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74 Tage Westerwelle

Guter Mann im falschen Amt (links)

Guter Mann im falschen Amt (links)

Guido Westerwelle ist seit dem 28. Oktober 2009 Bundesaußenminister und Vizekanzler. Es müssen nicht die klassischen 100 Tage abgewartet werden, um festzustellen, dass sich unerfreuliche Tendenzen in der deutschen Aussenpolitik abzeichnen. Es ist definitiv noch zu früh, die Frage zu beantworten, ob ihre Ursachen in Naivität oder kalkuliertem Opportunismus zu suchen sind. Zweifelsfrei ist aber, dass etwas gehörig schief läuft, wenn die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth Westerwelle attestiert, er habe „vernünftig und mit Weitblick agiert“. Einen zuverlässigeren Kompass dafür, dass genau das Gegenteil richtig ist, hat die deutsche Politik kaum aufzubieten (wenngleich es eine Reihe von Kandidaten gibt, die Madame das Wasser reichen können).

Guido Westerwelle ist ein Politiker mit erheblichen Talenten und beeindruckender Sachkunde. Diese Fähigkeiten bestehen beispielsweise darin, die liberalen Gedanken und Grundsätze von Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft im Rahmen einer demokratischen Gesellschaftsordnung plausibel und überzeugend darzulegen. Seine politischen Stärken liegen im Bereich der Steuer- und Wirtschaftspolitik, beim Abbau von Bürokratie und Überregulierung. Ein Superministerium aus Finanzen und Wirtschaft, in das Westerwelle den kongenialen Friedrich Merz holt, hätte der Bundesrepublik eine Initalzündung versetzen können. Hier hätte Westerwelle sachkundig und souverän agieren können. Und etwas bewegt.

Mit der jetzigen Ämterverteilung präsentiert sich Schwarz-Gelb hingegen als eine mittelmäßige führungslose Truppe, die sich regelmäßig vor den Querschlägern des irrlichternden bayerischen Amokläufers Horst Seehofer wegducken muss.

Als Westerwelle seinem lang gehegten Wunsch nachgab, Aussenminister zu werden, hat er sich für sein Ego, aber gegen seine Talente entschieden. Und auch gegen das Land, dem er im Amt dienen muss. Westerwelle wirkt nicht, als wäre er der Aufgabe gewachsen. Gibt er Erklärungen ab, fehlt ihm jede Authentizität. Er tritt nicht mit Autorität auf, er wirkt unsicher, unerfahren,  wie jemand, der Aussenpolitik im Amt lernen muss.

Westerwelles erster kapitaler Fehltritt war sein Eintreten für den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus der Bundesrepublik. Albernes Polittheater, Schauspielerei. Die Bestrebungen sind umso abwegiger, als Deutschland in der Tat eine gewichtige Rolle bei der Bekämpfung von Proliferation in Sachen Iran spielen kann und muss. Die Mullahs sind eine (lebens-) gefährliche, amoklaufende Mörderbande und Deutschland ist ihr wichtigster Handelspartner. Hier hätten klare Worte Westerwelles Eindruck gemacht. Stattdessen ein lauwarmer Aufguss von Obamas alberner Prager Rede, über die der französische Staatspräsident Sarkozy zutreffend bemerkte: „Nichts als Rhetorik…heiße Luft. Das war keine Rede über die amerikanische Sicherheitspolitik, sondern ein Exportmodell zur Imageverbesserung“.

Während die Amerikaner nach überlangem Hin und Her ankündigen, 30.000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken (die, wenn es nach dem Präsidenten geht, nach Eintreffen sogleich wieder abgezogen werden sollen), stellt sich Westerwelle gegenüber der Mission und den deutschen Bündnisverpflichtungen quer. Der Friedensminister fabuliert etwas von weiterer Polizeiausbildung, mehr Entwicklungshilfe und anderen zivilen Aufbaumaßnahmen, während die Amerikaner mit Spezialkräften in und um Kunduz aufräumen. Blamabel und peinlich. Westerwelle hat die ganz elementaren Erkenntnisse der erfolgreichen Irak-Strategie (Counterinsurgency – COIN) von General Petraeus nicht verstanden. Alle zivilen Maßnahmen sind unnütz ohne Sicherheit für die Bevölkerung. Mit ihr steht und fällt die gesamte Mission. Gerne können die Bundeswehrsoldaten Mädchenschulen anpinseln und Gräben ausheben. Aber vorher muss sich – auch die Bundeswehr – der Taliban „annehmen“. Sich hier zu entziehen, ist gegenüber den Afghanen und den Bündnispartnern und vor der eigenen historischen Verantwortung nicht vertrebar.

