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Der triumphale Opportunismus, das randalierende Mittelmaß*

Der sozialdemokratisch-mediale Komplex feierte gestern eine Sternstunde gleichgeschalteten Meinungsbreis. Sarrazin, alles andere als eine rhetorische Lichtgestalt, sollte von versammelter Mannschaft coram publico gemaßregelt werden. Aygül Özkan, Renate Künast, Olaf Scholz und Ranga Yogeshwar wollten ihn auszählen. Eine zugeschaltete Wissenschaftlerin und ein im Studio separierter „Streetworker“ vervollständigten die politisch-korrekte Meute. Eine richtig schön öffentlich-rechtlich ausgewogene Mannschaft, assistiert vom Moderator.

Auf der ARD-Homepage heißt es über „Beckmann“:

“Mit seinem Talent, auf die unterschiedlichsten Charaktere und Persönlichkeiten individuell einzugehen, hat Reinhold Beckmann seine Talkshow im Ersten zu einer der ersten Adressen gemacht.”

Abgesehen davon, dass ihm genau diese Talente abgehen, sollte man sie bei einem Talkshow-Gastgeber eigentlich voraussetzen können, ohne dass man sie extra betonen muss, schreibt mir mein Bekannter Gideon Böss gerade. Recht hat er.

Weiter kann man dort lesen:

„Hochkarätige Prominente aus Gesellschaft, Politik, Kultur und Sport kommen zu ‚Beckmann’ – auch, weil sie dessen seriösen und sympathischen Stil zu schätzen wissen.“

Nun gut.

Ich war überrascht, dass die Damen im Studio aus lauter Solidarität kein Kopftuch trugen.

Hier und da wurde zwar zaghaft eingeräumt, dass Sarrazin mit der einen oder andere These wohl Recht habe. Insgesamt dokumentierte die traurige Runde aber ein katastrophales Bild des Stands der Meinungsfreiheit und des Niveaus der intellektuellen Auseinandersetzung in diesem Land. Sarrazin sollte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorgeführt und mundtot gemacht werden. Hier ein kleiner Auszug dessen, was die „hochkarätigen Prominenten aus Gesellschaft, Politik, Kultur“ an Wissen und Sachkunde zu bieten hatten:

„Wir leben in Zeiten der Veränderung, es ist globaler geworden“, „Wir brauchen mehr Förderung. Wir brauchen Systeme, bei denen es sich verbessert. Fördern Sie junge Menschen, dann blühen sie auf. Statt Sie auszugrenzen.“, Yogeshwar.

„Das Leistungsprinzip ist brutal in Deutschland“, Thomas Sonnenberg.

„Wenn ich in meiner Nachbarschaft, in meinem Sportverein, in der Schule, im Elternbeirat die Nähe suche, das Miteinander suche, dann klappt das auch“,  Aygül Özkan.

„Da müssen wir an der Schule schrauben…Die Qualität und Schönheit einer Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sie mit Schwachen umgeht. Sie stützt sie, nimmt sie mit.“, so Yogeshwar der „türkische Jungs auf dem Titelbild eines Schulbuchs sehen“ wollte.

„Schwache abholen“ säuselte Beckmann dann noch betroffen dazwischen. Die Runde war sich im übrigen einig, das etwa noch verbleibende Probleme mit mehr Geld für den Sprachunterricht gelöst werden könnten.

Ebenso wenig, wie sich ein Jäger damit brüsten würde, wenn er einen volltrunkenen Hamster aus 2 Metern mit dem Repetiergewehr weggeballert hat, erscheint es geboten, sich hier mit den zitierten Thesen näher auseinanderzusetzen.

Frau Künast fand es dann schließlich noch „menschlich schäbig“ von Sarrazin, dass er nichts spende, „denn Sie haben ja genug davon“.

Lieber: No comment!

Schade, das Sarrazin kein Mark Steyn ist. Dann wäre die biedere Runde so zerlegt worden, wie sie es verdient hätte:

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2010

* Mit herzlichem Dank an meinen Nachbarn MM für diese Zeilen.

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August 2010

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 88 | Print This Post Print This Post

Thema: Allgemein, EU, Innenpolitik, Islam, Sozialdemokratisch-medialer Komplex
  1. John Dean schreibt am 31. August 2010 um 14:45

    Höchst verehrter Herr Steinhöfel, heißester Verehrer und keinesfalls halbblinder deutscher Gefolgsmann von Mark Steyn!

    Sie waren wohl etwas hektisch beim Verfassen Ihres, äh, geistreichen Kommentars. Es muss wohl heißen:

    “Ich war überrascht, das die Damen im Studio aus lauter Solidarität kein Kopftuch trugen.”

    Auch leidet ihre “Argumentation” daran, dass Sie keine Argumente vortragen, Herr Steinhöfel. Sie sind doch kein Stummhöfel, oder? Sagen sie doch den vielen begeisterten Lesern Ihres Blogs, wie und mit welchen Argumenten die “biedere Runde zerlegt” worden wäre.

    Das können Sie doch, oder?

    P.S.
    Hier leidet deutsches Geld und kleistert:
    Da sehn sich die Herren Oberfeger
    geplündert von den Minderleistern
    der genetisch Muslim-Juden-Neger.

    Im Bundesvorstand einer Bank
    nimmt Geld ihr Revisionenmeister.
    Sein Antlitz wirkt wie seelisch krank.
    Der Grund: Er sieht vieldutzend Geister

    und spricht vom Arsch zum Boden hin
    die gülleklarsten Worte.
    So sieht es aus in Sarrazin,
    dem schrillsten aller Orte.

    Thomas Gsella (Lammfromm-Version)

    Linksliberaler v2.0

    P.P.S.
    Wir kennen uns.

  2. Robert Bond schreibt am 31. August 2010 um 15:13

    Sarrazin ist ein schönes Beispiel dafür, dass man sich auch mit Nebensätzen erfolgreich und, wie ich meine, zurecht diskreditieren kann. Wer meint, dass der deutsche Genpool durch Migration schlechter wird, ist einfach nicht mehr ernst zunehmen - und selbstverständlich ein Rassist, und zwar im ganz engen Sinne des Wortes, ganz ohne pc. Wie richtig die Analysen anderswo sein mögen, bleibt da zwangsläufig auf der Strecke.
    Im Übrigen kommt mir die Argumentation sehr bekannt vor. Ich hatte so vor 40 Jahren einen alten Nazi als Biologielehrer. Der hat bei jeder Gelegenheit die Theorie von der Migration und den schlechten Genen getrommelt. Damit sie ihn nicht von der Schule werfen, sagte er immer dazu, dass die allerbesten Gene ja bekanntlich die Juden hätten. Den Philosemiten hat ihm zwar keiner geglaubt, aber er war politisch aus dem Wasser.

  3. Gerd schreibt am 31. August 2010 um 15:27

    Sorry, in meinen Augen ist Beckmann ein billiger Populist, der sich auf dem Rücken anderer profilieren will. Ich gucke mir diesen Mist seit Eva Hermann nicht mehr an.

  4. kit_fisto schreibt am 31. August 2010 um 15:39

    Das Mark Steyn-Bild vom Kulturrelativistischen Tennisspiel ohne Netz läßt sich perfekt auf den gestrigen Beckmann-Skandal anwenden:

    Sarrazin argumentiert die Problematik der Tatsache dass 97% der Muslime (!) untereinander heiraten und überproportional viele Kinder bekommen - und Özkan/Künast heißen jedes einzelne Kind willkommen und weisen “Zahlen” empört zurück.

    Herr Yogeshwar der sich sicher war, der einzige Verfechter der wahren Wissenschaft und Vernünftigen Argumentation zu sein, argumentierte dann mit “feuchter, grüner Filz und nasse Dackelhaare” und schämte sich nicht einmal dafür.

    Kulturrelativistisches Tennis-Doppel heißt, ruhig mal 7 gegen 1 zu spielen.

    Unglaublich fand ich auch die Klage der zugeschalteten “Expertin” darüber, “ständig” auf ihr angeblich exotisches Aussehen angesprochen zu werden. Die Arme. Wie unwichtig der hübschen Dame der Eindruck ihres äußeren Erscheinungsbildes war, war ihr deutlich anzusehen.

    Kulturrelativistisches Tennis: Einer argumentiert mit möglichst objektiver Arbeitslosen-Statistik, der Gegenüber kontert mit seinem 73-jährigen Papi, der doch immer noch als Schneider arbeitet.

    Besonders Frau Künast zeigte bei Beckmann ihre Begeisterung für die Wissenschaft, Olaf Scholz zeigte seine “Kultursensibilität”, sich bei “wichtigen” Diskussionen einfach mal durch verstärktes Schweigen einzubringen.

    Beckmann, ARD - Schämt Euch.

  5. Harry Marwester schreibt am 31. August 2010 um 15:56

    Bin vollkommen Ihrer Meinung Herr Steinhöfel, diese Talkshowrunde ähnelte doch sehr einer moderne Variante der heiligen Inquisition. In früheren Zeiten hätte man für Sarrazin wahrscheinlich den Tod auf dem Scheiterhaufen gefordert, heute begnügt man sich mit dem Ruf nach Rauswurf aus Partei und Bundesbank. Erschreckend die Ignoranz von Frau Künast, das unsachliche Gelaber von Frau Özkan und die zur Schau getragene Arroganz von Herr Yogeshwar. Leider ist Herr Sarrazin in der Tat kein geübter Talker, er erinnerte streckenweise an einen Angeklagten im Schauprozess…

  6. ratloser schreibt am 31. August 2010 um 17:18

    @ Robert Bond
    “Wer meint, dass der deutsche Genpool durch Migration schlechter wird, ist einfach nicht mehr ernst zunehmen - und selbstverständlich ein Rassist, und zwar im ganz engen Sinne des Wortes, ganz ohne pc.”

    Soso, Sie hatten “einen alten Nazi” als Biolehrer. Dessen vermeintliche politische Haltung hat Sie offensichtlich am Lernerfolg gehindert. Oder war es so, dass die “Nazihaltung” Ihre Wertung war, weil dessen realitätszugewandtes Menschenbild ihnen unanständig vorkam?

    “Rassist” ist eine sprachlich verunglückte Erfindung zur Benennung eines Menschen, der Menschen aufgrund ihrer Rassenzugehörigkeit entwertet.

    Entwerten ist jedoch etwas anderes als rassenassoziierte Besonderheiten zu konstatieren. Ein Massai und ein Eskimo haben weder physiognomisch noch mental viele Gemeinsamkeiten….und das hängt nicht im wesentlichen mit dem nachgeburtlichen Temperaturunterschied der Umwelt zusammen. Ist der, der diese Unterschiede konstatiert, ein Rassist?

    Kreuzen Sie mal ein Pferd mit einem Esel und versuchen den daraus resultierenden Hausesel zu einem guten Galloper zu trainieren. Viel Erfolg.

    Die Nazis haben (wie die Kommunisten)den seriösen Genetikern den Stecker aus der Dose gezogen….was bei deren Untersuchungen rauskam, war nämlich nicht ideologiekonform.

    PS: unterhalten Sie sich mal mit der genetischen Beratungsstelle oder der pädiatrischen Ambulanz einer Klinik, die in einem multikulturell bereicherten Stadtteil liegt.

  7. ebook leser schreibt am 31. August 2010 um 17:27

    Und wie das schon zu vermuten war, Sarrazin ist noch bei der Bundesbank in Amt und Würden. Was hat die Merkel denn alles vom Stapel gelassen. Heisse Luft und nichts als heisse Luft. Meine These ist und bleibt, dass Sarrazin Vorstand bei der Bundesbank bleibt und in ein paar Wochen kein Hahn mehr nach seinem Buch kräht. Natülich werden die Verkaufszahlen seines Buches steigen (ob das die Kritiker wollten?).

  8. Dr. Knölge schreibt am 31. August 2010 um 17:30

    Hallo Herr Bond!
    Haben Sie schon mal den Namen Darwin gehört?
    Ach so, der ist nazimegaout?
    Ich verstehe, dann ist alles klar!

  9. Wertkonservativer schreibt am 31. August 2010 um 17:49

    Wie kann man nur einen so bescheuerten Artikel schreiben. Sarazzin ist eine Knalltüte, die sich gerne in den Mittelpunkt rückt.

  10. Paul schreibt am 31. August 2010 um 17:59

    Leute, die Sache ist gegessen! Streitet nicht mehr darüber. Deutschland ist intellektuell nicht reif dafür!
    Sarrazin hat auch Schuld daran. Wer mit Genen anfängt, der wird es nicht weit bringen. Warum den last Resort so hervorheben?

    Wir sehen uns vielleicht in 5 Jahren wieder, wenn es mal eine vernünftige Diskussion geben sollte.

  11. Hermes Conrad schreibt am 31. August 2010 um 18:02

    Leicht offtopic, aber dennoch die derzeit stattfindende Hexenjagd betreffend: Hier gibt es doch hoffentlich eine juristische Handhabe gegen den vorliegenden Identitätsdiebstahl?

    http://www.blogger.com/profile/16036575854868841020

    Zeigt übrigens auch mal wieder, wo einige der Sarrazin-Gegner geistig zu verorten sind…

  12. F. Hoffmann schreibt am 31. August 2010 um 18:16

    Für alle “Linksliberalen” (natürlich auch die Normalos) zu empfehlen:
    Einige Arbeiten von der nun nicht gerade rechtsgerichteten Website http://www.kritiknetz.de des Soziologieprofessors Heinz Gess.

    http://www.kritiknetz.de/gescheiterte_integration_gesellschaftliche_destabilisierung.pdf
    Von 2009! Ist fast in Analyse und Forderungen fast deckungsgleich mit dem Buchauszug Sarrazins beim Spiegel, die Sprache ist “links”.
    Resumee:
    “1) Eine rasche Umsteuerung der Zuwanderungspolitik, die den Zustrom von religiösreaktionär sozialisierten und bildungsfernen (integrationsresistenten) Migranten stoppt und den Zuzug von demokratisch gesinnten und bildungsorientierten (integrationsfähigen)
    Zuwanderern fördert. Die rechtliche Duldung und finanzielle Förrderung/Alimentierung repressiv-grundrechtswidriger Sozialmilieus muss überwunden werden.
    2) Eine Politik des Aufbrechens und der konsequenten kulturellen Modernisierung der orthodox-islamischen Sozialisationsmilieus. Es kann nicht darum gehen, „den Islam ein(zu)bürgern“ (dabei handelt es sich schlichtweg um ein integrationspolitisches perpetuum
    mobile). Es geht vielmehr darum, den einzelnen Zuwanderer aus islamischen Gesellschaften in die kulturelle Moderne mit ihren emanzipatorischen Potentialen, Rechten und Pflichten
    hineinzuholen.
    Integrationspolitisch reicht es deshalb nicht aus, sich mit der Binsenweisheit zufrieden zu geben, dass nicht alle Muslime Terroristen sind, wenn auf der anderen Seite die grundrechtswidrigen
    Einstellungen und Praktiken der „streng Gläubigen“ tabuisiert werden. Statt islamophiler Legendenbildung muss vielmehr ein offensiver säkular-demokratischer Grundkonsens erarbeitet und artikuliert werden, der den Muslimen in Politik, Medien, Schulen, Gerichten etc. klar und deutlich erklärt: „Wir dulden hierzulande nur einen grundrechtskonformen
    Reformislam. Einen Prozess der Etablierung islamischer Herrschaftskultur werden wir nicht zulassen. Die Zeit der Verwechselung von Toleranz und Ignoranz ist vorbei“.
    Zwei weitere interessante Arbeiten: http://www.kritiknetz.de/Muslime_in_Deutschland_Kommentar.pdf
    http://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Islamdebatte%20in%20Deutschland-Krauss.pdf

    Lesenswert!

