November 2010 um 17:02

    @ adder

    Die ganze diskussion um wie man kosten berechnen will wo noch gar kein endlager feststeht, noch was für folgekosten in den anvisierten jahrunderten der lagerung anfallen oder ob es billiger sei reaktoren zu betreiben können wir uns sparen mein alter blogfreund adder.

    Ich lehne diese ganze kamikaze technik kategorisch ab. Kein technik ist unfehlbar. Selbst die 10fach sicherheitsabgesicherte raumfähre fiel gleich zweimal vom himmel und der superairbus 380 ist gerade eben eine katastrophe haarscharf entgangen. Bei nuklear reaktoren genügt ein unfall um ganze landstriche unbewohnbar zu machen. Selbst unter strengste staatliche aufsicht ist dieses nicht zu verantworten, geschweige denn in den händen profitorientierte wirtschaftsunternehmen. Die atomtechnik ist ein titanic unterwegs im eisbergmeer und der unausweichliche zusammenstoß wird unzählige leben kosten und noch nie dagewesene wirtschaftliche kosten verursachen welche ganze staaten destabliisieren könnte. Tschernobyl mag in totalitären sovietsystem noch gut gegangen sein, aber in den westlichen demokratien werden, während die profiteure der atomlobby sich schleunigst absetzen, die verseuchten massen die parliamente stürmen. ;-)

  9. blackadder schreibt am 11. November 2010 um 20:53

    @cracker
    kerntechnik ist keine “kamikaze-technik”, sondern zunächst einmal die verwendung nuklearphysikalischer gesetze zur energiegewinnung.
    natürlich ist es auch immer ein abwägen zwischen risiko und nutzen. doch das ist technik insgesamt.
    folgerichtig und deinen beispielen aufgreifend müsste man die raumfahrt und auch den flugverkehr abschaffen (ironie des schicksals: letzterer weist für den flugpassagier eine höhere strahlendosis als für den techniker im kkw auf.). folgerichtig müsste man zu aller erst den straßenverkehr verbieten. flug- und straßenverkehr haben eine weitaus höhere sterbensrate zu bieten, als sämtliche kkw’s der welt.
    ich persönlich halte die nutzung der kernenergie im zusammenhang mit deutschlands energiepolitischen zielen für sinnvoll und richtig. darüber hinaus hätte ich an dieser technik auch weiterhin festgehalten.
    nun ist der ausstieg allerdings politisch entschieden worden. lediglich die laufzeiten wurden um acht bzw. zwölf jahre verlängert. im anbetracht der laufzeitverlängerungen der kkw’s in den USA um bis zu 60 jahre ist dies nicht wirklich dramatisch.

    und, lieber cracker, natürlich sind unternehmen “profitorientiert”. wie sollten denn sonst deiner meinung nach technik und forschung neue innovationen und expansion bezahlen? wie ist wohl dein pc zustande gekommen? glaube mir, mit dem alten ding von konrad zuse macht das internetsurfen nicht wirklich spaß!

    und nun zur anti-akw-demo-mentalität: haben unsere weltenretter vergessen, dass das unser müll war? haben unsere gerechtigkeitsfanatiker vergessen, dass die durch ihnen entstandenen mehrkosten i. h. v. 25 mio. € nicht der atomlobby, sondern mir, dem steuerzahler, in rechnung gestellt werden?
    die abwicklung der castor-transporte ist eine notwendigkeit unabhängig von der laufzeitverlängerung. die brennelemente datieren aus zeiten vor dem wiederaufbereitungsverbot.

    und OK, cracker, ich lagere, sofern die sedimentierung es zuläßt, gern auch den nuklearmüll in meinem vorgarten, wenn du dir zwei brummende windräder in deinem hinstellst!

  10. crackerjack schreibt am 12. November 2010 um 00:22

    @adder

    ich denke wir mußen hier die verhältnissmäßigkeiten erstmal klarstellen. Versagt die technik bei raum/luftfahrt sind die folgen raümlich und zeitlich begrenzt. Versagt die technik bei großprojekte wie staudämme, kraft/chemiewerke/staudämme sind die folgen dramatisch aber raümlich und zeitlich begrenzt. Versagt die atomtechnik sind die folgen unübersehbar und weder raümlich noch zeitlich einzugrenzen.

    Lehne ich technik ab, mußte ich folgerichtig ein leben ähnlich der amisch mennoniten sekte nacheifern. Dass ich der aufassung bin dass der menschenheil nicht allein auf meine schultern lastet und der weltenrettung der messiahs überlassen werden sollte und ich folglich die annehmlichkeiten der technik gerne in anspruch nehme, entbindet mich aber nicht von der pflicht die grenzen dessen was ich an technischer fortschritt persönlich mitverantworten kann selbst festzulegen.

    Aus diesen erwägungen heraus lehne ich es entschieden ab dass entscheidungen von solche tragweite aus reine wirtschaftlichen erwägungen heraus an der demokratischen mehrheit vorbei bei nacht und nebel im kanzleramt fallen. Die finnen mögen mit ihren russenreaktoren glücklich werden und mit gottes hilfe mag ihre granitlager die zeiten überdauern , deutschland lehnt die verantwortungslose technik aus guten grund aber mehrheitlich ab.