Ich glaube allerdings nicht, wie hier und dort gemutmaßt wird, dass diese Haltung von Westerwelle aus Opportunismus aufgrund der Unbeliebtheit des Krieges in Afghanistan eingenommen wurde. Ich habe mich vor einigen Jahren auf dem Geburtstag eines gemeinsamen Bekannten länger mit ihm über den Einsatz in Afghanistan und das Wegducken der Bundesrepublik vor Kampfeinsätzen, die man lieber anderen überliess, unterhalten. Schon damals sah er seine erste Pflicht darin, „die deutschen Soldaten zu beschützen“.

Wie man mit dieser Haltung einen Krieg gewinnen will, blieb unklar.

Bei seinem Besuch in der Türkei hat Westerwelle Staatschef Erdogan relativ deutlich zu verstehen gegeben, dass er für eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU eintrete.  Die Türkei ist für den Westen verloren. Einst als Apothese einer zuverlässigen pro-westlichen Demokratie dargestellt, hat die Türkei zwischenzeitlich die westliche Allianz faktisch verlassen und ist Vollmitglied der Achse Iran-Syrien-Hizbollah-Hamas geworden. Die Feindseligkeit gegenüber Israel und die Fürsorglichkeit gegenüber Syrien und der Hamas sind dabei nicht neu. Seit der Machtübernahme von Erdogans AKP findet ein Abdriften in die radikale islamische Welt statt. Im Februar 2006 empfing der Anti-Semit Erdogan als erster Staatschef die Führer der Terrororganisation Hamas im Rahmen eines offiziellen Staatsbesuchs. Die Türkei schmuggelte im gleichen Jahr iranische Waffen an die Hisbollah, die sich im Krieg mit Israel befand. Während Israels Krieg gegen die Hamas im Gaza-Streifen schlug sich die Türkei auf die Seite der Terroristen und fordete den Ausschluß Israels aus der UNO. Die Türkei unterstützt das iranische Atomwaffenprogramm, lässt al Qaida-Finanziers unbehelligt wirken und kooperiert militärisch mit Syrien. Der militante Islam ist in der Türkei seit langem, von der AKP unterstützt, auf dem Vormarsch (im Militär, in der Wirtschaft, in den Gerichten und den Medien).

Die Türkei ist für den Westen verloren und hat in der EU keinen Platz.

Viele Fehler in 74 Tagen. Das Westerwelle seine Positionen korrigiert, glaube ich nicht.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2010

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Januar 2010

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 47 | Print This Post Print This Post

Thema: Islam, Naher und Mittlerer Osten, Nato, Terrorsponsoren, USA
  1. Reinhard Pantke schreibt am 9. Januar 2010 um 21:44

    Mein lieber Scholli Herr Steinhöfel!
    Wenn wir Sie nicht hätten, bräuchten wir wir fast so etwas wie PI oder kewil…

    Meine Hochachtung.

  2. Eckhardt Kiwitt schreibt am 9. Januar 2010 um 22:52

    Guido Westerwelle hat m.E. die großen Linien der deutschen wie der europäischen Außenpolitik noch nicht verstanden als da sind :

    – Vertretung der Interessen seines Landes und der Interessen der Bürger seines Landes nach außen !

    – Vermittlung zwischenstaatlicher Interessen zum eigenen Vorteil.

    – Verteidigung der Rechtsnormen und der Werte Europas — Stichworte “Internationale Deklaration der Menschenrechte” sowie “Europäische Aufklärung” ! — weltweit.

    Eckhardt Kiwitt, Freising
    http://islamprinzip.wordpress.com/about

  3. mickaela schreibt am 9. Januar 2010 um 23:05

    Treffer. Versenkt!

  4. rika schreibt am 9. Januar 2010 um 23:51

    So gut würde ich es auch gerne benennen können!