  13. Jerzy schreibt am 31. August 2010 um 18:47

    Wäre T.S. so lebensnah wie Herr Steinhöfel, würde er jeden, der in “Rassisten” nennt wegen Verleumdung und übler Nachrede anzeigen. Auch den Gabriel und die übrige Clownerie aus dem Reichstag und Kanzleramt. Jemanden einen “Rassist” zu nennen ist eine Beleidigung ohne Gleichen. Ich habe im seinen Buch keine rassistische Thesen gefunden.

  14. crackerjack schreibt am 31. August 2010 um 19:10

    Die SPD kann “Rückgriffe auf Elemente der Rassehygiene der Nazi-Zeit” (Zentralrat der Juden Chef Graumann), nicht dulden. Schon Sarazzins cicero gefasel von 15% intelligentere ost-juden hätte alle alarmglocken schrillen lassen müßen. Was man damals versaümte muß jetzt unter viel peinlicheren bedingungen nachgeholt werden.

  15. laser schreibt am 31. August 2010 um 19:19

    Das deutsche Volk ist in seiner Genealogie auf dem Selbstmördertrip - das Ausbleiben von Geburten ist nicht die Ursache, sondern die Folge des Sterbens. Es handelt sich um das sog. Karma, die seelische Folgelast aus den vorhergehenden Familiengenerationen. Kriegstraumata und Ehekatastrophen, politisches Leid und wirtschaftliche Not haben dieses Land zu einem biographischen Geröllfeld gemacht, das man erst unter der Oberfläche der Werbebilder finden kann: Im Nachholbedarf unterdrückten Lebens, unterdrückten Widerstandes, unterdrückter Selbstbestimmung, unterdrückter Mitsprache. Und wie auch immer sich die heutige politische Atmosphäre beliebt selbst darzustellen, sie ist und bleibt: post-faschistisch, das heißt unverändert faschistisch. Warum? Weil ihr Erbe das Ausweichen vor dem Faschismus ist: Und genau dadurch wird das Phänomen verzweifelten Identitätskampfes zur seelischen Last der Gegenwart: Das Karma der “P.C.” ist die einstige Unkorrektheit, das Verlangen nach Selbstdurchsetzung.
    Im “P.C.” setzt sich nichts durch als die Nicht-Durchsetzung. Dieses Ausweichmanöver hat immer im Hintergrund die verweigerte Forderung: Du bist mein Sohn, du bist mein Enkel, erkläre dich zu mir ! Und das tun sie eben alle nicht, die sich auf den “Konsens” in Geschichtsschreibung und Gegenwartspraxis geeinigt haben. Sie fahren nur die Zeitspur neben der Vergangenheit noch einmal ab, erledigen ihre Nachsitz-Aufgaben im aufgezwungenen Bessermachen und Nachholen. Doch die Zeit ist weitergegangen:
    “2020? n.Chr. wird nicht mehr 1960 sein, doch die Kräfte, die auf “2020? zuarbeiten, sind in den 60ern geistig stehengeblieben.
    Und mit solchen “Formeln” wie “Rassismus” hat man die Betäubungsspritze angesetzt. Wer nach 200 Jahren wieder erwacht, hat seine Vergangenheit nachgeträumt - Rip van Winkle -, aber kann die Gegenwart nicht mehr einholen. Er wird zum verspotteten Mahner.
    Über die NPD und andere Mahner spricht nicht eure Geschichtsschreibung das Urteil, sondern die Füße der trampelnden Zeit, dieses tägliche jüngste Gericht der Nachkommen, die im Generationensprung zu den Großvätern das Karma bereinigen werden. Immer und immer wieder.

  16. killerbee schreibt am 31. August 2010 um 19:56

    @dean

    Schönes Gedichtchen, ändert leider nichts an der Realität.

    Wenn du nach Einbruch der Dunkelheit im ÖPNV in Berlin, Hamburg oder jeder beliebigen anderen Großstadt unterwegs bist, siehst du dieselben Geister, die meistens noch bewaffnet sind. Da sollte man dann schnell zu Boden schauen, ansonsten findet man sich als 4-Zeiler im Lokalteil wieder, Stichworte: “Messerstecherei, Südländer, fühlten sich durch einen Blick provoziert”.

    Oder auf jeder Entbindungsstation, Kindergarten, Grundschule. In NRW sind die deutschen Kinder schon längst in der Minderheit. Wodurch sollte sich das ändern?

    Achja, ich bin übrigens auch links eingestellt. Weil der Sozialstaat nur bis zu einem bestimmten Verhältnis Arbeiter:Leistungsempfänger funktioniert und wir in Deutschland ungeschönt etwa 8 Millionen Arbeitslose haben, zusammen mit einer Staatsverschuldung von über 1 Billion Euro, bin ich dafür, die Immigration für einen Zeitraum für 5 Jahre auszusetzen und danach endlich einen Punktekatalog nach australischem Vorbild einzuführen, damit auch wirklich nur besagte FACHkräfte einwandern und der Sozialstaat nicht kollabiert.
    Achja, und als echter Linker bin ich auch für Volksbefragungen zu wichtigen Themen (EU-Beitritt/Austritt, Euro-Einführung, Krieg in Afghanistan, Immigration).

    mfg, linker Demokrat, Urversion

  17. Jim Plaste schreibt am 31. August 2010 um 20:38

    “Ich war überrascht, DASS die Damen im Studio aus lauter Solidarität kein Kopftuch trugen.”

    ___

    Wieso? Steht das doch :) JS

  18. F. Hoffmann schreibt am 31. August 2010 um 20:48

    Hallo! Habe Beckmanns Sendung nicht gesehen (Mag diesen klugscheißerischen hohlen Wichtigtuer nicht. Andererseits ist er ein Beweis gegen Sarrazin: Man kann auch ohne Intelligenz durch geschickte Anpassung weiterkommen. Oder ist das wieder eine Form von Intelligenz?…).

    Habe bisher nur den Buchauszug von Sarrazin im Spiegel gelesen. Was dort steht würde ich sowohl was die Analyse als auch was die Forderungen angeht unterschreiben. Von Rassismus ist zumindest in diesem Artikel keine Spur vorhanden.
    Dummerweise hat sich Sarrazin in der jetzigen Debatte auf das dünne Eis “Vererbung von Intelligenz” (ein wissenschaftlich umstrittenes Endlosthema) begeben. Dies lenkt bestens vom Hauptthema Integration ab und ist ein gefundenes Fressen für die Betroffenheits- und “Rassismus”maschinerie.
    Ich möchte Ihnen übrigens den Vorspann zu obigem Artikel von Hartmut Krauss (u.a. Initiator des Arbeitskreises Kritischer Marxistinnen und Marxisten, links genug?) nicht vorenthalten, da kein direkter Link vorhanden, in Gänze(man muss auf der Website den Titel der Arbeit anklicken, dann kommt man dort hin):

    Ausblenden, Verleugnen, Dementieren:
    Zum notorisch-apologetischen Abwehrritual der sog. “Migrationswissenschaft”
    Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Statistik hat Ende Januar 2009 unter dem Titel “Ungenutzte Potentiale. Zur Lage der Integration in Deutschland” eine Studie veröffentlicht, aus der klar und eindeutig der folgende, längst bekannte und dennoch vielfach hartnäckig verleugnete und desartikulierte Sachverhalt hervorgeht: Die türkisch-muslimischen Migranten bilden im Vergleich zu anderen Zuwanderern die mit Abstand am schlechtesten integrierte Teilgruppe von Zuwanderern. Demnach weisen die türkisch-muslimischen Zuwanderer im Durchschnitt das niedrigste Qualifikationsniveau, die höchste Rate an Arbeitslosen und Empfängern von Sozialtransfereinkommen sowie die niedrigste Frauenerwerbsquote auf etc.
    Dennoch scheuen sich die Verfasser, eine kausalanalytische Beziehung zum traditionalistisch-islamisch normierten Sozialisationshintergrund der türkisch-muslimischen Zuwanderer als Erklärungsgrundlage heranzuziehen. Nach Ansicht des regierungsnahen Institutsleiters Reiner Klingholz, positionsspezifisch auf den Vorrang politischer Korrektheit vor Wahrheit konditioniert, lässt sich angeblich die integrationshinderliche Wirkung des Islam nicht feststellen. Dafür wird unversehens eine agnostizistische Behauptung konstruiert: “Der Zusammenhang lässt sich nicht messen”. Religion sei auf die Dauer kein trennender Faktor, lautet der daraus willkommen ableitbare Beschwichtigungskommentar. (vgl. DER SPIEGEL Nr. 5/26.1.2009, S.36).
    Nun könnte demgegenüber jeder halbwegs talentierte Student der Sozialwissenschaften im ersten Semester mit Leichtigkeit folgende Korrespondenz aufdecken, nämlich den Zusammenhang zwischen den islamischen Heiratsnormen und dem folgenden Untersuchungsergebnis: “Ebenso kommt die Vermischung mit der Mehrheitsgesellschaft, die in den anderen Gruppen stetig voranschreitet, bei den Personen mit türkischem Hintergrund kaum voran: 93 Prozent der in Deutschland geborenen Verheirateten führen ihre Ehe mit Personen der gleichen Herkunftsgruppe” (Zusammenfassung der Ergebnisse, S. 5.). Zu allem Überfluss musste auch noch fast zeitgleich mit dem Erscheinen der Studie ausgerechnet der Berliner Frauensenator Harald Wolf (Linkspartei) den Anstieg bekannt gewordener Zwangsverheiratungen in Berlin mitteilen (von 330 Fällen 2005 auf 378 Fälle 2007 - jenseits des Dunkelfeldes) - fürwahr ein Phänomen, das sich ausschließlich aus “sozialer Benachteiligung” ergibt und unter einheimischen Deutschen genauso nachweisen ließe, wie zweifellos der noch zu zitierende Klaus Bade urteilen würde, ein hochfavorisierter Anwärter auf den Titel “Der hemmungsloseste Ignorant”.
    Trotz der in der Studie bereits vollzogenen Elimination jeglichen Zusammenhangs zwischen Islam und Desintegration führte das publizierte Ergebnis postwendend zu den eingeübt erregten Proteststürmen auf Seiten der diversen Migrationsideologen, Berufstürken und islamophilen Politikern. Das notorische Motto der Erregung lautete einmal mehr: “Es kann nicht sein, was nicht sein darf.” Für die Kaste der deutschen Berufspolitik, die für den Vormarsch der islamischen Herrschaftskultur entscheidend verantwortlich ist und zunehmend den Mehrheitswillen der einheimischen Bevölkerung (darunter die steigende Masse der Nichtwähler) mit Füßen tritt, ergriff der Vorsitzende des Innenausschusses des deutschen Bundestages, Sebastian Edaty (SPD), das Wort. Die Ergebnisse seien längst bekannt. Das Ärgerliche sei, dass man behaupte, die Türken wollten sich nicht integrieren. Schuld sei vielmehr die Aufnahmegesellschaft, die den Zuwanderern keinerlei Integrationsangebote gemacht habe. “Es wurden ihnen keine Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache geboten und ihnen auch keine Fortbildungsmaßnahmen angeboten.” Zwar hat der deutsche Staat gegenüber den türkisch-muslimischen Zuwanderern fahrlässigerweise lange Zeit tatsächlich keine nachdrückliche Integrationsaufforderung erhoben, aber auch ihnen standen schon in den 1970er und 1980er Jahren ein breit gefächertes Angebot von sehr preisgünstigen VHS-Deutschkursen offen. Zudem gab es für ausländische Arbeitnehmer aus EU- und ehemaligen Anwerbestaaten einschließlich ihrer Familienangehörigen spezielle Kursangebote seitens des Sprachverbandes. Ebenso war auch türkischen Gastarbeitern keinesfalls grundsätzlich der Zugang zu den damals noch recht breit gestreuten Umschulungs- und Anpassungsfortbildungsangeboten der Arbeitsämter verschlossen. Wer diese Sachverhalte einfach ausblendet, ist entweder ein Ignorant oder ein wahlpolitischer Lügner auf Stimmenfang. Die Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Jugoslawien wurden weder besser noch schlechter als die Türken behandelt und dennoch haben sie sich signifikant besser integriert. Folglich löst sich auch schon unter diesem Blickwinkel (gleichartige Rahmenbedingungen) die Abwehr- und Verteidigungspropaganda von Edathy u. a. in heiße Luft auf. Zudem müsste auch er zur Kenntnis genommen haben, dass es mittlerweile ein breit gefächertes steuerfinanziertes “All inclusive”-Angebot speziell für muslimische Zuwanderer gibt, das von “Mama lernt Deutsch”-Kursen mit Kinderbetreuung über unzählige Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche, ebenso zahlreiche Berufsvorbereitungsmaßnahmen, Nachhollehrgänge etc. bis zu einem regelrechten Dickicht von Migrationsberatungsstellen reicht. Die davon profitierende Migrationsindustrie agiert vielfach als treuester Bündnispartner der Islamverbände und fungiert obendrein als einflussreiche Basis der hier skizzierten Abwehrideologie. (Das Leitkonzept zahlreicher Mitarbeiter dieser Einrichtungen ist die Einnahme einer Position des vormundschaftlich-beschützenden Paternalismus gegenüber den Zuwanderern. Der Effekt ist vielfach die Verfestigung gelernter bzw. strategisch nutzbarer Hilflosigkeit.)
    Wie unsinnig es ist, die subjektive Integrationsverweigerung auf Seiten nicht aller, aber eben doch sehr zahlreicher türkisch-muslimischer Zuwanderer zu bestreiten, zeigt die entlarvende Aussage eines anderen notorischen Realitätsverleugners. Ein Erhan Oguz/Berlin erklärt in Sabah am 29.01. 2009 ganz ungeschminkt, nachdem er seinem Neid auf Aussiedler freien Lauf gelassen hat: “Den Begriff “Integration’ lehne ich persönlich aus geistigen und ethischen Gewissensgründen ab - der Begriff “Integration’ beschreibt lediglich ein frühes Stadium der Assimilation.” Ganz in diesem Sinne hatte ja auch der türkische Ministerpräsident Erdogan seine schlecht integrierten Landsleute dazu aufgerufen, ihre islamische Abschottungsmentalität zu bewahren und zu tradieren und sich auf keinen Fall soziokulturell anzupassen: “Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit” lautete seine popagandistische Leitbotschaft.
    Gemäß dieser Vorgabe verharrt ein Großteil der türkisch-muslimischen Zuwanderer in abgeschotteten Sozialmilieus und errichtet normativ gegengesellschaftliche Subkulturen, in denen nicht die Grund- und Menschenrechte gelten, sondern die vormodernen Regeln des Islam. Warum auch sollte man Bildungsanstrengungen unternehmen und sich soziokulturell anpassen, solange der deutsche Staat
    a) die Etablierung, Befestigung und Ausweitung islamischer Herrschaftsräume toleriert, gewährleistet und vielfach fördert;
    b) unbegrenzte Sozialtransfereinkommen auch für islamische Menschenrechtsverachter gewährt und
    c) die erweiterte Reproduktion der islamischen Herrschaftskultur auch noch mit Gebärprämien (Kindergeld) “überzuckert” - was den Daueraufenthalt in einem “ungläubigen Land” (gerade auch im Vergleich zur Türkei ) für strenge gläubige Muslime hinreichend attraktiv macht. Gegen alimentierenden “Materialismus” dieser Art hat auch die islamische Sorte der Gottesanbeter nichts einzuwenden, sondern ergreift die Gelegenheit beim Schopfe.
    Vor diesem Hintergrund wollen wir - wie versprochen - abschließend noch den weisen Worten eines Klaus Bades lauschen und uns damit einen repräsentativen Eindruck über den Geisteszustand der deutschen Migrationswissenschaft verschaffen:
    “In Deutschland wird von Jahr zu Jahr die Zahl der Menschen, die weder lesen noch schreiben können größer. Hier muss dringend Hilfe geschaffen werden Es gibt kein “Türkenproblem’, es gibt soziale Probleme, die viele betreffen und als solche verstanden werden müssen. Es ist falsch zu behaupten, dass die Türken sich nicht integrieren wollen. Wenn dieselbe Studie unter Deutschen durchgeführt worden wäre, würde man zu ähnlichen Ergebnissen kommen.”
    Hartmut Krauss

    Herr Prof. Gess, der für die Website verantwortlich zeichnet, wird übrigens auch von den einschlägigen Islamverbänden bedroht und verklagt. Scheint mittlerweile ein Gütesiegel zu werden.

