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Guido im falschen Amt

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat pflichtgemäß den ersten tödlichen Terroranschlag auf Israelis seit fast zwei Jahren verurteilt: “Ich verurteile den gestrigen Anschlag im Westjordanland auf das Schärfste. Einziges Ziel dieses Anschlags ist es, den geplanten Beginn direkter Verhandlungen zu blockieren. Ich hoffe, dass alle Seiten die Kraft zu einer besonnenen Reaktion finden und sich nicht vom Weg der Verhandlungen und des Friedens abbringen lassen.“

Zu den diplomatischen Gepflogenheiten gehört eigentlich, den Angehörigen der Opfer eines Anschlags Beileid auszusprechen, auch wenn das nur wie eine hohle Floskel klingt. Doch selbst eine hochschwangere Frau unter den vier Toten und sieben Waisenkinder sind Westerwelle offenbar kein Mitgefühl wert. Man kann nur spekulieren, weshalb Westerwelle nicht einmal die Identität der Opfer des Anschlags erwähnt. Vielleicht weil es Juden, Israelis, oder gar „jüdische Siedler“ waren?

Nicht die Toten haben Westerwelle zu der „Verurteilung auf Schärfste“ veranlasst, sondern das vermeintliche Ziel der namentlich nicht genannten Täter. Weder wird die islamistische Hamas-Organisation erwähnt, obgleich sie sich zu dem „Anschlag“ bekannt hat, noch kommt das Tabu-Wort „Terror“ vor. Westerwelle dürfte die Formulierungen seiner Verurteilung genau abgewogen haben. Weiter auf der “Achse des Guten”.

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September 2010

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 11 | Print This Post Print This Post

Thema: Innenpolitik, Islam, Naher und Mittlerer Osten, Terrorsponsoren
  1. laser schreibt am 1. September 2010 um 21:09

    Eigentlich,würde Guido Westernwilli beste figur machen wenn er für HAMAS
    das amt für homosexuele angelegenheiten übernomen häte,mit allem daraus
    folgenden konsequenzen.
    Impeach both,Him and Bastard Husein.

  2. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 21:39

    Fast nett, aber es ist natürlich auch nicht die feine Art, Anspielungen auf eine sexuelle Orientierung als politisches “Argument” zu verkaufen… ;)

    Westerwelle ist von Bildung, Kompetenz und Englischkenntnissen her gesehen absolut fehl an diesem Platz und offenbar ziemlich ausgelutscht (das ist eine Metapher und KEINE Anspielung), aber das ist die (vermutlich) heterosexuelle Angela M. auch. Den einzigen Politiker in dieser Regierung, den ich als “okay” erachte, ist Karl-Theodor zu Guttenberg. Der hat Stil und Intelligenz. Eventuell noch Ursula von der Leyen, bei Philipp Rösler weiß ich zuwenig und erlaube mir kein Urteil.

  3. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 00:41

    Guido ist nicht gerade eine leuchte, aber man stelle sich vor wir hätten als aussenminister einen moldawischen kleinstkriminellen der unter dringenden korruptionsverdacht steht und zudem ethnische saüberungen und massenmord durch staudamm sprengungen androht. Oder einen radikalreligiösen innenminister der uns vorschreibt wann wir auto fahren oder einkaufen dürfen und der geschlechtertrennung in öffentlichen verkehrsmitteln und an arbeitsplätze forciert. Nein danke. Ich denke wir deutschen fahren ganz gut mit unsere mannschaft. Da brauchen wir uns vor niemanden verstecken, denke ich ;-)

  4. max schreibt am 2. September 2010 um 01:06

    Ich weiss auch nicht, was Herrn Westerwelle geritten hat, unbedingt Aussenminister zu werden. Er ist in diesem Amt so augenscheinlich fehl am Platz, dass es rattert.Finanz-, Arbeits-, oder Wirtschaftsminister wäre so dermassen klar seine Determination gewesen, dass die Entscheidung, Aussenminister werden zu wollen nur reine Fehleinschätzung seinerseitsgewesen sein kann.

  5. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 07:16

    “…selbst eine hochschwangere Frau unter den vier Toten und sieben Waisenkinder sind Westerwelle offenbar kein Mitgefühl wert. Man kann nur spekulieren, weshalb Westerwelle nicht einmal die Identität der Opfer des Anschlags erwähnt.” - Das ist der politische mainstream, der durch die Dauerberieselung mit Palloganda längst als “normal” installiert ist. Den meisten Menschen fällt das ja gar nicht mehr auf. Man braucht nicht lang zu suchen, um die Häme (”Siedler-Hochburg”) zwischen den Zeilen ganz “normaler” Pressemeldungen zu entdecken:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/nahost-friedensgespraeche-anschlaege

    Bei diesem Mord in Kiriat Arba waren Palli-Scharfschützen im “militärischen” Einsatz gegen Zivilisten(!) unterwegs… - muß man mehr dazu sagen?

  6. dete schreibt am 2. September 2010 um 11:57

    Das erstaunliche an der Sache ist doch das der soziomediale Komplex, einschließlich nordisch-mythologischer Gestalten, genau die passenden, anitamerikanischen u. “antizionistischen” Kulturrelativisten, wie Wulff, Westerwelle, Niebel - von der Kanzlerin ganz zu schweigen, bekommen hat,und die immer noch für Weicheier hält, bzw. für nicht nordisch-sozialistisch genug hält und sie garantiert nicht wählen würde.

  7. Chaim Levinson schreibt am 3. September 2010 um 07:33

    crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 00:41 “Guido ist nicht gerade eine leuchte, aber man stelle sich vor wir hätten … einen radikalreligiösen innenminister der uns vorschreibt wann wir auto fahren oder einkaufen dürfen und der geschlechtertrennung in öffentlichen verkehrsmitteln und an arbeitsplätze forciert.”

    Warum sollte man sich so etwas vorstellen? Genau aus diesem Grund ist es ja so wichtig, die arabisch-türkischen Scharia-Importeure aus Deutschland fernzuhalten…

  8. crackerjack schreibt am 4. September 2010 um 11:28

    @chaim

    ;-)….netter versuch, muß ich dir lassen. Aber um avigdor und eli kommt man nun mal nicht herum wenn man in bezug auf israel die moralkeule gegen guido schwingen möchte.

  9. Sarrazins Freund schreibt am 4. September 2010 um 16:43

    Diese Nummer von Westerwelle war einfach widerlich. Rein diplomatisch gesehen die völlig falsche Sprache. Wenn es nicht Zufall ist, ist es logischerweise Absicht und spiegelt sein Denken, quod erat demonstrandum.

  10. Chaim Levinson schreibt am 5. September 2010 um 15:11

    @crackerjack - Diesem sprachverarmten Konfirmanden Westerwelle seine peinliche Verbal-Entgleisung vorzuhalten hat nicht einmal etwas mit Moral zu tun, sondern mit den Gepflogenheiten diplomatischer Sprache.

    Spielregeln & Sozialverhalten, gell?

  11. crackerjack schreibt am 6. September 2010 um 00:00

    Über stil laßt sich streiten, guido ist aber demokrat. Avigdor ist rassist, eli ist gotteskrieger, (man wirds ja wohl noch sagen dürfen?). Da lob ich mir westerwelle.

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