    Auf mich wirkt Herr Guido wie ein kleines Kind in der Trotzphase, das mit den Füßen aufstampft und greinend “Ich will aber” plärrt, ohne allerdings wirklich zu wissen, was es will.
    Und Frau Kanzler (von manchen Zeitgenossen auch Mutti genannt) lässt das Kind gewähren…
    Man fragt sich, wie lange das noch gut gehen kann….

  5. dhimmideutschland-nein-danke schreibt am 9. Januar 2010 um 23:59

    Es ist alles gesagt - super!

  6. Westerwelle macht den Obama « Zeitung für Schland schreibt am 10. Januar 2010 um 00:01

    [...] eines solchen Taktgefühls ist Joachim Steinhöfel zuzustimmen, wenn er über Westerwelles Besuch in Saudi-Arabien schreibt: Zweifelsfrei ist aber, dass etwas gehörig schief läuft, wenn die Grünen-Vorsitzende Claudia [...]

  7. ap schreibt am 10. Januar 2010 um 01:50

    @Reinhard Pantke: Und wer bitte sind wir? Ich könnte auf solche Denkanstöße gern verzichten, zumal ich schon am Wahlabend bedient war. :-)

  8. Dolf schreibt am 10. Januar 2010 um 02:54

    Du liebe Güte,
    nicht in ALLEM ist dieser neue “Außenminister” zu verdammen. Ähm, zumindest, wenn er denn kein “Außenminister” wäre.

    In seinem Handeln und Propagieren beweist er sich jedenfalls als wackerer Deutschland-Beauftragter der Polen, der Franzosen und jedem sonst wie gelegenen Land. Mit Ausnahme dieser ekelhaften Täter-Nation, versteht sich.

    Guido möchte die Türken in der EU (= endgültige Bankrotterklärung)?

    Fein! Mögen sie die Macht übernehmen und ihn dorthin befördern, wohin… [Text gekürzt, JS].

  9. Otto schreibt am 10. Januar 2010 um 07:59

    “Die Türkei ist für den Westen verloren und hat in der EU keinen Platz.”

    Das wissen natürlich auch sämtliche EU-Bürokraten, Merkel, Sarkozy etc. Dennoch betreiben sie ganz offensichtlich den Beitritt. Wer traut sich zu sagen, warum?

  10. Justus schreibt am 10. Januar 2010 um 12:35

    Westerwelle als Aussenminister?! Eine Katastrophe in jeder Beziehung. Wer in Polen so kuscht und der Türkei den Beitritt offeriert, hat den geleisteten Amtseid nicht verstanden. Man schämt sich für ihn. DEN haben wir wirklich nicht verdient.

  11. Volker schreibt am 10. Januar 2010 um 13:57

    Mein lieber Herr Steinhöfel. Magnificus! Eine Zusammenfassung, sehr gelungen und exakt auf die wesentlichen Punkte beschränkt. Besser hätte man es nicht schreiben können. Für mich Anlass genug Ihre Seite nun öfters zu besuchen.

  12. lebowski schreibt am 10. Januar 2010 um 15:31

    Wieso hat Westerwelle wohl der Türkei eine Vollmitgliedschaft im “wohlverstandenen” deutschem Interesse in Aussicht gestellt? Die exportorientierte deutsche Wirtschaft braucht neue Märkte! Da käme die große Türkei gerade richtig. Und ob die Türkei ins islamische Lager abdriftet, interessiert in den Vorstandsetagen keine Sau. Und von denen kriegt Westerwelle seine Anweisungen.

    “Diese Fähigkeiten bestehen beispielsweise darin, die liberalen Gedanken und Grundsätze von Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft im Rahmen einer demokratischen Gesellschaftsordnung plausibel und überzeugend darzulegen.”

    Mit Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung kann man blöderweise keine kapitalistische Wirtschaft am Laufen halten. Dazu braucht man dummerweise noch Absatzmärkte und Rohstoffe. Deshalb war die Anbiederung an Erdogan und islamische Despoten kein Fehler sondern nur konsequent.