  19. Robert Bond schreibt am 31. August 2010 um 21:48

    @ Dr. Knölge: Erklären Sie mir armem Analphabeten bitte in einfachen Worten, warum, nach Charles Darwin, Deutsche von Natur aus gescheiter sein sollen als Türken.

    @ ratloser:
    “Kreuzen Sie mal ein Pferd mit einem Esel und versuchen den daraus resultierenden Hausesel zu einem guten Galloper zu trainieren. Viel Erfolg.” Dieser Vergleich sagt wohl alles über Ihre Kenntnisse in Genetik und Ihren lustigen kleinen Mikrokosmos…

  20. michael bender 70372 schreibt am 31. August 2010 um 22:59

    Ich habe die Sendung gestern auch gesehen, und die war wieder ein hervorragender Beweis dafür, dass man das Gebührenfernsehen abschaffen muss.
    Der Beckmann kann wirklich nicht moderieren, der ist dem Thilo immer ins Wort gefallen. Der beckmann ist der grösste Weakhead im deutschen Fernsehen.

    Dann lieber Anne Will.

    Im übrigen glaube ich auch das Thilo mit vielem Recht hat, nur was tuen alle Muslime rausschmeißen wie die Roma in Frankreich ?

    Wird wohl logistisch gar nicht möglich sein. Sicher kriminelle Ausländer musss man viel leichter abschieben können, und wenn die Kinder haben und eine (deutsche) Frau müssen die halt mit raus.
    Die Familie bleibt ja dann zusammen, müssen sich halt in der Türkei oder sonstwo dann durchschlagen, aber so kriegt man ja nicht alle raus, also was tuen. Thilos Buch kommt doch 30 jahre zu spät.

    Ciao
    Mike

  21. Max Wedell schreibt am 31. August 2010 um 23:22

    @Linksliberaler v2.0

    “Sagen sie doch den vielen begeisterten Lesern Ihres Blogs, wie und mit welchen Argumenten die “biedere Runde zerlegt” worden wäre.”

    Sarrazin: 50-80% der kognitiven Begabung ist vererbt, der Rest wird dann durch Umwelteinflüsse (Lernen) bestimmt.

    Künast daraufhin: Ja, Herr Sarrazin, sie müssen sich schon für eins von beiden entscheiden!

    Tja, so eine knallig treffende Retour ist natürlich ganz schwer zu “zerlegen”, Steinhöfel kann das sicher nicht, ich ja auch nicht.

    Apropos Darwin… Das Gejammre gleich am Anfang, wie Sarrazin doch Darwin mißbraucht, sodaß dieser sich im Grabe rumdrehn würde (sinngemäß), des Herrn Y., war ja auch reichlich mysteriös. Nach längerem Tappen im Dunkeln kam mir dann die Erkenntnis: Man hat wohl dem Herrn Y. vor der Sendung eingetrichtert, Sarrazin hätte als “Sozialdarwinist” zu gelten. Und so kam es dann dazu, daß jemand, der bei definierten Bevölkerungsgruppen Defizite aufzeigt und Vorschläge macht zur Behebung, aus heiterem Himmel den mysteriösen Vorwurf an der Backe hat, er hätte Darwin gar nicht richtig rezipiert.

    Sarrazin hatte wirklich mehr als reichlich Gründe, stellenweise ein wenig verdattert auszusehen.

  22. Dox schreibt am 1. September 2010 um 01:55

    Robert Bond,

    gestatten Sie, dass ich Ihnen erkläre, warum das deutsche Volk klüger ist als das türkische. Die morderne Welt wurde von Deutschen erfunden: Otto- und Dieselmotor, die Elektrotechnik (Siemens), der Computer (Zuse) und die freie Welt haben wir auch einem Deutschen zu verdanken, nämlich Einstein, der mit Oppenheimer (beide Juden) dazu beitrug, dass nicht Hitler, Stalin oder der Tenno die Atombombe bekam, sondern Truman. Die wissenschaftlichen Vorleistungen für diese Erfindungen kamen aus fast allen europäischen Völkern. Aus der Türkei kam nicht eine einzige. Aus der gesamten islamischen Welt kam bis heute keine nützliche Innovation. Im Gegensatz dazu haben Erfinder aus dem kleinen erst seit 60 Jahren existierende Israel die IT-Technik revolutioniert und bringen weltweiten Nutzen.

    Ich hoffe, das genügt als Antwort.

  23. Randolph Scott schreibt am 1. September 2010 um 03:03

    >>>Robert Bond schreibt am 31. August 2010 um 15:13

    Wer meint, dass der deutsche Genpool durch Migration schlechter wird, ist einfach nicht mehr ernst zunehmen …<<<

    Sarrazin sagt nicht, der deutsche Genpool werde durch Migranten schlechter, sondern, dass er durch türkisch-muslimische Migranten schlechter wird. Was in der Tat falsch ist, da die türkisch-muslimischen Integrationsverweigerer nur unter sich heiraten und sich in abgeschotteten Großfamilien vermehren. Eine genetische Vermischung mit dem “deutschen Genpool” findet daher nicht statt. Allerdings verringert diese Art Zuwanderer in der Tat und drastisch die durchschnittliche Intelligenz und Leistungsfähigkeit der Bewohner Deutschlands.

  24. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 09:53

    @Randolph Scott

    sarazzin hat sich mit seinem gen gefasel längst aus der ernsthaften integrations debatte verabschiedet.

    Nach thilos theorie würden türkengene der deutsch/europäischen genepool schaden, anderseits bemängelt er eine fehlende bereitschaft der türken mischehen einzugehen. Solche wiedersprüche ziehen sich wie ein leitfaden durch thilos theorien. Aber am aufälligsten ist :-
    Thilo bietet keine lösungsvorschläge. Ist das wohl eines volkes tatsächlich vom genpool abhängig, mußte er kosequenteweise rassenhygienische lösungsvorschläge bieten. Abstammungsnachweise, arierpass o.ä. Eine zentrale europäische generfassungsstelle wäre angezeigt.
    Gibt es, nach thilo, tatsächlich millionen von integrations unfähigen und unwilligen inm land mußte er kosequenteweise deren ausschluß aus der mehrheitsgesellschaft und deren ausweisung fordern. D.h. erfassung von integrationsunwilligen, massendeportation u.s.w.
    Produzieren die dummen dumme kinder, mußte er konsequenteweise eine politik fordern welche die vermehrung der vermeindlich dumme unterschicht unterbindet. Ohne zwangssterilisation oder zwangsabortion kaum möglich….

    …u.s.w, u.s.w

    Bei gesellschaftstheorien ist es immer vonnöten sie auch konsequent zuende zu denken und die sich daraus ergebende folgerungen offen und ehrlich anzusprechen. Hier scheitetn sowohl sarrazin wie auch die deutsche mehrheitsgesellschaft.

  25. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 10:38

    >>>Robert Bond schreibt am 31. August 2010 um 15:13

    Wer meint, dass der deutsche Genpool durch Migration schlechter wird, ist einfach nicht mehr ernst zunehmen …<<<

    Das meint S. ja gar nicht, das fantasieren sie sich zusammen. Sarrazin sagt: Der Genpool der hier lebenden Menschen wird im Lauf der Zeit gehäuft die Merkmale aufweisen, die bei den Menschen vorhanden sind, die sich häufiger fortpflanzen. Wenn sie siese ganz elemntare Erkenntnis abstreiten wollen, sind sie einfach nicht mehr ernstzunehmen. Außerdem sagt S.: In D pflanzen sich gehäuft die Menschen fort, die bei der Entwicklung ihrer kognitiven Fähigkeiten keine Weltmeisterleistungen vollbracht haben (Muslimische UND deutsche Prekariate, S. macht da keinen Unterschied). Wer die Statistiken dazu abstreitet, ist einfach nicht mehr ernstzunehmen. Weiter sagt Sarrazin: Die Funktionsfähigkeit des biochemischen Subsystems “Gehirn” wird, wie die aller anderen Subsysteme, zu einem gewissen Anteil vererbt (Im Guten wie im schlechten). Wer das abstreitet (nach dem Motto: die Funktionen aller biochemischen Subsysteme beim Menschen werden zu einem gewissen Anteil auch durch Vererbung bestimmt, im guten wie im schlechten (Krankheiten z.b.)… nur das Gehirn nicht!), ist einfach nicht mehr ernstzunehmen.

    Wer ständig angebliche Behauptungen von Sarrazin zusammenfantasiert, seine wirklichen Behauptungen verkürzt (siehe “Judengen”), verzerrt und verdreht, ist einfach nicht mehr ernstzunehmen.

    Mit andern Worten: Sie, Herr Bond, sind einfach nicht mehr ernstzunehmen… ebenso wie alle anderen, die, wie sie, auf Gutmenschenbefehl den Verstand an der Garderobe abgegeben haben.

  26. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 10:43

    “Nach thilos theorie würden türkengene der deutsch/europäischen genepool schaden”

    Hören sie endlich mit diesen Quatschbehauptungen auf, diesen zusammenfantasierten Unterstellungen.

  27. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 11:53

    Zum Glück bin ich kein Genetiker, und kann mich somit auf das rein kommunikative und psychologische Element beschränken. Um es kurz zu machen: der Kommentar zu Beckmann hat mir gefallen, so wie mir Sarrazin zusagt. - Es ist mir schleierhaft, wie man Sarrazin als “Rassisten” verleumden kann. Viel wichtiger wäre eine politisch-sachliche Diskussion des Inhalts seiner Thesen.

    Der Kommentar “Der triumphale Opportunismus, das randalierende Mittelmaß” hat mich übrigens etwas inspiriert:
    http://www.onlinezeitung24.de/article/3693

    Mit den besten Grüßen!
    C.L.

  28. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 12:48

    @ Max Wedell

    stern.de

    “…..im Interview erklärte das SPD-Mitglied unter anderem auch, dass die Einwanderung bis vor wenigen Jahrzehnten für den “Genpool der europäischen Bevölkerung” nur eine geringe Rolle gespielt und sich zudem sehr langsam vollzogen habe. “Es ist nämlich falsch, dass es Einwanderungsbewegungen des Ausmaßes, wie wir sie heute haben, schon immer in Europa gegeben hätte……”

    Zuwanderung als bedrohung der genetischen struktur. der ariernachweis läßt grüßen. Sarrazin hat sich, wie die meisten seine anhänger, in moslemhaß heillos verrant. Haß mach blind.

  29. John Dean schreibt am 1. September 2010 um 12:50

    Okay, neben Herrn Sarrazin, der in dieser Runde zwar umfangreich zu Wort kam (oh, dieser arme hochdiskriminierte Mann…), aber doch eher wie ein halbseniler Zausel wirkte, hatte auch Frau Künast keinen guten Tag.

    Geschenkt.

    Nebenbei: Sarrazin bezieht sich ganz eindeutig auf die “bell curve”-Diskussion der 50er Jahre, als er von angeblich “bewiesenen” 50-80 Prozent Vererblichkeit der Intelligenz sprach. Das Problem: Dieser Mist ist von der Fachwelt längst komplett widerlegt und demontiert worden. Was natürlich US-Rechte und seltsame US-Libertäre nicht daran hindert, diesen Quark immer wieder aufzukochen.

    Hätte Sarrazin mit seiner idiotischen These Recht, dass (aufgrund der Geburtenrate u.a.) die “Minderintelligenten” immer dümmer würden und aufgrund ihres höheren Populationsgewichtes in der Bevölkerung damit auch die Gesamtbevökerung ständig weiter verdummen müsste - tja:

    Dann ließe sich die Wirklichkeit, wie sie ist, nicht erklären. Ich denke, hier interessiert es einige Leser, deshalb versuche ich es nachvollziehbar zu erklären und zwei Gegenbeweise anzuführen:

    (vorausgeschickt sei der Hinweis, dass das verhetzende Werk von Herrnstein/Murray nahtlos an bestimmte “Forscher” der Intelligenzforschung in den 50er Jahren anknüpft - und zwar ohne jegliche fachliche Weiterentwicklung)

    1.

    Gemäß “bell-curve”-Doktrin (beinhaltet u.a.: “dumme Neger”) hätten die Schwarzen in den USA immer weiter verdummen müssen (es sind es ja schließlich die Dümmeren unter ihnen, welche eine höhere Geburtenrate innerhalb der “Neger”-Population haben). Der Intelligenzabstand der “Neger” gegenüber einer “kaukasischen” Bevökerung betrage 15 Punkte und würde weiter anwachsen.

    Tatsache ist: Der gemessene Intelligenzabstand der schwarzen Bevölkerung (im Vergleich zur weißen bzw. “kaukaischen” Bevölkerung)ist zwischen den 50er Jahren und heute stark geschrumpft - und liegt gemäß der Mehrheit der aktuellen Studien inzwischen jenseits der Nachweisgrenze!

    2. Turkheimer wies nach, dass die Intelligenzunterschiede innerhalb sozial armer Schichten nur zu ca. 10 Prozent (!) vererblich seien. Von einer Erblichkeitsquote von 80 Prozent könne hier auf gar keinen Fall die Rede sein. Weiterhin wies er nach, dass gezielte Förderung von sozial Schwachen mit angeblich schlechter genetischer Disposition zu einer nahezu vollständigen Angleichung der Intelligenz führt - und zwar im Vergleich zur Intelligenz wohlhabender “kaukasischer” Bevölkerungsschichten.

    3. Eine umfangreiche Analyse der Kinder von amerikanische GIs in Deutschland brachte den Erweis (bereits in den 70er Jahre - ausreichend lange vor Herrnstein/Murray), dass weiße und schwarze Nachkommen dieser Soldaten die exakt gleiche (!) Intelligenz aufwiesen.

    Warum? Sie wurden in Deutschland (anders als in den USA der damaligen Jahre) innerhalb des Schul- und Bildungssystems auch gleich behandelt und gleich gefördert. Allerdings: Ich vereinfache hier ein wenig. Tatsächlich zeigte sich, sehr knapp oberhalb der Nachweisgrenze, dass schwarze Mädchen etwas intelligenter sind als weiße Mädchen, während weiße Jungs etwas intelligenter als weiße Jungs waren. Die Unterschiede betrugen allerdings nur 1-2 IQ-Punkte!!

    (anders gesagt: Es gab in praktischer Hinsicht keine wirksamen Unterschiede….)

    Leicht überspitzt könnte man formulieren: Chancengleichheit im sozialen und Bildungssystem erzeugt eine Gleichheit der Begabungs- und Intelligenzverteilung…

    Wer hier als Gegenbeweis die Befunde der Zwillingsforschungen der 50er Jahre ff anführt (wie Murray/Herrnstein), der geht darüber hinweg, dass bei diesen Studien inzwischen umfangreiche Fälschungen nachgewiesen wurden. Rein wissenschaftlich betrachtet taugen die meisten US-Zwillingsstudien der 50er und 60er Jahre NICHTS, und besonders wenig diejenigen, die aus dem rassistischen und neofaschistischen Umfeld von “Mankind Quarterly” herrühren.