  11. blackadder schreibt am 12. November 2010 um 08:27

    @cracker

    auch ein auslegungsstörfall (“GAU”) ist räumlich und zeitlich begrenzt.
    allerdings kursieren hier mythen und horrorszenarien, denen der sachverstand unterlegen ist. hier ein SPIEGEL-artikel, der nichts beschönigt, aber dennoch “erhellend” sein kann:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-54002273.html

    “…entbindet mich aber nicht von der pflicht die grenzen dessen was ich an technischer fortschritt persönlich mitverantworten kann selbst festzulegen.”

    hier liegt ja der hund schon begraben. um dies entscheiden zu können, muss ich mir grundlegende kenntnisse darüber verschaffen. z. b., was unterscheidet den RBMK 1000-reaktor (“tschernobyl”) von einem bei uns üblichen LWR (leichtwasserreaktor)? etc.
    dasselbe spielchen ist übrigens auch bei der “gentechnik” der fall. diffuse ängste und ein mangel an grundkenntnissen werden mit mythen und märchen kompensiert. wissenschaft ist trocken, nüchtern, langweilig und zäh. untergangsszenarien sind tatsächlich unterhaltsamer.

    “…aus guten grund aber mehrheitlich ab.”

    das ist so eine sache mit mehrheiten:
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/irrtum-in-der-energiepolitik/1968720.html;jsessionid=074C2D000343A6DCE352FE16E3C45ACC

    aber, sei’s drum, cracker. bei diesem thema ist eigentlich schon alles geklärt. die politischen weichen sind gestellt.

    abschließend: tatsächlich mache ich mir sorgen über die handhabung der kkw’s in diktaturen, schurkenstaaten und dritte-welt-ländern. diese haben nachweislich sicherheitsrelevante mängel. unabhängig des atomausstiegs deutschlands.
    vielleicht ist dahingehend nicht die frage, WAS für eine technik, sondern WER diese technik anwendet. aber das ist schon wieder eine andere geschichte aus 1001 nacht…

  12. crackerjack schreibt am 12. November 2010 um 12:05

    @adder

    vorsicht hier adder !!!!

    “Tschernobyl war ohne Zweifel eine Katastrophe”, meint der GSF-Sprecher Heinz-Jörg Haury, “aber sie wurde zusätzlich verzerrt und aufgebauscht.”

    GSF heißt heute helmholtz zentrum, betrieb die skandal “asse” und ist langjähriges mitglied der deutsches atomforum, ein reiner lobbyverein der unternehmen der zivilen atomindustrie. Hier gehts um milliarden und die pr maschiene laüft z,zt auf hochtouren. Dadurch kommen solch forsa “umfragen” zustande. Atom? OK! Aber nicht bei mir in der nähe!! fakt ist das im politikmüde deutschland 100 000 sich aufraffen persönlich und eigenst vor ort ihre meinung zu zeigen, die gegenveranstaltung dann von den vermeindlichen “experten” in den üblichen tv plapperrunden und pr meinungspublikationen stattfindet.

    tatsächlich mache ich mir sorgen über die handhabung der kkw’s in diktaturen, schurkenstaaten und dritte-welt-ländern.

    …hoppla…sind wir nun wieder bei den judeo-christliche -leitkultur, jetzt nur weltweit als einzig berechtigte die welt radioaktive zu verseuchen? Es gibs auch schon eine diskussion darüber ob die endabfälle doch nicht am besten weit wag aufgehoben wären, dort wo es wenig bevölkerung gibt und auch wenig proteste. In klartext : Bei den negern. ;-)

  13. blackadder schreibt am 12. November 2010 um 13:44

    @cracker
    das gsf gehört zur helmholtz-gemeinschaft, die mitnichten einen schlechten ruf genießt. direkt vor meiner haustür ist das geoforschungszentrum, auch eine helmholtz-zentrale. die machen dicke in erneuerbare energien. zudem ist hier auch das PIK (potsdamer institut für klimafolgenforschung) angesiedelt.
    das ändert zudem nichts an der wissenschaftlichen analyse-arbeit. oder muss ich geologische forschungsergebnisse jetzt aufgrund von solarlobbyismus bezweifeln?
    im gegensatz zu den horrormeldungen a la greenpeace gibt es zumindest die wissenschaftliche widerlegung der mythen.

    das dritte-welt-land darf gern “christlich” geprägt sein. nur weisen die stichprobenartigen kontrollen der IAEA darauf hin, dass man es nicht gerade ernst nimmt mit notwendigen sicherheitsvorkehrungen. hierauf sollte man viel eher den fokus richten.

    was bleibt? deine 100.000 demonstranten, die realistisch gezählt eher 25-30.000 sind, torpedieren mit den castor-transporten altlastbestände, die nicht aus der laufzeitverlängerung herrühren. mit ihrem gefährlichem halbwissen tragen sie nichts – außer mehrkosten – bei.
    tolle sache! sinnlos, aber toll! opium fürs volk!

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