  13. Sebastian schreibt am 10. Januar 2010 um 15:49

    Vollkommen richtig, Westerwelle hat sich bereits in kurzer Zeit als Totalausfall erwiesen. Der Ausverkauf deutscher Interessen geht also weiter. Leider befindet er sich in diesem Schreckenskabinett in bester Gesellschaft. Seit Helmut Schmidt hatte Deutschland keinen guten Kanzler mehr. A. Merkel ist nur ein weiterer Irrtum der Geschichte. Die Gründung einer konservativen patriotischen Partei der Mitte ist in Deutschland längst überfällig und hätte beträchtliches Wählerpotential. Wäre das nichts für Sie?

  14. Walter Idler schreibt am 10. Januar 2010 um 16:42

    Wir brauchen wirklich eine konservative und patriotische Partei, da hat Sebastian recht. Danke Herr Steinhöfel für Ihre klare Sicht !

  15. M. Manie schreibt am 10. Januar 2010 um 19:05

    Ach, Herr Steinhöfel, was haben unsere Soldaten in Afghanistan zu suchen? Und welche sog. ‘Bündnisverpflichtungen’ sollen wir befolgen? Sollen wir nun auch noch jubelnd als Hilfsvolk der USA in Kriege ziehen, ausgesprochen fremde Angelegenheiten vertreten und buchstäblich mit unserem Gut und Blut ‘blechen’?

    Weltmacht spielen ist eben teuer und auch gefährlich, liebe US-Amerikaner! Holt eure heißen Kartoffeln also gefälligst selbst aus dem Feuer! Und bezahlt auch selbst die Musik, die ihr bestelltet!

    Schon vergessen, dass es bei dem ganzen Afghanistan-Kram ursprünglich um die selbst heran gezogenen Halunken (Verbündete) der USA ging und geht? Schon vergessen, dass die USA sich mit den Taliban-Banditen ursprünglich wegen einer Ölleitung durch deren Herrschaftsbereich verzankten? Schon vergessen, dass der blödsinnige Irak-Krieg mit unsäglicher Verlogenheit begründet wurde (angebl. Massenvernichtungswaffen, El-Khaida-Unterstützung usw.: Alles nachweislich Quatsch!), wobei es nüchtern gesagt nur um den Zugriff auf die Ölvorkommen dort geht?

    Unsere Sache (Interesse)? - Von wegen! Leckt uns mal kreuzweise… wo auch immer…

  16. Zitate! « abseits vom mainstream – heplev schreibt am 10. Januar 2010 um 19:14

    [...] aufzubieten (wenngleich es eine Reihe von Kandidaten gibt, die Madame das Wasser reichen können). Joachim N. Steinhöfel, 09.01.10 über „74 Tage Westerwelle“ (als [...]

  17. Albrecht Klein schreibt am 11. Januar 2010 um 21:40

    Man kann darüber diskutieren, wie viele Türken sich im Falle einer Vollmitgliedschaft der Türkei (und nach dem Ablauf einer Übergangsfrist) auf den Weg in den gelobten Westen machen und wie viele Billionen der Aufbau der Türkei (die außerhalb der Ballungs- und Touristengebiete irgendwo zwischen Mittelalter und Jungsteinzeit ist) kosten würde - nur eines ist klar: Spätestens das würde Deutschland endgültig das Genick brechen. Und die Betonung liegt hierbei auf “endgültig”, denn im Gegensatz zu zwei verlorenen Weltkriegen würde sich das Deutschland, das wir kennen, davon nicht mehr erholen. Und das ist auch Guido Westerwelle klar. Die entscheidende Frage ist nur: Warum will er trotzdem die Türkei in die EU holen? Mir fällt dafür keine vernünftige Erklärung ein.

  18. crackerjack schreibt am 12. Januar 2010 um 16:06

    sehr geehrte herr steinhoefel,

    wie man mit ihre haltung einen krieg gewinnen will bleibt unklar.

    Dem wünsch der führungsmacht usa nach mehr truppen zu folgen, gleichzeitig aber deren wunsch nach eine bessere einbindung der für den kriegslogistik und strategischen zugriff auf der region unerläßliche turkei abzuschlagen, macht keinen sinn.

    Westerwelle handelt verantwortungsvoll, denn eine isolierte türkei wiederspricht westliche interessen.