    Trotzdem bleibt natürlich ein breiter Raum für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Erblichkeit von Intelligenz. Vereinfacht lautet der aktuelle Forschungsstand, dass man die Höhe der Vererblichkeit von Intelligenz erst in Abhängigkeit von spezifischen Umweltbedingungen messen könne. Anders gesagt, Erfaktoren und Umweltfaktoren wirken auf eine sehr komplexe Weise zusammen.

    Während Sarrazin behauptet, Bildungsanstrengungen und sozialer Ausgleich von Nachteilen lohnen sich im Fall verarmter Schichten “dummer Muslime” nicht, so liegt seine Behauptung zu exakt 100 Prozent entgegen des Erkenntnisstandes der heutigen Intelligenzforschung.

    Und wie gesagt: Unklare Fragen und Meinungsunterschiede innerhalb der Intelligenzforschung sind dennoch reichlich vorhanden. Nur findet sich eben nicht das, was Sarrazin behauptet, “bewiesen” zu sein.

    (und die Knalltüte Sarrazin hat doch tatsächlich im Wesentlichen nur das üble Machwerk von Herrnstein/Murray gelesen)

    4. Die sogenannte “Forschung” (auf die sich Sarrazin bezieht) von Murray/Herrnstein ist in Wahrheit eine Auftragsarbeit der ultrarassistischen “Pioneer fund” und der (damals) rassistischen Bradley-Stiftung gewesen. Da kann man sehen, wie ultrarechte US-”Think Tanks” das Denken vernebeln - was sich dann sogar in unserem Land zeigt. Siehe Sarrazin und seine depperten, fachlich nicht haltbaren Erblichkeitstheorien…

    5. Nachträgliche Analysten der Ausgangsdaten von Murray/Herrnstein ergaben inzwischen (u.a. seitens von Michael Hout), dass diese Daten nicht (jedenfalls sehr deutlich nicht in dem Ausmaß) die von Murray/Herrnstein behaupteten Ergebnisse resultieren lassen. Aktuelle Foschungen belegen zudem sehr eindeutig (!) - und ganz anders als es Murray/Herrnstein behaupten - dass der familiäre Hintergrund (u.a. sozioökonomischer Status, Bildungshintergrund) einen massiv stärkeren Einfluss ausübt als irgendwelche (in ohnehin sehr unklaren Ausmasß) gemutmaßten und überdies an “Rasse” gebundenen Intelligenzvererbungen.

    Mit anderen Worten: Murray/Herrnstein sind Fälscher.

    P.S.
    Natürlich haben es Rassisten schwer im öffentlichen Diskurs - und das ist gut so. Rassisten und eugenische Erbgutfanatiker mussten hier natürlich Gegenstrategien entwickeln, um dennoch in die öffentliche Diskussion einwirken zu können. Beliebt sind hier verschiedene rhetorische Möglichkeiten

    1. Fragen stellen, statt Propaganda direkt zu äußern
    2. Konsequenzen nahe legen, aber die Schlussfolgerungen den Leser ziehen lassen
    3. Andere Personen zitieren oder vage davon sprechen, dass andere vielleicht dies oder jenes täten
    4. Szenarien entwerfen, in denen rassistische Positionen quasi neutral von außen beschrieben werden

    Wer hier gewisse Ähnlichkeiten zum Vorgehen von Sarrazin erkennt, ist vermutlich nicht dumm. Unklar bleibt weiterhin, in welcher Absicht Sarrazin seine Vorliebe für Eugenik entwickelt hat - und warum er rassistischen und/oder eugenischen Müll verbreitet.

    Vielleicht ist/war er nur schlecht beraten. Wenn man ihn in der Beckmann-Diskussion erlebt hat, dann kommt man kaum am Gedanken vorbei, dass er mit den meisten Thesen, die er vertritt, eigentlich doch eher überfordert ist und diese nicht wirklich überschauen kann, geschweige denn kritisch reflektieren.

    Übrigens, es wurde im Buch von Sarrazin und in den dazu gehörigen Interviews und Fernsehsendungen deutlich, dass sich Sarrazin auch (!) auf das rechtsextremistische Machwerk “Die IQ-Falle” von Volkmar Weiss bezieht. Das ist nicht etwa eine wissenschaftliche Arbeit, sondern ein Hetzwerk, das von einem rechtsextremer Literatur stark zugeneigten Kleinverlag heraus gegeben wurde. Mit dem aktuellen Forschungsstand hat es ohnehin nicht viel zu tun - obwohl es das Gegenteil behauptet. Es besteht aus Lügen und Schund, was aber für unkritische Nichtfachleute nur schwer zu durchschauen ist (die glauben nämlich i.d.R. an die wild herbeigefälschten Statistiken).

    Anders gesagt: Sarrazin ist ein Buchhalter auf Abwegen.

  30. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 13:55

    Was am meisten verstört ist dass in deutschland, keine generation nach rassenwahn, euthenasie und holocaust, es überhaupt eine disskussion darüber gibt ob ein rassenhygeniker staatstragende institutionen vorstehen oder rechtsstaalich/demokratischen parteien angehören darf. Dank das jahrelange kokettieren der medien und partien mit der islamobhobie haben sich die grenzen zwischen kritik und demagogie derart verschoben das selbst rassenideologien wieder hoffähig werden.

  31. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 14:16

    Wäre es nicht ausreichend - statt überlanger wortreicher Gen-Spekulationen - einfach die KONKRETE soziale Situation in Deutschland zur Kenntnis zu nehmen? Türken und Araber sind überdurchschnittlich in Justizvollzugsanstalten vertreten, und sie stellen bevorzugt die Gruppen, die weder durch besonders qualifizierte Arbeiten auffallen noch durch wenigstens erträgliche Sprachkenntnisse. Inder, Chinesen und Polen sind da komischerweise völlig unauffällig.

    Ich finde, daraus darf man Schlüsse ziehen, politisch MUSS man es sogar. Ob und wie das genetisch bedingt ist, ist doch ein Nebenkriegsschauplatz, völlig sekundär.

  32. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 14:43

    @crackerjack,

    “Zuwanderung als bedrohung der genetischen struktur”

    Hören sie endlich mit dem Blödsinn auf, den Sarrazin nie gesagt hat. Auch das Zitat von stern.de ist nichts, was Sarrazin gesagt hat, sondern eine Behauptung, er hätte dies oder jenes gesagt.

    Wenn Idioten einwandern, verschlechtert das den Genpool. Wenn Genies einwandern, verbessert das den Genpool. Diese Auffassung hat auch Sarrazin, daraus dann wie sie die Behauptung zu machen, Einwanderung würde generell die genetische Situation verschlechtern, ist schon Verhetzung, hören sie mit dieser Verhetzung endlich auf.

  33. John Dean schreibt am 1. September 2010 um 15:25

    @ Chaim Levinson

    Ich bin sicher Sie sind konsequent, kompetent und können auf einfache Fragen einfache Antworten geben.

    Sie fordern Konsequenzen? Gut, dann schauen wir aber bitte gemeinsam, welche weiteren Befunde in den JVAs gemacht werden können:

    1. überdurchschnittlich viele Männer

    => Männer raus?

    2. überdurchschnittliche viele junge Täter/Täterinnen

    => Jugendliche ausweisen?

    3. überdurchschnittlich viele jüngere Juden (ex Russland)

    => jüngere Juden raus?

    4. überdurchschnittlich viele aus armen Familienverhältnissen

    => Arme ausweisen?

    5. überdurchschnittliche viele, die in ihrer Kindheit geschlagen wurden

    => geschlagene Jugendliche gleich ausweisen?

    6. überdurchschnittliche viele Menschen mit Misshandlungserfahrungen

    => vergewaltigte Männer und Frauen sofort ausweisen?

    7. überdurschnittliche viele Hauptschulabgänger, Bildungslose und Menschen ohne Berufsausbildung

    => wer bis zum 25. Lebensjahr keinen Berufsqualifizierenden Abschluss hat, muss ausgewiesen werden (= Kriminalitätsprävention)?

    8. überdurchnittlich viele ehemalige Arbeitslose

    => Arbeitslose raus?

    9. überdurschnittlich viele Drogenabhängige und ehemals Drogenabhängige

    => Auch raus - oder erst einmal therapieren?

    10. unter den straffälligen jüngeren Juden dominiert das liberale Glaubensbekenntnis

    => Liberale Juden raus?

    11. überdurchschnittlich viele Straftäter haben schwere gesundheitliche Probleme und eine problematische Psychostruktur

    => Kranke mit problematischen Persönlichkeitsstrukturen raus?

    12. Fast kein Straftäter kennt die Bibel auswendig

    => Alle ausweisen, welche die Bibel nicht auswendig können?

    Herr Levinson, Sie sind sicherlich brillant. Das sieht man sofort an Ihrem Pseudonym, oder? Jedenfalls: Welche Konsequenzen fordern sie also? Die Befunde sind sonnenklar (siehe oben). Was also fordern Sie auf Basis dieser Befunde?

  34. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 15:30

    @John Dean,

    die 50-80% hat Sarrazin aus der Fachwelt, die ihrer Behauptung nach in dieser Frage einmütig bei 0% angekommen ist. Merkwürdig, irgendwie… Kann es sein, daß sie “die Fachwelt hat es widerlegt” irgendwo aufschnappten und einfach nur nachplappern?

    Ansonsten ist beim Nachweis der Vererbung kognitiver Fähigkeiten das Problem, daß sich diese nicht ausschließlich über Vererbung determinieren. Gehirne sind Datenverarbeitungsmaschinen, die ihre Funktionstüchtigkeit nicht nur aus ihrer ursprünglichen Bauart ableiten (salopp gesprochen, dem Vererbten), sondern auch den ihnen im Lebensverlauf eingegebenen Informationen (dem Erlernten). Die Gleichung, die auf der linken Seite Intelligenz oder “geistige Fähigkeiten” hat, oder wie auch immer man es nenne will, hat auf der rechten Seite eine ganz große Anzahl von Variablen, wobei die Vererbung nur eine Untermenge dieser Variablen berühren wird. Aus dieser Komplexität heraus ist der Nachweis, welcher Faktor nun welchen Einfluß hat, nicht ganz einfach, denn z.B. überdurchschnittliche Bildungsverbesserungen können unterdurchschnittliche erbliche Anlagen so überdecken, daß am Ende ein klügerer Mensch steht.

  35. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 15:45

    P.S. Es gibt Untersuchungen zur Entwicklung von eineiigen Zwillingen, die durch die Umstände nach der Geburt getrennt wurden und in getrennten Umgebungen aufwuchsen. Deren Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten zeigte eine solch große erstaunliche Korrelation auf, daß man diese, wenn man den Vererbungsfaktor ausschließen will, nur noch über “Telepathie” erklären kann. Glauben sie an Telepathie?

  36. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 17:20

    @John Dean #33 …allgemein zu Ihren Fragen: mir ist das zu eindimensional, um es mal freundlich zu sagen. Ihre Liste werde ich daher nicht abarbeiten, nicht nur aus Zeitgründen. Bleiben Sie doch beim Thema: es gibt in Deutschland Einwanderer, die sich nicht integrieren. Ob es ein Mangel an Wollen oder ein Defizit im Wollen ist, spielt keine Rolle. Daß es vor allem bei bestimmten Gruppen ein Problem ist (Türken, Araber, Mohammedaner), können Sie gerne weiter leugnen, aber eben nicht widerlegen. Es scheint mir wenig sinnvoll, alles längst dazu Gesagte zu wiederholen.

    Zu Ihrer Anmerkung kurz noch, Sie schrieben: “Herr Levinson, Sie sind sicherlich brillant. Das sieht man sofort an Ihrem Pseudonym, oder? Jedenfalls: Welche Konsequenzen fordern sie also? Die Befunde sind sonnenklar (siehe oben). Was also fordern Sie auf Basis dieser Befunde?”

    Wir kommen sicher weiter, wenn Sie nicht ad personam argumentieren. Möglicherweise liegt jedoch sogar Rassismus vor, wenn man allein am Namen eine “Brillanz” des Autors glaubt erkennen zu können (ich studiere lieber die Texte eines Menschen statt seines Namens). Zweitens handelt es sich nicht um ein Pseudonym, sondern um meinen Namen, wie Sie am Impressum leicht hätten erkennen können. Was ich erwarte (weil es logisch und vernünftig ist, deswegen nehme ich auch nicht Ihren Begriff “fordern” auf), ergibt sich doch ganz schlüssig aus den diagnostizierten Problemen und der bekannten Verpflichtung einer Regierung, “Schaden vom deutschen Volk abzuwenden”:

    ° Begrenzung des Zuzugs von Ausländern
    ° klare Einwanderungsregelungen mit einem Katalog an Qualitätskriterien (Sprache! Verfassungstreue!)
    ° Zuzug nur von Menschen, die ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Nachkommen selbst erwirtschaften
    ° Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes

    Das würde schon einmal ein deutliches Zeichen setzen.

  37. John Dean schreibt am 1. September 2010 um 19:24

    Lieber Herr Max Wedell,
    Sie sollten Ihre strukturelle Lesefähigkeit trainieren. Ein guter und wichtiger Ratschlag! Ich hatte nirgendwo geschrieben, dass “null” Prozent das einmütige Ergebnis der Fachwelt seien - der niedrigste, ernst zu nehmende Wert ist 10 Prozent, aber dieser ist wiederum von bedeutenden Umweltfaktoren abhängig. Sie erinnern sich? Bei sozial benachteiligten/minderprivilegierten Schichten (das ist interessanter Weise auch sehr ähnlich zur Gruppe, die uns besonders interessiert) liegt die sog. Vererblichkeit von Intelligenz bei nur ca. 10 Prozent. Erbfaktoren, deren Ausprägung und sogar die Messbarkeit von deren Vererblichkeit sind stark abhängig vom Umweltsetting.

    Sie können mir folgen?

    Anders gesagt: Die Verhältnisse rund um die Vererblichkeit von Intelligenz ist sind hochkompliziert und auf eine einheitliche Stellungnahme der Fachwelt ist nicht zu rechnen. Allerdings ist die Annahme, dass “50 bis 80 Prozent” der Intelligenz vererblich sei, zumal wenn man die diskutierten Gruppen betrachtet nicht - und zwar auf keinen Fall - das, was die Fachwelt dazu sagt. Der Wert liegt deutlich darunter, allerdings ist die Höhe hoch umstritten. Ein guter Mittelwert der aktuellen fachlichen Diskussionslage wäre rund 30 bis 40 Prozent (sie müssten dann allerdings wissenschaftliche Fälscher wie Murray oder Weiss außer Betracht lassen - da diese nicht zur Ernst zu nehmenden Fachwelt rechnen, okay?). Weiterhin: Die Vorstellung einer schichtenabhängig oder völkisch abhängig vererblichen signifikant und über viele Generationen hinweg geringeren Intelligenz - mit Abschlägen von 15 oder 25 Prozent - ist ebenso fachwidrig. Zwar scheint es zwischen einzelnen Volksgruppen messbare Unterschiede zu geben, gleichzeitig sind diese jedoch nicht sehr stabil, und deren Abhängigkeit von Umweltfaktoren bislang nicht ausreichend geklärt.

    Können Sie mir folgen? Habe ich mich nun für Sie klarer ausgedrückt?