    Gegen die nato kaserne türkei laßt sich der nachschub für afghanistan und iraq nicht bewältigen und unsere truppen wären auf unsichere basen in russland oder deren nachfolger g.u.s marionetten republiken angewiesen.

    Gegen die türkei läßt sich keine befriedung oder konsolidierung in iraq erreichen.

    Gegen die türkei laßt sich keine glaubwürdige bedrohung gegen iran aufbauen.

    Gegen die türkei läßt sich kein ernsthafter militärischer auseinandersetzung mit den iran bewerkstelligen.

    Gegen die türkei bleibt das schwarze meer geschlossen für georgien, die ukraine, moldawien, dagestan, aserbeischen u.s.w, wobei diese sich dann zwangslaüfig richtung russland orientiern müßten.

    Einen verbündeten dieser wichtigkeit mitten im konflikt die freundschaft aufzukündigen kommt einem militärischen selbstmord gleich.

    Das zumr aktuellen.
    Ferner sollte man beachten - Die türkei ist gründungsmitglied der nato und hat als erste mitglied US atomwaffen auf ihren territorium stationiert. Die türkei ist ihre bündnissverpflichtungen, auch gegenüber deutschland, immer treu geblieben und hat dadurch west europa gegen die sovietische expansion geschützt. Während des ersten golf krieges stellte die türkei die luftbasen zur verfügung auf denen deutsche “kampfpiloten” sich krank meldeten um den einsatz zu entgehen. Während die heldenhaften anti- minaretten schweizer das gold der saudi islamisten horten, stapeln sich in anatolien unsere granaten und bomben gegen die islamisten.

    Wenn die türkei “..für europa verloren ist..”, dann ist dieser krieg für europa verloren.

  19. andrej schreibt am 13. Januar 2010 um 22:40

    mein allerliebster cracker,

    eines hast Du in Deiner Aufzählung der türkischen Glanztaten für die NATO weder erwähnt, noch irgendwie eingeordnet. Darum bitte ich Dich, dass nachzuholen: Was die NATO von solchen Statements?
    “”THERE is no doubt he is our friend,” Turkey’s Prime Minister, Recep Tayyip Erdogan, says of Iran’s President, Mahmoud Ahmadinejad, even as he accuses Israeli Foreign Minister Avigdor Lieberman of threatening to use nuclear weapons against Gaza. ”
    http://www.theaustralian.com.au/news/world/turkey-embraces-its-islamic-friends/story-e6frg6ux-1225791870102
    Und wo ist der Nutzen für die NATO von solchen Aktionen:
    “The second event took place on October 13, when Syria’s Foreign Minister, Walid al-Moallem, announced that Turkish and Syrian forces had just “carried out manoeuvres near Ankara”.”
    Ist Syrien jetzt irgendwie auch Beitrittskandidat des westl.Bündnisses?
    Kommen die auch in die EU?

  20. crackerjack schreibt am 15. Januar 2010 um 18:43

    …und trotzallerdem…..selbst israel legt großten wert auf eine ungetrübte partnerschaft zur ankara, wie avigdor liebermann diese woche schmerzhaft erfahren mußte als das jerusalemer politish/militärisches establishment das außenamt zwang gleich mehrmals ablassschreibe richtung ankara zu senden wobei ayalon artig den diener machte.

    jenseits der blogs, meinungsmache , hysterie und agitation existiert eine reale welt der wirtschaftlichen und sicherheits interessen. Wer beide nicht auseinander zu halten vermag erleidet schiffbruch,wie freund avigdor im falle türkei soeben erfahren hat.

  21. andrej schreibt am 18. Januar 2010 um 00:29

    schön, cracker, wo du von wirtschaftl. interessen sprichst:
    da bist du sicher der erste, der erklären kann, was die eu für vorteile einer türkischen vollmitgliedschaft hätte. denn ma’ los, min jung…

  22. Türkei in die EU? « Nach der Wahrheit graben schreibt am 19. Januar 2010 um 10:38

    [...] via steinhoefel.de [...]