  38. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 20:03

    John Dean behauptete in #29 “Leicht überspitzt könnte man formulieren: Chancengleichheit im sozialen und Bildungssystem erzeugt eine Gleichheit der Begabungs- und Intelligenzverteilung…” -
    Das ist nicht “überspitzt”, sondern einfach grober Unfug aus der Mottenkiste der 68er-Pädagogik, gell?! Deutschland hat - im Gegensatz zur Türkei, zu Saudi-Arabien und Iran, zum Sudan oder zu Afghanistan - eine “Chancengleichheit im sozialen und Bildungssystem”, die jedoch von den fraglichen Gruppen mißachtet wird: sie sind trotz intensiver Bemühungen deutscherseits nicht einmal in der Lage, innerhalb von 10 Jahren die Sprache vernünftig zu erlernen. - Die Chancengleichheit wird doch wohl eher als Chance auf Hartz-IV verstanden…

  39. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 20:14

    crackerjack schreibt in #24 “Produzieren die dummen dumme kinder, mußte er konsequenteweise eine politik fordern welche die vermehrung der vermeindlich dumme unterschicht unterbindet. Ohne zwangssterilisation oder zwangsabortion kaum möglich….” -
    Jetzt wird’s allmählich peinlich. Das sind doch Projektionen und Phantasien, nicht Sarrzins Forderungen, er insinuiert sie nicht einmal. Sarrazin ist HUMANIST. - Im übrigen läßt sich die Bevölkerungsentwicklung ganz einfach dadurch steuern, daß man (wie in den USA) aufhört, alleinerziehenden Müttern das fünfte Kind von einem unbekannten Vater schmackhaft zu machen dadurch, daß man von vornherein eine Kostenübernahme erklärt. Einstellung von Hartz-IV bewirkt, daß sich nur die Kinder anschaffen, die sie auch unterhalten und vor allem erziehen können. Das ist eigentlich für sozial denkende Menschen eine Selbstverständlichkeit. Wenn wir schon beim Thema sind: Sozialhilfe für Minderjährige sollte natürlich nur per Gutschein erfolgen, damit nicht die Alten das Kindergeld und die Stütze paffen oder versaufen.

  40. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 21:03

    @James Dean,

    den von ihnen gemachten “xyz raus”-Vorschlägen stimme ich voll und ganz zu, wenn doppelte oder mehrfache Staatsbürgerschaften vorliegen (Ab einer bestimmten Renitenz bzw. Schwere der Vergehen). Besteht allerdings nur eine Staatsbürgerschaft, mag der “xyz raus”-Gedanke sicher immernoch reizvoll sein, sofort stellt sich aber dann die Frage: Raus toll, aber wohin bloß?

    @Chaim Levinson,
    wer “Schaden vom deutschen Volk abwenden” will, muß zuerst einmal in der Lage sein, diesen zu erkennen. Die momentane Debatte zeigt doch, daß es der überwiegenden Mehrheit, wenn nicht gar der kompletten Politikerkaste unmöglich zu sein scheint, die durch Migration verursachten Schäden zu erkennen bzw. einzugestehen. Nahezu die Gesamtheit aller Politiker wird Ihnen versichern, daß die stattgefundene Immigration durchweg, bis auf einige kleinere unwesentliche Problemchen, eine Bereicherung darstellt. Und dies trotz der Tatsache, daß nahezu alle größeren Problemkomplexe, die leider momentan in D diskutiert werden müssen, auf Migration, insbesondere auf die massenhafte Armutsimmigration der letzten 20 Jahre zurückzuführen sind… ohne sie hätte keine Notwendigkeit bestanden, Hartz IV einzuführen (weit über 40% der Bezieher haben Migrationshintergrund), wir hätten keine derartig ausgeprägten Niedriglohnsektoren (schauen Sie sich mal in Niedriglohnbereichen um, wer dort arbeitet, es sind überwiegend Migranten), der Bildungsnotstand (Stichwort PISA) wäre weit weniger drastisch, die Kinderarmut ist weitgehend durch die Armutsimmigration gestiegen, ebenso wie das ganze Thema “Aufgehende Schere zwischen Reich und Arm” erst durch die Armutsimmigration akut wurde usw.usf. All das wird ignoriert, und die stattgefundene Immigration, die sich vorwiegend aus den Niedrigleistern des Auslands rekrutierte, bekommt stattdessen den Stempel: wertvoll, gelungen, eine Bereicherung!

  41. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 21:15

    @Max Wedell

    Immer noch nicht mitbekommen????….also nochmal ganz langsam…

    genetik für dummies. 1 stunde.

    alle menschen besitzen zu 99,99% dieselben gene. Genetiker können anhand bestimmte gene rückschlüße auf abstammung, geschlecht, aussere erscheinungsbild, etwaige krakheiten u.s.w treffen. Über menschliches verhalten oder gar intelligenz lassen sich aber keinerlei rückschlüße ziehen. Es gibt KEIN intelligenz gen. Es gibt kein faulheits gen oder unterschicht gen, auch kein europäischen genpool der irgendwelchen gearteten einfluß auf bildung, verhalten oder intelligenz der europäischen bevölkerung zuließe. Dieses feld gehört den soziologen, nicht den genetikern. Alles andre ist pseudowissenschaftliche dumm/irrlehren und war eckpfeiler der nazi rassenlehre und grundlage der judenverfolgung und holocaust sowie der vernichtungsfeldzug hitlers gegen das untermenschentum und zur reinerhltung der rasse.

    jetzt verstanden????

  42. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 21:16

    Hermes Conrad schreibt in #11 am 31. August 2010 um 18:02

    … Hier gibt es doch hoffentlich eine juristische Handhabe gegen den vorliegenden Identitätsdiebstahl?

    http://www.blogger.com/profile/16036575854868841020

    Zeigt übrigens auch mal wieder, wo einige der Sarrazin-Gegner geistig zu verorten sind…

    Och, mit einem guten Anwalt wird das recht schnell recht teuer, würde ich mal als Nichtjurist und Nichtgenetiker mutmaßen. Beleidigung, Verletzung des Urheberrechts (Bild) usw., ein Kunstwerk ist diese ehrverletzende Verunglimpfung sicher nicht.

    Der letzte Satz scheint mir die wichtige Botschaft zu transportieren: wer Sarrazin als “Rassisten” beschimpft, der ist minderintelligent. Denn er hat nur eine längst bekannte, statistisch untermauerte soziale Schieflage in Deutschland und bestimmte genetische Forschungsergebnisse miteinander in Beziehung gesetzt.

    Ja, selbstverständlich lassen sich bei Juden in hohem Prozentsatz gemeinsame genetische Marker finden. Ja, selbstverständlich sind Türken und Araber in Deutschland nicht integriert. Ja, natürlich liegt das an ihnen selbst und nicht an den Deutschen.

  43. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 21:39

    @Chaim Levinson

    Hier entfaltet sich sarrazins humanismus zur vollen blüte….

    Im übrigen läßt sich die Bevölkerungsentwicklung ganz einfach dadurch steuern, daß man (wie in den USA) aufhört, alleinerziehenden Müttern das fünfte Kind von einem unbekannten Vater schmackhaft zu machen dadurch, daß man von vornherein eine Kostenübernahme erklärt.

    …fehlt nur noch die passage wonach alleinerziehende mütter der allgemeinheit dadurch dienlich sein können das sie und ihre kinder auch mal kalt duschen.

    Fragt sich was wichtiger ist. Das wohlergehen eines kindes oder die aktien von thilos bankerkollegen. Da wir steuerzahler gerade ungefragt billiarden an thilos elite klasse überwiesen haben, die es wahrlich nicht bnötig haben, verwundert es wenn jetzt bei benachteiligten kindern plötzlich gespart werden muß und die rechnung bei den bedurftigen abgegeben wird. Unter humanismus verstehe ich etwas anderes.

  44. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 21:41

    @John Dean,

    jetzt haben Sie sich wirklich klar ausgedrückt und ich habe Sie bestens verstanden, hoffe ich… Sie sind der Meinung, daß der Einfluß der Gene auf die kognitiven Fähigkeiten, den Sarrazin anführte, tatsächlich existiert, daß dieser genetische Einfluß aber nicht zu 50-80% die kognitiven Leistungsfähigkeiten bestimmt, sondern zu 30-40%.

    Von einer volksgruppenabhängigen Intelligenz habe ich bei Sarrazin nichts gelesen, auch Sarrazin erklärt die Tatsache, daß die hiesigen Muslime im statistischen Durchschnitt kognitiv minderbegabt sind nicht damit, daß Türken oder Araber eben grundsätzlich dümmer sind als andere Völker, wie ihm dies immer wieder und wieder, auch von ihnen, unterstellt wird, sondern einfach dadurch, daß die eingewanderten Personengruppen keinen repräsentativen Querschnitt aus ihren Herkunftsländern darstellen.

    Man stelle sich einmal folgendes überspitztes Gedankenexperiment vor: 100 deutsche Sonderschulkinder werden nach USA umgesiedelt. Ein US-Bürger, der sagt, diese deutschen Kinder sind aber ganz schön dumm, wird niedergeschrieen mit der Begründung, es wäre ja die reine Volksverhetzung, zu behaupten, alle deutschen Kinder wären reichlich dumm. Genau so verfährt man mit Sarrazin.

    Daß es eine Korrelation von Intelligenz und Schicht gibt werden Sie aber doch nicht bestreiten wollen? In einer Gesellschaft, in der höhere Intelligenz zur Ausübung höher angesehener, und damit auch besser bezahlter Berufe führt, wäre es jedenfalls eine ganz außerordentlich merkwürdige Sache, die Intelligenz über alle Schichten gleichverteilt zu sehen. Im übrigen definiert sich “Schicht” nicht nur aus Einkommen und allem was damit zusammenhängt, sondern auch durch Umstände, die noch viel direkter mit der Intelligenz gekoppelt sind, z.B. die individuelle Bildung. Ihr Satz “Die Vorstellung einer schichtenabhängig [...] signifikant und über viele Generationen hinweg geringeren Intelligenz [...] ist ebenso fachwidrig” kann daher nur falsch sein.

  45. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 21:44

    @Chaim Levinson

    …bitte ein beleg dafür das intelligenz und sozialverhalten genetisch determiniert sind, wie sarrazin behauptet.

  46. Max Wedell schreibt am 1. September 2010 um 21:50

    @crackerjack,

    ja, achsooo, jetzt habe ich Sie verstanden. Die menschliche Genommutation, die gemeinhin als Down-Syndrom bezeichnet wird, kann nicht zu geistiger Behinderung führen, weil Gene rein gar keinen Einfluß auf die Intelligenz des Menschen haben können, denn: Alles andre ist pseudowissenschaftliche dumm/irrlehren und war eckpfeiler der nazi rassenlehre und grundlage der judenverfolgung und holocaust sowie der vernichtungsfeldzug hitlers gegen das untermenschentum und zur reinerhltung der rasse. Jetzt ist ja alles klar, danke für die Belehrung.

  47. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 21:54

    crackerjack macht Schattenboxen am 1. September 2010 um 21:15 in #41

    “Immer noch nicht mitbekommen????….also nochmal ganz langsam…

    genetik für dummies. 1 stunde.” -
    Wahnsinn. So diskutiert man mit Menschen, die anderer meinung sind: man disst sie, man beleidigt sie. Willkommen in der deutschen Realität.

    “alle menschen besitzen zu 99,99% dieselben gene.” -
    Ja, toll, das hat nur nichts mit Sarrazin zu tun.

    “Genetiker können anhand bestimmte gene rückschlüße auf abstammung, geschlecht, aussere erscheinungsbild, etwaige krakheiten u.s.w treffen. Über menschliches verhalten oder gar intelligenz lassen sich aber keinerlei rückschlüße ziehen.” -

    Das ist zunächst nur eine Behauptung. Bei Hundezüchtern geht das seltsamerweise nämlich doch. Komisch, was?

    “Es gibt KEIN intelligenz gen.” -
    Wo hat Sarrazin das behauptet?

    “Es gibt kein faulheits gen oder unterschicht gen, auch kein europäischen genpool der irgendwelchen gearteten einfluß auf bildung, verhalten oder intelligenz der europäischen bevölkerung zuließe.” -
    Sicher? Aber auch das ist doch gar nicht Sarrazins Aussage, oder? Auf Seite wieviel hat er das denn geschrieben?

    “Dieses feld gehört den soziologen, nicht den genetikern.” -
    Na ja, aber bei Juden gibt es halt mal bestimmte genetische Merkmale, noch nicht gewußt? http://www.igenea.com/index.php?content=40&adwords=godede_s_jude&gclid=CKjq6sOA56MCFU2K3godon-v9g

    “Alles andre ist pseudowissenschaftliche dumm/irrlehren und war eckpfeiler der nazi rassenlehre und grundlage der judenverfolgung und holocaust sowie der vernichtungsfeldzug hitlers gegen das untermenschentum und zur reinerhltung der rasse.” -
    Netter Versuch. Hat aber auch nichts mit Sarrazin zu tun. Leute, kommt doch endlich mal zum Thema, soziologisch meinetwegen.

    So, jetzt schau ich mir “hart aber fair” an, ciao.

  48. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 22:55

    crackerjack schreibt in #43 am 1. September 2010 um 21:39

    @Chaim Levinson

    “Hier entfaltet sich sarrazins humanismus zur vollen blüte….

    **********
    Zitat: “Im übrigen läßt sich die Bevölkerungsentwicklung ganz einfach dadurch steuern, daß man (wie in den USA) aufhört, alleinerziehenden Müttern das fünfte Kind von einem unbekannten Vater schmackhaft zu machen dadurch, daß man von vornherein eine Kostenübernahme erklärt.” Ende des Zitats von C.L., weiter “crackerjack”:
    **********

    …fehlt nur noch die passage wonach alleinerziehende mütter der allgemeinheit dadurch dienlich sein können das sie und ihre kinder auch mal kalt duschen.” -
    Da fällt mir doch glatt ein alter jüdischer Witz ein, der mit dem Glas Wasser auf dem Nachttisch, vielleicht kennen Sie den ja. - Kalt zu duschen ist in der Tat gelegentlich sinnvoll und sehr gesund. Ich mache das gern, in der Sauna zum Beispiel. Im übrigen habe ich meine fünf Kinder ohne Hartz-IV erzogen und ernährt. Und es hat seinen Grund, daß es nur fünf sind, man nennt das auch Familienplanung.

    “Unter humanismus verstehe ich etwas anderes.” -
    Ich bestreite, daß Sie das Wort überhaupt verstehen oder gar mit Inhalt füllen können. - Was jetzt?

  49. Chaim Levinson schreibt am 1. September 2010 um 23:16

    crackerjack wird unverschämt am 1. September 2010 um 21:44 in #45

    “…bitte ein beleg dafür das intelligenz und sozialverhalten genetisch determiniert sind, wie sarrazin behauptet.”

    Wer bei einem Nebensatz das Komma “vergißt” und die entsprechende Konjunktion “das” schreibt statt “dass” oder “daß” (ich lehne die neue Dummschreibung ab, deswegen das “ß”) der sollte lieber etwas kleinere Brötchen backen.

    Nur mal zur Klarheit: ich habe für Sarrazins Äußerungen keine Belege zu bringen, kapiert? Ich habe noch nicht mal sein Buch gelesen, kenne nur die im Internet und in der Presse kolportierten Zitate.

    Allerdings zeigt die soziale Realität in Deutschland, daß Araber und Türken mehrheitlich nicht integrierbar sind, kein Deutsch können und keinen Hauptschulabschluß schaffen, statistisch ist das nicht zu bestreiten. Ob das nun “genetisch” begründet ist oder doch eher mit der faschistischen Ideologie des “Koran”, oder gar mit einer durch Sozialtransfergeld wachgeküßten Geldgier und Unersättlichkeit, das interessiert mich persönlich nicht die Bohne… - mich interessieren die Fakten, die Phänomenologie.

    Wer hierherkommt, hat sich zu integrieren und die SPRACHE zu lernen, basta. Wenn er’s nicht kann oder will, soll er wieder abhauen.

  50. blackadder schreibt am 1. September 2010 um 23:41

    @chaim

    danke.

    שלום

  51. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 23:54

    Ich denke das thema thilo sarrazin wird sich bald von selbst erledigt haben.