  23. crackerjack schreibt am 19. Januar 2010 um 13:04

    @andrej

    offene warenverkehr, offene märkte nur darum gehts….. anbindung der märkte georgiens, der ukraine, armeniens und den gesamten kaukasus und ehemaligen soviet gebiete. direkt zugang zur energiereserven iraqs, irans und im kaukasus. Kontrolle der dardanellen und somit des gesamten schwarzmeer raumes.

    nicht umsons drängt die usa darauf dass der westen hier stellung bezieht bevor sich russland, iran oder andere hier breitmachen.

  24. andrej schreibt am 19. Januar 2010 um 17:51

    gut, cracker, dass noch keiner den ländern, in die 2007 15% der deutschen exporte gingen, gesagt hat, dass sie gar nicht in der eu sind - sonst könnten wir da ja gar nichts mehr hin exportieren…

    “anbindung der märkte georgiens, der ukraine, armeniens ?” warum dann nicht durch eu-mitgliedschaft von georgien, der ukraine, armeniens?
    ich denke, sie würden ja auch nicht statt der angebeteten ihre nachbarin heiraten wollen, damit es komplzierter wird!

    “direkt zugang zur energiereserven iraqs, irans und im kaukasus.”
    gehören diese länder der türkei? ist der sultan wieder in istanbul???

  25. crackerjack schreibt am 20. Januar 2010 um 02:09

    @andrej

    …wie willst du georgien, der ukraine oder armenien in der eu aufnehmen wenn keinerlei geographische grenzen vorhanden sind? luftbrücke?

    energie, ob flüssig oder als gas laüft bekanntlich durch pipelines.

    du brauchst dringen ein atlas andrej. südost europa und nahen osten anschauen,da wird dir einiges kalr werden

    und ob der sultan demnächst wieder in istanbul sitzt wird sich noch zeigen. die neuen neo-osmanischen bestrebungen in der turkische aussenpolitik finden reichlich gehör und unterstützung in der moslemischen nahen osten die nur zu gern die schwäche der usa ausnützen würden um deren strategische dominanz in der region zu schwächen.

    die traurige wahrheit….in der jetzigen situation brauchen die türken nicht der eu sondern der eu und der westen die türken.

  26. Albrecht Klein schreibt am 20. Januar 2010 um 10:30

    crackerjack schreibt:
    “die traurige wahrheit….in der jetzigen situation brauchen die türken nicht der eu sondern der eu und der westen die türken.”

    Die Türkei ist ein Schwellenland, das ohne EU-Transferleistungen und IWF-Kredite schon längst zahlungsunfähig wäre.

    Die Türkei entwickelt sich immer schneller zu einem mittelalterlichen Gottesstaat zurück und hat gerade wieder ihre Freundschaft zu lupenreinen Demokratien wie dem Iran, Syrien und deren Helfershelfern von Hamas und Hizbollah entdeckt. Die EU wird nur benötigt, um den Aufbau des völlig heruntergewirtschafteten Landes (”kranker Mann am Bosporus”) zu bezahlen und im Gegenzug dafür deren bildungsferne und gewaltbereite soziale Unterschicht (”Youth Bulge”) aufzunehmen.

  27. andrej schreibt am 20. Januar 2010 um 11:50

    jetzt wird es aber lustig, Cracker.
    Die Ukraine grenzt an folgende EU-Mitgliedsstaaten:
    Polen, Rumänien, Slovakel, Ungarn

    Griechenland war jahrelang in der EU, ohne eine gemeinsame Landgrenze zur Union zu haben. Ein Schicksal, das auch Malta heute noch tragen muss - ohne, dass das irgendwie stören würde.

    Und google mal, was der ehemalige Aussenminister Fischer heute beruflich macht. Nach Deinen Worten ist er dann wohl Berater beim Betreiberuntenehmen einer Pipeline, die gar nicht existieren kann.

    Und klar, für die EU gibt es ja keine schöneren Ziele als über die Türkei an den Konflikten des Nahen Ostens und Zentrasiens beteiligt zu werden. Interessant wär auch, wenn die Erwähnung des Völkermords an den Armeniern ausgerechnet in D wie in der Türkei unter Strafe gestellt würde.

    Was mich zu der Frage bringt, wo die Türkei eigentlich auf wirtschaftl. und politischem Gebiet auch nur annähernd “beitrittsreif” sein soll?