    Heute bei hart aber fair erfahren wir das die wichtigsten kapitel seines wrkes doch nur satirisch gemeint waren und dass er sowieso von genetik und so irgendwie doch nicht ahnung oder so hätte aber dafür hat er einige zahlen zusammen gerechnet die zwar offensichtlich keinerlei aussagekraft besitzen aber als freie bürger dürfe man das….und… …stotter…blah, blah…stotter. Dank an den juden und die türkin die uns allen beispielhaft vorgeführt haben mit was für ein selbstgerechter verwirrter alter narr wir es hier zu tun haben.

    welch ein bod des jammerns. Deutschland, mags ruhig schlafen, wenn das die neue rechte sein soll.

  52. crackerjack schreibt am 1. September 2010 um 23:58

    “Wer hierherkommt, hat sich zu integrieren und die SPRACHE zu lernen, basta. Wenn er’s nicht kann oder will, soll er wieder abhauen.”

    Falsch. Abgesehen das es um diejenigen geht die hier schon sind, und dass vermutlich schon viel länger als du es bist, bestimmt immer noch das grundgesetzt und die verfassung darüber was wir zu tun oder zu lassen haben und nicht du, mein führer. Und das ist auch gut so.

  53. max schreibt am 2. September 2010 um 01:00

    Chaim, versuch nicht , crackerjack oder John Dean zu überzeugen. Sie sind intellektuell nicht in der Lage zu verstehen.

  54. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 06:37

    @crackerjack
    Mein Lieber, Sie verstehen immer noch nicht, wie schade. Die Integration ist von denen zu leisten, die sich integrieren wollen oder sollen (weil sie irgendwo hingehen). Das Geheul über eine angebliche Verweigerung der Integration durch das Gastland gibt es nur bei Türken und Arabern, Mohammedanern und Pallis. Und Integration setzt - wieso muß man das eigentlich erklären? - immer primär den Erwerb der Sprache voraus. Nichts anderes war hier das Thema.

    Komisch, daß man das den Vietnamesen in Deutschland oder den Polen in den USA nie erklären mußte. - Na, klingelt’s?

    Diejenigen, die hier sind, oder gar die, die formell leider bereits Deutsche geworden, bleiben ja hier, aber man könnte ja allmählich mal aus den Fehlern lernen, nachdam man sich 40 Jahre lang um das Thema gedrückt hat, politisch.

  55. Max Wedell schreibt am 2. September 2010 um 11:06

    Mehr als die Verdrehungen und Unterstellungen einzelner Bürger wie crackerjack besorgen mich allerdings die in der Presse allgemein verbreiteten Verdrehungen und Unterstellungen, die leider den Eindruck ergeben, als hätten wir in Deutschland nur noch Gossenjournalismus und sonst nichts.

    So gibt es wohl kaum eine Zeitung, die nicht die äußerst dämliche Floskel “er liebt die Provokation” oder “ihn treibt die Lust an der Provokation an” wieder und wieder, bis zum Erbrechen, uns vorsetzt. Um solche Floskeln abzusondern, reicht es scheinbar aus, daß sich Menschen provoziert fühlen. D.h. Person A sagt etwas, Person B fühlt sich provoziert, ergo… die Lust der Person A an der Provokation ist damit ja wohl dann bewiesen… so geht es wohl in den Spatzenhirnen der Journalisten vor.

    Ebenso erschütternd ist es, wenn alle Welt den tatsächlichen Fehler Sarrazins benutzt, statt “Juden haben genetische Gemeinsamkeiten” “Juden haben ein gemeinsames Gen” zu sagen, um über ihn herzuziehen mit den Vokabeln “wirre Äußerungen” “krude Theorien” u.ä., ohne natürlich genauer zu spezifizieren, was man für wirr hält, weil man ja wünscht, daß der Bürger den Eindruck erhält, alles, was Sarrazin sagt, wäre wirr.

    Den Vogel aber schießen immer noch die zahlreichen Politiker ab, die sich auf die Agenda gesetzt haben, Sarrazin zu vernichten. Für gewöhnlich wird da nur das, was die Kollegen vorgeplappert haben, nachgeplappert (das immergleiche “wirr”, “krude”, “Unsinn”), aber doch recht häufig gibt es Sternstunden der Psychoanalyse. Als Beispiel sei nur Lammert genannt, der bei Sarrazin jetzt Selbstverliebtheit diagnostiziert. Vermutlich, weil der jetzt (in einer Woche!) zwei Talkshows beehrt hat? Was soll man aber dann vom Ausmaß der Selbstverliebtheit derjenigen Personen halten, die schon etwa 20 mal (gefühlt 500 mal) bei Will & Co. aufkreuzten, auch ganz ohne ein hochdiskutiertes Buch geschrieben zu haben?

  56. Max Wedell schreibt am 2. September 2010 um 11:11

    @crackerjack,

    “…bitte ein beleg dafür das intelligenz und sozialverhalten genetisch determiniert sind, wie sarrazin behauptet.”

    “In allen Studien findet man, dass eineiige Zwillingspaare eine deutlich höhere Übereinstimmung im IQ zeigen als zweieiige Zwillingspaare, obwohl beide Arten von Zwillingspaaren sehr ähnliche Erfahrungswelten haben (Gebärmutter, Kinderzimmer, Kita, Schule). Dies belegt die Bedeutung der Gene beim Zustandekommen von Unterschieden.”

    Elsbeth Stern, Lernpsychologin, ETH Zürich, in heutiger Ausgabe der FAZ

    Ergänzung: Mit “Zustandekommen von Unterschieden” ist hier gemeint “Zustandekommen von Unterschieden in der Intelligenz”.

  57. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 11:38

    @Max Wedell #55 “…besorgen mich allerdings die in der Presse allgemein verbreiteten Verdrehungen und Unterstellungen, die leider den Eindruck ergeben, als hätten wir in Deutschland nur noch Gossenjournalismus und sonst nichts…” - Nun ja, das alles hat ja nur deswegen diese übermäßige Energie, weil Sarrazin genau den wunden Punkt getroffen hat. Deswegen echauffiert man sich so. Man hat Jahrzehnte ein Problem geleugnet, steht nun aber vor dem Scherbenhaufen. Und Sarrazin benennt sowohl den Scherbenhaufen als auch seine Verursacher. Das ist doch schön. Und die Sarrazin-Verfolger hecheln und keifen zu sehen hat ja auch was belustigendes. Ich fand’s schön zu sehen, wie ruhig er gestern in der Runde blieb, obwohl er nicht der große Redner ist. Alle anderen bis auf den Moderator und Arnulf Baring hatten doch schon einen leichten Herzkaspar.

    Auf den Rassismusvorwurf muß man doch gar nicht eingehen, der ist einfach zu blöd. Wenn jemand auf 460 Seiten einen Formulierungsfehler hat, so kann man auch damit leben, denke ich. Wir wissen doch, was Sarrazin gemeint hat:
    http://www.welt.de/die-welt/kultur/article9303977/Hochzeiten-bewahren-den-Genpool.html

  58. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 12:13

    @Chaim Levison

    ach gott, bei dir merkt man was für ein schaden die jahre der broder/sarrazin/giordano gehirnwäsche angerichtet hat……….:-(

    Wenn sich alle ausser moslems integrieren, fragt sich warum wir roma abschieben, warum osteuropäer an der spitze der kriminalstatistik stehen, warum vietnamesen den vertrieb der drogenmafia übernehmen und sich traditionell in großfamilien völlig abschotten, warum st pauli fest in hand der albanermafia ist und warm, laut jüdische zeitung “…jüdische Zuwanderer «relativ häufig von Arbeitslosigkeit betroffen» und «verhältnismäßig oft auf Sozialhilfe angewiesen” sind.

    jede einwanderungsgruppe in jedes land hat ihren spezifischen probleme. Am auffäligsten ist immer die größte gruppe. Sie ist auch dadurch problematischr weil eine große gruppe sich immer eine komplette eigene infrastruktur schafft, was das erlernen der sprache und gebraüche des gastlandes erschwert. Nichts neues oder ungewöhnliches wie chinatown little-italy oder germanvillage zeigen.

    Was an unsere dabatte völlig neu ist ist dass eine einwanderungsgruppe die fähigkeit zur integration grundsätzlich abgesprochen wird, sie als genetische verunreinigung gelten sollen und hochgerechnet wird dass sie in zukunft eine demographishe gefahr dargestellt. Das gabs in deutschland zuletzt unter der nsdap in bezug auf juden.

    Deutschland wollte gastarbeiter, bekamm aber bürger. Beide seiten haben sich jahrzehnte um diese wahrheit gedrückt und jetzt ist vieles nachzuholen. Dafür gibts politiker, institute, schulen, unis und verbände, kindergärten u.s.w. und nicht die bundesbank, ( die als bafin die kontrolle des finanzsystems beaufsichtigt (LOL) ). Welche integrationsmaßnahmen zu ergreifen seien orientieren sich EINZIG UND ALLEIN nach der verfassungsgemäße rechte und pflichten aller betroffenen, wahrung der würde des menschen und beachtung der freiheit der religion und kultur.

  59. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 12:22

    @Max Wedell

    Spiegel Online heute………

    “Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern wehrt sich gegen ihre Indienstnahme für die Thesen des Thilo Sarrazin, der sie an entscheidenden Stellen seines Buches zitiert. Unmittelbare Verdummungsgefahr sieht sie jedenfalls nicht: “Eltern und Kinder zeigen nur eine mittelhohe Übereinstimmung im Intelligenzquotienten. Unterdurchschnittlich intelligente Eltern können überdurchschnittlich intelligente Kinder haben und umgekehrt. Das Ungleichgewicht in der Fortpflanzung müsste noch über viele Generationen gehen, bevor der IQ merklich absinkt. Die größte Gefahr für eine gesellschaftliche Verdummung besteht darin, dass soziale Herkunft für Schul- und Berufserfolg wichtiger ist als Intelligenz und Begabung.”

  60. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 12:23

    crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 12:13

    “ach gott, bei dir merkt man was für ein schaden die jahre der broder/sarrazin/giordano gehirnwäsche angerichtet hat…” -

    Tja, wenn man keine Argumente hat, wird man persönlich, gell? :)

    Im übrigen: genau lesen! ich habe nicht einer “Einwanderungsgruppe” generell etwas abgesprochen (und schon gar nicht habe ich gen-biologisch argumentiert!), sondern ich habe festgestellt, daß speziell Türken und Araber sich abschotten statt sich zu integrieren. Die meisten, wie man täglich erleben muß. Und dabei habe ich völlig offen gelassen, ob es am fehlenden Können oder am fehlenden Wollen liegt.

    Versuchen Sie doch einfach mal, ohne Beleidigungen und Diffamierungen zu diskutieren. Vor allem aber ohne Fälschungen und Wortverdrehungen.

  61. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 12:29

    @Max wedell

    “…Ebenso erschütternd ist es, wenn alle Welt den tatsächlichen Fehler Sarrazins benutzt, statt “Juden haben genetische Gemeinsamkeiten” “Juden haben ein gemeinsames Gen” zu sagen, um über ihn herzuziehen mit den Vokabeln “wirre Äußerungen” “krude Theorien” u.ä., ohne natürlich genauer zu spezifizieren, was man für wirr hält, weil man ja wünscht, daß der Bürger den Eindruck erhält, alles, was Sarrazin sagt, wäre wirr….”

    Blödsinn. Dass juden oder ostfriesen gemeinsame gene besitzen bestreitet doch niemand. Was sarrazin impliziert ist das diese gene dafür verantwortlich zeichen das ost-europäischen juden um 15% intelligenter als deutsche seien und deshalb wertvollere einwandere ins europäischen genpool darstellen als vermeidlich dümmere gruppen.

    Das ist nicht nur wirres zeug sondern offenbart ein weltbild der rassenwahn und holocaust hevorbrachte.

  62. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 13:07

    @crackerjack - Sie drücken sich um die Problematik, daß es eine gewünschte Einwanderung gibt und andererseits auch weniger sinnvolle oder sozial problematische. Meinetwegen können Sie auch die Gegensätze klug-dumm oder fleißig-faul heranziehen.

    Zu welcher Gruppe sie gehören, entscheiden einzig und allein die Einwanderer selbst. Wenn sie die Sprache nicht lernen, dann sind sie doch selber schuld. Der in Paris geborene polnische Jude Michel Friedman konnte es doch auch.

  63. Max Wedell schreibt am 2. September 2010 um 14:41

    @crackerjack,

    “Das Ungleichgewicht in der Fortpflanzung müsste noch über viele Generationen gehen, bevor der IQ merklich absinkt.”

    Sie zitieren es ja selber… mit anderen Worten, Stern sagt ebenfalls, daß überwiegende Fortpflanzung bei kognitiv Minderbegabten negative Effekte haben wird… Streitpunkt ist eben nur, wie schnell, nach wie vielen Generationen man diese Effekte bemerken wird… Jedenfalls bleibt Stern die Erklärung schuldig, warum man die Effekte nach, sagen wir mal 2 Generationen nicht bemerken kann, aber nach 5 Generationen dann schon, oder was auch immer sie unter “viele Generationen” versteht.

    Die arme Frau ist doch in einer Zwickmühle. Sie kann sich in dieser Sache nicht zurückziehen und die Aussage verweigern. Sie muß Stellung beziehen, allein schon als Wissenschaftlerin, deren Werk zitiert wurde. Sie weiß, was ihr blüht, wenn sie sagt, Sarrazin hat recht. Deswegen geht sie geschickt vor, sagt alle naselang “Sarrazin hat Unrecht”, und schafft es dann, die Sachverhalte, die Sarrazin ja u.a. von ihr zitiert hat, die von ihr kommen, in Absätzen wie dem obigen verklausuliert zu bestätigen. Heraus kommt dann ein ganz merkwürdiges Interview, in dem ständig behauptet wird, S. hätte unrecht, um ihm dann rechtzugeben (siehe auch den Absatz: “Dies belegt die Bedeutung der Gene beim Zustandekommen von Unterschieden bei der Intelligenz”… die Frau Stern kann das natürlich behaupten, aber Sarrazin hat natürlich unrecht, wenn er dasselbe behauptet… wirklich lustig!)

    Die größte Lachnummer aber ist, wenn Gegner sich anmaßen, festzustellen, was Sarrazin alles so “impliziert”. Man erfindet ja schon mit voller Kraft die Behauptungen, die er direkt gemacht haben soll, aber wenn es nun darum geht, was man alles aus Sarrazins Behauptungen ABLEITEN könnte, läuft dann die Fantasie vollends Amok. Jetzt werfen sie also zwei ein Jahr auseinanderliegende Äußerungen zusammen und leiten daraus ab, Sarrazin wolle “implizieren”, Juden wären wegen einem Judengen viel intelligenter als andere… Mehr als eine blühende Fantasie kann ich ihnen dafür leider nicht attestieren.

  64. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 14:59

    @Max Wedell #63 “…wenn es nun darum geht, was man alles aus Sarrazins Behauptungen ABLEITEN könnte, läuft dann die Fantasie vollends Amok.” -

    Da nehmen Sie mir das Wort aus dem Mund. Genau das lief gestern in der Sendung von Plasberg ebenfalls ab. Ein enttäuschender Friedman, der sehr in eigener Sache unterwegs war, Pluspunkte sammeln wollte und sich bei der Alibi-Türkin Asli Sevindim anbiederte, ein schwacher Moderator, der einfach zuviel lächelte, ein vergreister Dreßler. Am Anfang bereits war das Ergebnis klar. Vernünftig im Wortsinn wirkte allenfalls Arnulf Baring, und Sarrazin gebührt größer Respekt, daß er diese wütende geiferende Meute derart ruhig ausgehalten hat.