    Wenn es nur um Export geht können wir ja auch China aufnehmen. Riesenmarkt, das wiegt schwer - kleines Demokratiedefizit, Zensur, finsteres Strafrecht, who cares, nobody is perfect! Oder Iran, die haben Öl. Aber wenn wir die Türkei mit Ihrer jetzigen Nadelstreifen-Islamisten-Regierung aufnehmen, sind wir mit Ahmadinedschad ja eh schon irgendwie verschwägert!

  28. crackerjack schreibt am 20. Januar 2010 um 14:54

    @andrej

    “…….für die EU gibt es ja keine schöneren Ziele als über die Türkei an den Konflikten des Nahen Ostens und Zentrasiens beteiligt zu werden….”

    ..die europäer könnten natürlich, wie gehabt, die sicherheitsverpflichtungen vor der eigenen haustür, den amerkanern und briten überlassen. - das vordringen russland in die ehemaligen soviet gebieten,kurdenkonflikt, berg karabach, georgien, krim, die ausbreitung radikal islamisten im kaukasus und zentral asien, iraqs zerfall, syriens vordringen in libanon, irans hegemonialbestrebungen und nuclear poker …u.s.w. übrigen alles konfikte in der die türken z.zt ganz vorn diplomatisch mitmischen.

    “…..die Türkei mit Ihrer jetzigen Nadelstreifen-Islamisten-Regierung…” ? nonsense. dann wären Cdu und Csu nadelstreifen christen regierungen. die türkei hatt, zusammen mit frankreich,die fortschritlichste und weitreichenster lazistische verfassung europas. volle trennung von religion und staat.

  29. andrej schreibt am 20. Januar 2010 um 17:34

    Cracker…also bitte…
    “die türkei hatt die fortschritlichste und weitreichenster lazistische verfassung europas”, alles klar, Cracker, und mohammed ist ihr prophet.
    z.T. Religionsfreiheit in der Türkei z.B. hier:
    “Offiziell herrscht Religionsfreiheit

    Angesichts solcher Gewaltexzesse erscheint die Situation der christlichen Gemeinden in der Türkei als weniger gefährdet, wenngleich sich in den letzten Jahren grausame Morde an Priestern, Ordensschwestern und Missionaren durch fanatische Sunniten häuften.

    Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit – aber noch immer gibt es zahlreiche Beeinträchtigung, so das staatliche Verbot, Pfarrer und Religionslehrer auszubilden. Christliche Studenten können Theologie heute nur noch an islamisch-theologischen Fakultäten studieren, und Pfarrer müssen türkische Staatsangehörige sein oder sich als Diplomaten ausweisen. Auch die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert, Enteignungen von Kirchengütern noch immer Praxis.
    Christen werden gegenüber Muslimen, die uneingeschränkte Kultusfreiheit genießen, grundsätzlich benachteiligt: Bibeln und religiöse Traktate dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden, Prozessionen und christliche Straßenfeste sind verboten, die Behörden erteilen christlichen Rundfunksendern grundsätzlich keine Lizenz.”
    http://www.welt.de/politik/ausland/article5436121/Das-schwere-Los-der-Christen-im-Islam.html

    Dieses Land hat es übrigens for lauter Fortschrittlichkeit fertiggebracht, seinen einzigen Nobelpreisträger wg. “öffentlicher Herabsetzung des Türkentums” (was ist denn das für ein Straftatbestand, Cracker???) vor Gericht zu zerren. (http://www.boersenblatt.net/94566/)
    Ganz grosses Kino.

  30. crackerjack schreibt am 21. Januar 2010 um 12:37

    @andrej

    ..immer ruhig blut mit “christenverfolgung”….die tatsachen…

    während der letzten jahre haben christliche allierten allein im iraq (völkerrechtswiedrige, auf falsche behauptungen geführte krieg), zahllose moscheen zerstört oder unbrauchbar gemacht, zehn tausende moslems getötet und millionen in die flucht getrieben. Zusätzlich wurden die museen und ausgrabungsstätte mesopotaniens zur plunderung freigegeben. eine historische zäsur, die nicht einmal die mogolenhorden fertig brachten. In afghanistan haben die christlichen allierten , nach eigenen fagwürdigen angaben, nur letztes jahr 2600 unbeteiligte moslemischen zivilisten getötet. us truppen in bagdad, polen in kirkuk, briten in basra, georgier in herat, bulgaren in kirkuk, deutsche in masar el scharif……früher kamen die christen als kolonialisten, dann als imperialisten und nun als zivilisatoren. ein schelm wer da böses denkt?