    Es werden in der Tat irgendwelche “Implikationen” unterstellt und Querverbindungen berechnet, statt daß man sich mit den Fakten der bundesdeutschen Wirklichkeit auseinandersetzt. Natürlich ist es verständlich, wenn die Hormone das Denken behindern. - Aber lustig machen darf man sich trotzdem darüber. Von Sarrazin wäre zu wünschen, daß er jetzt nachlegt und nach der schönen Vorbereitung das Thema weichkocht, und dies völlig unabhängig von der Frage, wie die Bundesbank entscheidet… - bzw. die Gerichte dann anschließend.

  65. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 15:20

    @Chaim

    Alle einwanderung in allen ländern durch allen gruppen ist problematish. Problematischer wird das ganze wenn sich das einwanderungsland lange weigert sich als einwanderungsland zu begreifen und die nötigen gesellschaftlichen und politischen weichen zu stellen, wodurch die entstehenden probleme bei den gemeinden, kommunen, schulen und arbeitsämter landen die dann von der politik allein gelassen werden. Die weichen für deutschlands “türken” problem wurden in den 60-70′er des letzten jahrhunderts gestellt.

    Seitdem wurde viel dazu gelernt. Die letzte groß welle, die aussiedler, erfuhren eine bessere integration, wie ich es in meine gemeinde selbst erlebte. Vermeidung von ghetto bildung, kindergartengruppen mit informeller sprachförderung, erweiterung der schulen um sprachförderung und förderlehrern, aussiedlerbeauftragte bei der gemeinde und im schul und kindergartenrat, integrationswerkstätte für jugendliche, staatlich geförderte lehrstellen programme der lokalen betriebe, ausbau der jugendarbiet und jugendtreffs u.s.w….u.s.w. Dabei waren der mehrzahl der aussiedler recht ordentlich gebildet und sprachen, mit einschränkungen, deutsch. Ganz im gegenteil zu der anatolischen landbevölkerung die von 50 jahren einwanderten und die mit allen problemen die sich daraus ergaben faktisch allein gelassen wurden, zusammen mit ihren gemeinden und kommunen, in der dummen annahme sie würden irgendwan wieder gehen.

    Diesen menschen jetzt, nach 3 generationen, mit einer gewünschte und unerwünschte einwanderungs debatte zu kommen ist nicht nur kontraproduktive sondern lächerlich. Die aufgelaufene probleme auf genetische intelligenzdefizite oder einzig kultur und religion zu verschieben ist grotesk. Neukölln ist genauso ein teil und produkt deutschlands wie sylt und klein mohammend aus köln genauso deutsch wie sarrazin.

  66. John Dean schreibt am 2. September 2010 um 15:22

    @ Max Wedell

    Zu: “Man stelle sich einmal folgendes überspitztes Gedankenexperiment vor: 100 deutsche Sonderschulkinder werden nach USA umgesiedelt. Ein US-Bürger, der sagt, diese deutschen Kinder sind aber ganz schön dumm, wird niedergeschrieen mit der Begründung, es wäre ja die reine Volksverhetzung, zu behaupten, alle deutschen Kinder wären reichlich dumm.”

    Es gibt ja - verblüffender Weise - ganz ähnliche Experimente, die tatsächlich stattfanden. So hat 1940 der Wissenschaftler Harold M. Skeels (zunächst eher zufällig als geplant) als “unheilbar schwachsinnig” diagnostizierte Kinder (mit einem Durchnitts-IQ von unter 65!) sehr liebevollen, ebenfalls schwachsinnigen Frauen zur Pflege gegeben.

    Im Ergebnis geschah dann etwas, was bis heute nicht erklärbar ist, wenn man z.B. eine mindestens 50-prozentige Vererblichkeit der Intelligenz annimmt:

    Die ehemals schwachsinnigen Kinder entwickelten unter der Bedingung von viel sozialer Zuwendung (seitens der schwachsinnigen Pflegemütter) eine nahezu normale (!) Intelligenz. Deren Nachkommen wiederum waren durchschnittlich intelligent.

    (siehe: Skeels, Harold (1942): A Study of the Effects of Differential Stimulation on Mentally Retarded Children.in: American Journal of Mental Defiency, 66)

    Wie ist das zu deuten?

    Wie ich schon sagte: Die Fragen hinsichtlich der Vererblichkeit von Intelligenz (bzw. genauer gesagt, die Vererblichkeit von Abweichungen der Inteligenz vom Standard) sind imho außerordentlich kompliziert - und an ein bislang noch nicht genau geklärtes wechselseitiges Zusammenspiel von Umweltbedingungen und Erfaktoren gebunden.

    Unklar ist beispielsweise, obwohl dies wiederholt gemessen wurde, warum sich eine besonder liebevolle Erziehung günstig auf die Intelligenzentwicklung von Kindern auswirkt, und zwar auf eine Weise, die über mehrere Generationen hinweg (scheinbar) vererblich ist.

    Ein anderes, sehr verblüffendes Experiment war das aufwändige Milwaukee-Projekt. Ich zitiere aus Wikipedia, die welche die Ergebnisse schön zusammenfasst:

    Für das Projekt wurden Kinder ausgewählt, deren Mütter einen IQ von höchstens 80 hatten, und dann in eine Behandlungs- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Kinder der Behandlungsgruppe wurden schon als Babys in ein sogenanntes Infant Stimulation Center gebracht, wo sie von persönlichen Trainern, die allesamt promovierte Akademiker aus dem Gebiet der Pädagogik und Psychologie waren, individuell und intensiv betreut wurden. Beispielsweise spielten die Trainer Lernspiele mit den Kindern oder lasen ihnen vor. Zusätzlich erhielten die Kinder einen individuellen Speiseplan, der von einem Arzt erstellt wurde.

    Mit 6 Jahren erwiesen sich die Kinder aus der Behandlungsgruppe als überdurchschnittlich intelligent. Sie hatten einen Durchschnitts-IQ von 120 und es waren etliche Hochbegabte darunter.

    Nur: Was genaus sagt das in Hinblick auf die Vererblichkeit von Intelligenz? Tja: Darüber streiten die Wissenschaftler. Es ist offenkundig nicht sehr einfach zu sagen.

    Zu: “Daß es eine Korrelation von Intelligenz und Schicht gibt werden Sie aber doch nicht bestreiten wollen?”

    Ja, selbstredend. Es gibt sogar eine Korrelation von Intelligenz und Schuhgröße! (tatsächlich) Nur: Die vermeintlich schichtspezifische Durchschnittsintelligenz ist nicht (!) kaum vererblich, jedenfalls, wenn man die Forschungsergebnisse aus der Adoptionsfotscrschung ernst nimmt (und dies, obwohl diese strukturell den Anteil der Vererblichkeit regelmäßig überschätzen). Und wenn man jetzt auf Sarrazin eingeht, der sich vor einem immens schnell verdummenden Deutschland fürchtet (ähem, das wäre in meinen Augen ein Deutschland, das Sarrazins Eugenikthesen und rassistischen Ansichten folgt, *räusper*), dann ergibt sich folgender Befund:

    Die vermeintlich “genetisch” dummen bzw. minderintelligenten Muslime und Unterschichten vererben diese Minderintelligenz in besonders geringen Maß. Anders gesagt: Aus der relativen Minderintelligenz muslimischer oder prekär beschäftigter Eltern lässt sich, wenn sich die soziale Umgebung und Bildungsumgebung ändert, ganz besonders wenig prognostizieren, wie intelligent bzw. dumm deren Nachkommen sind.

    Verblüffend, oder?

    Das jedenfalls ist der Forschungsstand und dieser steht in krassen Gegensatz zu dem, was der Hobby-Eugeniker Sarrazin behauptet.

    Wie sinnvoll ist es also, Herrn Sarrazin zu folgen und von “dummen Muslimen” zu faseln, vom “Judengen” und von der angeblichen Vergeblichkeit von Bildungsbemühungen sowie von der zwangsläufigen Verdummung “der” Deutschen in den nächsten Jahrzehnten?

    Wo genau ist da der Sinn? Und warum muss man Sarrazin zujubeln, dass er diese “Wahrheiten” ausgesproche hat? Ich habe das noch nicht genau verstanden. Wer kann mir das erklären?

    Herr Levinson vielleicht, der sich (übrigens völlig zurecht und in Abwehr meiner Provokation) dagegen verwahrte, dass man seine geistige Leistungsfähigkeit mit seinem Namen in Zusammenhang bringt?

    Wenn ich bestimmte Kinder und Jugendliche als “dumm” erkläre (aus kulturellen und/oder genetischen Gründen), dann erreiche ich damit in der Regel nicht, dass diese darauf ihre “Bringschuld” einlösen und sich besonders erfolgreich bei ihrer Bildung anstrengen.

    Ganz im Gegenteil. (vgl. Rosenthal-Effekt u.v.m.)

    Und warum nun, sollte man diesen kontraproduktiven Effekt bejubeln???

  67. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 15:27

    “Alle einwanderung in allen ländern durch allen gruppen ist problematish.” Originalzitat crackerjack… -

    Nee, mein Lieber, nicht auf diesem Niveau. Auf solche flachsinnigen Verallgemeinerungen gibt es keine inhaltliche Antwort, da sie keinen Inhalt haben. Üben Sie noch ein bißchen, ja?!

  68. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 15:34

    @Max Wedell

    Jetzt werfen sie also zwei ein Jahr auseinanderliegende Äußerungen zusammen und leiten daraus ab, Sarrazin wolle “implizieren”, Juden wären wegen einem Judengen viel intelligenter als andere… Mehr als eine blühende Fantasie kann ich ihnen dafür leider nicht attestieren.

    …da u.a. der zentral rat der juden, die bundesbankaufsicht, der bundespräsident, die bundeskanzlerin und die spd/cdu/fdp/grüne spitzen meine fanatsie teilen, kann ich gut damit leben.

  69. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 15:54

    Ja, den Zentralrat der Juden in Deutschland zitiert man immer gern, aber nur dann, wenn es einem inhaltlich paßt, gell? Daß Graumann und Kramer hier unsinnig agieren, und auch Friedman sein eigenes Süppchen kocht, ist ja egal. Als Alibi-Juden sind sie einfach unschlagbar in der Diskussion um Sarrazin…

  70. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 15:57

    crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 15:34

    “…da u.a. … die bundeskanzlerin und die spd/cdu/fdp/grüne spitzen meine fanatsie teilen…”

    :) …ja ja, die “Fanat-sie”, eine sehr hübsche und wirklich gut gelungene freudsche Fehlleistung. - Kommt sicher von “fanatisch”, oder?

  71. Benno schreibt am 2. September 2010 um 19:24

    Nunja, in einem Punkt hat Sarrazin nunmal absolut Recht: das Deutschland immer dümmer wird.

    Beweise gefällig?

    Wie sonst konnte es passieren, daß der überfressene Sprechroboter Sigmar Gabriel es tatsächlich zum Vorsitzenden einer der größten deutschen Volksparteien bringen konnte? Obwohl es, nicht nur mit Blick auf die SPD, wohl eher Antivolksparteien heißen müßte.

    Wie sonst konnte es geschehen, daß intellektuell extrem zwielichtige Gestalten wie Künast, Roth, Trittin, der Terroristensymphatisant und Mörderfreund Ströbele, der linientreue Wulff etc. etc. in so hohe, verantwortungsvolle Positionen aufsteigen konnte?

    Gibt es einen schöneren Beweis für die Behauptung, Deutschland werde immer bescheuerter? Ich glaube nicht.

  72. Chaim Levinson schreibt am 2. September 2010 um 20:39

    :) Nicht unbedingt ein Beweis im strengen Sinn, aber als schwerwiegende Indizien würde ich das akzeptieren.

  73. crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 21:50

    Anscheinend ist jetzt endlich der punkt erreicht wo alles geschwätz und polemik endet und deutschlands bevölkerung, institute, regierung und partien sich entscheiden mußen. Sind türken oder sonstige moslems als ein teil deutschlands erwünscht oder nicht? Folgen wir sarrazin oder nicht?

  74. John Dean schreibt am 2. September 2010 um 21:57

    Frau Künast sei “extrem zwielichtig“???

    Wie kann man denn auf eine derart abseitige Meinung kommen? Man muss ja ihre politischen Positionen nicht mögen (mir geht bei ihr der Ökofimmel auf den Geist, z.B.), aber zu den seriösen Politikern kann man Frau Künast wohl doch rechnen.

    Übrigens: In Sachen Seriosität gibt es beim Hobby-Eugeniker Sarrazin inzwischen doch allerhand Zweifel. Beispielsweise hat er sich (und gab das am Ende auch zu) Statistiken zurechtgefälscht, diese teils sogar frei erfunden (!), weil ihm das herbei gefälschte Ergebnis gefiel bzw. zur Unterstreichung seiner Aussagen dienlich war.

    Ist DAS seriös? Oder eher zwielichtig?? Oh, und bevor ich es vergesse: Einem aufrechten Recken wie Steinhöfel sind die Fälschungen von Sarrazin nicht die geringste Meldung oder einen Kommentar wert.

    Warum wohl, Herr Steinhöfel?

  75. Chaim Levinson schreibt am 3. September 2010 um 06:46

    crackerjack schreibt am 2. September 2010 um 21:50 “Sind türken oder sonstige moslems als ein teil deutschlands erwünscht oder nicht?”

    “Erwünscht” wäre ohnehin das falsche Wort, warum sollte man sich so etwas wünschen? Der Mohammedkult ist strukturell und per se nicht kompatibel zu Demokratie und Aufklärung.

    Wer sich integriert - und das tun seltsamerweise ganz viele Buddhisten aus Ostasien, ebenso Hindus, Shintoisten oder Atheisten - der ist aus meiner Perspektive erwünscht.

    Kurz gesagt: der Bevolkerungsanteil der Türken, Araber und Mohammedaner in Deutschland braucht meinetwegen wirklich nicht größer zu werden. Warum auch? Und vor allem: wozu? Eine “Bereicherung” ist das ganz gewiß nicht.

  76. Chaim Levinson schreibt am 3. September 2010 um 07:39

    John Dean schreibt am 2. September 2010 um 21:57 in Bezug auf “…aber zu den seriösen Politikern kann man Frau Künast wohl doch rechnen.” -

    Man kann fast alles. Man kann ja z.B. auch den Vizekanzler für dumm oder die niedersächsische Sozialministerin für ungeeignet halten. Aber m.E. schließen sich die Attribute “Grüne”, “Linke” und “seriös” eigentlich aus. Unter den Grünen und ihren ökofaschistischen Wahnvorstellungen haben wir doch jetzt lange genug gelitten, oder?

    Im übrigen hat uns vor allem rot-grün diese problematische multi-kulti-Ausländerpolitik beschert, schon vergessen?

  77. ratloser schreibt am 3. September 2010 um 09:59

    Jetzt mal ganz abgesehen von Sarrazin. Der Umgang mit dem Thema “erbliche Teildeterminierung kognitiver Potentiale” hier zeigt, wie realitätsleugnend weite Teile unserer Gesellschaft eigentlich ist.

    Zum Thema Künast und “Vernunft”:

    Anlässlich der Diskussion, ob Homöopathika durch die Kassen zu bezahlen seien (an sich schon ein Witz, dass das überhaupt in Erwägung gezogen wird), kannte Frau K. noch nichtmal den Unterschied zwischen Phytotherapie und Homöopathie (ein elementarer: Phytotherapie= Behandlung mit pflanzlichen Wirkstoffen, Homöopathie = Behandlung OHNE Wirkstoffe).

    In bezug auf Bildung und IQ gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils bei der aktuellen Politikergeneration immer vom Dürftigsten aus…

  78. Max Wedell schreibt am 3. September 2010 um 10:41

    “Wie sinnvoll ist es also, Herrn Sarrazin zu folgen und von “dummen Muslimen” zu faseln, vom “Judengen” und von der angeblichen Vergeblichkeit von Bildungsbemühungen sowie von der zwangsläufigen Verdummung “der” Deutschen in den nächsten Jahrzehnten?”

    Gewisse Teile ihrer Posts zeigen, daß sie zu nüchterner und differenzierender Betrachtungsweise fähig sind, obiges hingegen zeigt wieder das gegenteilige Verhalten. Die “dummen Muslime” ist, denke ich, ihre und die Art anderer, die nicht von Sarrazin erfundenen, sondern aus den Daten des Mikrozensus und anderer öffentlich zugänglicher Statistiken hervorgehenden Minderleistungen der Muslime in D (im Durchschnitt) zu subsummieren. Ich brauche da nicht wieder aufzuzählen, wo die Defizite liegen, vom Bildungserfolg bis zur Kriminalitätsrate, das kennt ja inzwischen wohl hoffentlich jeder.

    Hierbei ist die Weitergabe des Defizitären an die nächste Generation nur zum Teil durch Vererbung bewirkt, zu einem anderen Teil auch durch die kulturellen oder andersartigen Gewohnheiten bei Kindererziehung bzw. Gestaltung des Familienmiteinanders. Sie sprachen die besonders liebevolle Erziehung an, die genetische Defizite wettmachen könnten… aber gerade hier ist doch auch bekannt, daß die patriarchalischen Strukturen der muslimischen Familie oft Verhältnisse hervorbringen, in denen mehr Platz für Prügel als für Liebe ist. Verschiedene Autor(innen) mit muslimischem Hintergrund haben das doch auch bis zum Erbrechen schon aufgeführt. Die Mütter sind nicht in der Lage, den kleinen Jungen Grenzen zu setzen, diese Aufgabe bleibt beim Vater, und der kann es am Ende nur mit Verprügeln. Glauben sie wirklich, daß durch ein paar Milliarden mehr in irgendwelche Bildungstöpfe auch in dieser Sache gegengesteuert werden kann? Sarrazin jedenfalls gibt, wieder mal, die vernünftigste Antwort dazu: Man muß die Kinder weitmöglichst, so weit es eben geht, dem Einfluß der Eltern/Familie entziehen, durch Kitas so früh wie möglich, durch Ganztagsschulen später. Das wird über Jahrzehnte Unsummen verschlingen (die wir nicht haben), und hat dennoch einen ungewissen Ausgang… daß sich Angehörige muslimischer Familien auch überdurchschnittlich den ihnen fremden Bildungssystemen entziehen, ist doch auch kein Geheimnis. So kommen doch u.a. auch die Statistiken zur Abschlußlosigkeit usw. mit zustande. Vollends irre ist dann die Vorstellung, man könne die Auffassung von unseren Bildungssystemen als “feindliche Systeme”, denen man sich so gut wie möglich entziehen muß, bei jenen modifizieren, die eine fundamentalistische Islamauffassung haben, die die Einflüsse der modernen Gesellschaft auf ihre Kinder für schädlich halten. Da können unsere Gutmenschen noch so sehr hoffen und beten, das wird nichts!

    Die Vergeblichkeit der Bildungsbemühungen jedenfalls wird von Sarrazin nicht wegen “dumm bleibt eben dumm, da helfen keine Bemühungen” konstatiert, sondern weil Wille zur Bildung nicht vorhanden ist und auch nur marginal durch Zwangs- oder Überredungsmaßnahmen hergestellt werden kann.

  79. Max Wedell schreibt am 3. September 2010 um 10:55

    P.S.

    obiges war @John Dean.

    Ergänzend möchte ich noch sagen, daß hinzu kommt, daß wir in D aus verschiedenen Gründen eine bildungsfeindliche Umwelt haben. Ohne das weiter ausführen zu wollen, nur mal einen kleinen Gedankenanstoß: Nehmen wir mal an, jemand hätte 1960 einem Lehrer folgende Frage gestellt: Was meinen Sie, wie würde die Bildungsleistung der Schüler und Schülerinnen sich entwickeln, wenn diese täglich 5 Stunden ihrer Freizeit zusätzlich belegen mit komplett bildungsfernen Aktivitäten? Die Antwort wäre klar gewesen: Negativ. Heute wird aber dieses Bildungshemmnis (gemeint sind die durchschnittlichen(!!!) für die elektronischen Medien bzw. Computerspiele verwendeten Zeiten, und mit “Bildung” meine ich hier nicht nur die schulische, sondern soziale, körperliche usw.) überhaupt nicht in der Debatte erwähnt, wahrscheinlich weil man (ähnlich wie beim Bildungswiderwillen) dahingehend sowies “einfach nichts machen kann”.

  80. John Dean schreibt am 3. September 2010 um 14:50

    @ Max Wedell

    Wie gesagt: Es ist ein sehr komplexes Thema. Mit dem Sarrazinschen Grobschnitt kommt man ihm nicht bei. Und Sie haben eine sehr entscheidenden Punkt angeschnitten, der sich tatsächlich vielfach bei Intensivtätern findet: Ein gewalttätiger, liebloser Vater und verwahrlosende Familienverhältnisse üben eine katastrophale Wirkung bei Kindern und Jugendlichen aus.

    Umgekehrt lohnt es sich, wenn Kinder folgendes erhalten:

    * Freude, Liebe und liebende Eltern
    * Ermutigung, auch zu Lernen und Bildung
    * Ein anspornendes soziale Umgebun
    * Gute Sprachausbildung
    * Eine integratives Umfeld, Freunde
    * Materiell ausreichende Versorgung
    * Die Befähigung, mit Rückschlägen umzugehen
    * Anregungen und gute Vorbilder
    * Erfolgserlebnisse
    * Ein Lehrpersonal, das an ihre Fähigkeiten glaubt und sie nicht diskriminiert

    (tatsächlich lassen sich Kinder um ganz beachtlich viele IQ-Punkte dumm machen, indem man sie für dumm hält und als Dumme behandelt - ein ganz fataler Effekt)

    => Die Liste kann noch verlängert werden - aber die oben aufgeführten Punkte scheinen, in Bezug auf die Intelligenzentwicklung, besonders bedeutend zu sein.

    Das Glaubensbekenntnis (z.B. von den Eltern iranischer Kinder) scheint hingegen keine Rolle zu spielen - wohl aber die vielfältigen und vielgestaltigen Formen von Glaubenspraxis, zu denen u.a. auch eine harte, autoritäre Erziehungspraxis gehören kann, welche nachweislich hemmend wirkt auf die Entfaltung der Intellgen von Kindern/Jugendlichen.

    Evangelikale Extremisten (die auch an das Schlagen von Kindern glauben als Beispiel einer guten Erziehungspraxis) und muslimische Extremisten nehmen sich da nicht unbedingt sehr viel.

    Man könnte sagen: Amerika hat ein größeres Problem mit Glaubensfundamentalismus als wir es haben. Aber: Das wäre nun wirklich ein anderes Thema - öffnet aber vielleicht den Blick dahin gehend, dass die Verhältnisse hierzulande nicht komplett hoffnungslos sind.

    Achja: Und die USA schneiden bei den diversen Bildungstest kontinuierlich schlechter ab als unser Land. Wer den Sarrazin-Müll von der zwangsläufigen Verdummung glaubt, die uns hierzulande blüht, der muss für die USA erst recht die übelsten Befürchtungen hegen.

    Ich tue das nicht.

  81. crackerjack schreibt am 3. September 2010 um 15:51

    Chaim schreibt

    “Kurz gesagt: der Bevolkerungsanteil der Türken, Araber und Mohammedaner in Deutschland braucht meinetwegen wirklich nicht größer zu werden. Warum auch? Und vor allem: wozu? Eine “Bereicherung” ist das ganz gewiß nicht.”

    GG der BRD

    Artikel 3

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Artikel 4

    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    du wirst dir wohl eine anders land suchen müssen chaim. Mit der deutschen verfassung wirst du auf jeden fall nicht glücklich werden.

  82. Chaim Levinson schreibt am 3. September 2010 um 17:14

    Mein lieber Crack-Jack, Sie sollten wirklich mal Ihre Deutschkenntnisse verbessern und dafür weniger Crack rauchen.

    Unerwünschte Einwanderer fernzuhalten ist nicht gegen das GG, da es keine Diskriminierung darstellt. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Einwanderung. Also kann auch niemand benachteiligt sein, wenn er nicht einwandern darf.

    Im übrigen nähern wir uns gerade der Situation an, daß es eine Diskriminierung in Deutschland bedeutet, wenn man, wie Sarrazin, als “Herkunftsdeutscher” seine Meinung äußert. Es wird mir jedoch eine edle Verpflichtung und edle Freude sein, die zentralen Äußerungen und Thesen Sarrazins weiter zu verbreiten. Da ich selbständig bin, kann mich auch niemand rausschmeißen.

    Sie verstehen?

  83. Max Wedell schreibt am 3. September 2010 um 19:30

    @John Dean,

    wieviele evangelische oder katholische “Extremisten” haben wir noch in unserm Land (in USA mag das anders sein)? Bei Muslimen ist aber der patriarchalische Stil nicht nur unbedingt in ganz streng religiösen Familien vorhanden, sondern auch in weniger religiösen… der Patriarchismus ist bei muslimischen Migranten eine kulturelle Gewohnheit, die vermutlich auch ohne Religion gelebt würde. Ebenso wie die verkorksten Ehrbegriffe, die ja auch hereinspielen, etwa wenn das Familienoberhaupt aufgrund seiner oft begrenzten Fähigkeiten in der deutschen Wissensgesellschaft ganz unten in der Arbeitswelt oder gleich ganz arbeitslos ist, so führt dies aufgrund der verkorksten Ehrbegriffe zu Schamgefühlen, die dann durch Gewalt gegenüber der Familie abreagiert werden (mit höherer Verbreitung als in den deutschen Prekariaten, wo dieses Phänomen aber sicher auch auftritt).

    Hier kann praktisch kaum etwas geändert werden, und am Patriarchismus schon gar nicht, selbst wenn es theoretisch möglich wäre, denn einen so weite Bereiche der alltäglichen Lebensinhalte überstreichenden kulturelle Gewohnheit ändern/umerziehen zu wollen auf hierzulande akzeptable Gewohnheiten wäre eindeutig keine Integration mehr, sondern Assimilation… und die zu verlangen ist ja gutmenschlich “verboten”.

    @Chaim,

    seien sie bitte vorsichtig. Als Selbstständiger werden sie Kunden haben, oder Firmen, die sie beauftragen. Auch die können entsprechend reagieren, wenn sie herausfinden, Geschäftsbeziehungen mit einem Sympathisanten Sarrazins zu haben.

    @crackerjack,

    in dem Moment, wo irgend ein Politiker ernst machen würde mit der im Raum stehenden Ankündigung, daß endlich mit mehr Nachdruck das Erlernen der deutschen Sprache erzwungen werden soll, und Nachdruck bedeutet, daß, wer sich weigert, Nachteile davon hat, können Sie Gift drauf nehmen, daß ein deutscher Gutmenschenkasper aus der Schachtel gesprungen kommt und mit dem Art. 3 wedelt: “Niemand darf wegen seiner Sprache benachteiligt werden.”, und am Ende deshalb ein System dabei herauskommt, bei dem jeder die deutsche Sprache lernen KANN… wenn er WILL… aber nicht zu dolle bitte, ein, zwei Wochenstunden reichen… sollten aber bezahlt werden mit 10 Euro die Stunde für jeden Teilnehmer, um die Schikane, diese Kurse gegen seinen Willen aufgedrückt zu bekommen, wieder auszugleichen. Wie sagte Bosbach gerade: “Fast ein Drittel derjenigen, die zu Sprachkursen verpflichtet wurden, [...] kommen nicht oder brechen den Kurs vorzeitig ab.”

  84. crackerjack schreibt am 3. September 2010 um 22:18

    @chaim

    Herkunftsdeutsch??? LOL. Was soll das nun wieder sein? In deutschland geboren also deutsch? Muß du einen türken, portugiesen oder kroate mit kommen, der biegt sich vor lachen. Gibts in der USA als “naturalization” nicht in deutschland. Hier brauchts eine deutsche mutter oder einbürgerung dürch die instanzen.

    Aber herkunftsdeutsch ist schon lustig. kling fast wie volksdeutsch und wiederrum nicht so gräßlich und ausschließlich wie deutschstämmig. Wo hast du das her und was soll es kategorizieren? Im land geborene einwandere wohl kaum, denn darüber würden sich fast alle türken freuen. Vielleicht im land geborene, erwünschte einwandere, sprich thilo und chaim? Das ist es wohl eher, oder?

    ……ach mein jüdischer freund, du machst dir das schöne leben so schwer. Einen schönen und erholsamen sabbat wünsche ich dir und die deinen.

  85. Chaim Levinson schreibt am 5. September 2010 um 08:38

    Max Wedell schreibt am 3. September 2010 um 19:30

    “Chaim, seien sie bitte vorsichtig. Als Selbstständiger werden sie Kunden haben, oder Firmen, die sie beauftragen. Auch die können entsprechend reagieren, wenn sie herausfinden, Geschäftsbeziehungen mit einem Sympathisanten Sarrazins zu haben.” -

    Danke, bin ich, aus Erfahrung. Oder von Natur aus, vielleicht sogar genetisch bedingt? Kleiner Scherz am Rande. - Zum Glück sucht man sich gelegentlich auch seine Kunden aus. Aus meiner Sympathie für den Menschen und den Autor Sarrazin mache ich keinen Hehl, ich dränge das aber auch niemandem auf, wenn es nicht zum Thema paßt.

  86. Chaim Levinson schreibt am 5. September 2010 um 13:22

    crackerjack #84

    Das Wort “herkunftsdeutsch” stammt von dieser komischen Museltusse Foroutan, die mir bei Maybritt Illner zum ersten Mal begegnete. Die hat dieses Wort verwendet. Es war also nicht mein Wort, sondern ein Zitat. Normalerweise muß man so etwas nicht erklären…

    Ich schreibe gerade eine kleine Reihe über “Die Hitliste der deutschen Dumm-Talker… (1) Maybritt Illner, konzeptlos und einfältig…”
    http://www.onlinezeitung24.de/article/3701 (noch nicht veröffentlicht, aber Sie können sich den link ja schon mal speichern…

    Ein Auszug für Sie vorweg: “In der Sendung am 2. September 2010 jedenfalls wäre die Moderatorin fast nicht vernetzt in der grafischen Darstellung, dafür jedoch die mohammedanische Exil-Iranerin Dr. Naika Foroutan, die weder Henryk Broder noch Roger Köppel zu Wort kommen ließ und auch nicht ansatzweise von der Pseudo-Moderatorin Maybritt Illner in die Schranken gewiesen wurde. Nebenbei war es aber insofern informativ und lehrreich, als ich ausgerechnet von dieser dominant-aggressiven Dame den mir bis gestern unbekannten Ausdruck „Herkunftsdeutscher“ hören mußte. Toll…! Bei Google findet sich dazu noch nichts, aber in der nächsten Duden-Ausgabe ist der Begriff sicher bereits etabliert. – Wie in 1984 beschrieben: Gehirnwäsche geht immer über die Sprache!”

  87. crackerjack schreibt am 6. September 2010 um 00:05

    @chaim

    das geschreibsel über illenr kannst du dir ersparen. Niggemeyer hat den vögel abgeschossen….;-) ;-)

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/henryk-m-broder/

  88. crackerjack schreibt am 6. September 2010 um 00:09

    p.s

    laß cracker auch ein rubrik in deine zeitung schreiben, bitte, bitte. So - “crackers world” oder “life on planet cracker” da freuen sich bestimmt alle…..eine gegenmeinung ist immer gut, so zum auflockern und bei meinem deutsch, nimmts sowieso kein mensch so richtig ernst. Na, was meinst du?

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