    …gleichzeitig erreicht die islamobhobe hysterie in europa immer neue höhen, wobei zahlreiche politische bewegungen entstehen deren agenda einzig auf bekämpfung der moslemischen minderheiten bestehet. moslembashing gehört mittlerweile zum fuelliton mainstream und ein moschee neubau dürfte, dank die wilders, giordanos und broders, bald politisch undurchführbar sein.

    …..und da wollen wir die türken belehren???

  31. andrej schreibt am 21. Januar 2010 um 15:30

    achso, wilders steht vor gericht, weil er zum mainstream gehört - wer hätte das gedacht!

  32. andrej schreibt am 21. Januar 2010 um 15:36

    eins noch, Cracker: Ne rein technische Frage. Wie sollten irgenwer z.Zt. der Mongolen die Ausgrabungsstätten plündern/plündern lassen, 700 Jahre bevor irgendwer die ausgegraben hatte?
    Haben die den Maulwürfen, Kellerasseln und Regenwürmern das Plündern bei Todesstrafe verboten?

  33. crackerjack schreibt am 21. Januar 2010 um 18:23

    aber was ist jetzt mit deinen verfolgten und unterdrückte christenheit?
    wann bekommen wir eine geschichtliche aufarbeitung der christlichen genozid an den nationen nord und süd amerikas und deren fortdauender ausbeutung und unterdrückung? wann eine aufarbeitung der christlicen genozid an den völkern australiens, neu seelands und deren fortdauender ausbeutung und unterdrückung. wann geben die christlichen nationen die geraubten kulturschätze sämtliche kulturen dieser erde zurück die in ihren imperialen museen gehortet sind? wann folgt eine christlich wiedergutmachung für jahhunderte der ausbeutung, raub und massenmord in sämtliche kontinente und kulturen dieser erde? wo bleiben die holocaust denkmäler für die völker afrikas, amerikas und australiens?

    und da kommst du mit armenien? gehts um genozid und ausbeutung stellen die christen die meistern und gesellen, da sind die moslems blos lehrlinge.

  34. andrej schreibt am 22. Januar 2010 um 14:35

    Man, Cracker, diese schwarz-weiß-Malerei ist ja selbst unter Deinem normalen Niveau.
    Aber gut, ich steig mal drauf ein:
    Australien, NZ, Afrika:
    Ok, Australien und Neuseeland sind fast geschenkt, Cracker. Der Umgang mit den Aboriginines und den Maori ist sicher kein Ruhmesblatt für die Europäer. Wären diese Länder von Muslimen entdeckt worden, wäre sicher wenigstens nach der Genfer Konvention gehandelt worden. Oder aber nach Sure 9, Vers 5:
    “Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! ”
    (http://islam.de/13827.php?sura=9)
    Aber Afrika??? Das war wohl doch ein Eigentor, Cracker. Ok, es gab europäischen Sklavenhandel mit afrikanischen Sklaven von ca 1500 bis ins 19. Jahrhundert. Auch kein Ruhmesblatt.
    Aber:
    “Black Africans were transported to the Islamic empire across the Sahara to Morocco and Tunisia from West Africa, from Chad to Libya, along the Nile from East Africa, and up the coast of East Africa to the Persian Gulf. This trade had been well entrenched for over 600 years before Europeans arrived, and had driven the rapid expansion of Islam across North Africa.”
    “Slaves were obtained through conquest, tribute from vassal states (in the first such treaty, Nubia was required to provide hundreds of male and female slaves), offspring (children of slaves were also slaves, but since many slaves were castrated this was not as common as it had been in the Roman empire), and purchase. The latter method provided the majority of slaves, and at the borders of the Islamic Empire vast number of new slaves were castrated ready for sale (Islamic law did not allow mutilation of slaves, so it was done before they crossed the border). The majority of these slaves came from Europe and Africa — there were always enterprising locals ready to kidnap or capture their fellow countrymen.”
    http://africanhistory.about.com/od/slavery/a/IslamRoleSlavery01.htm
    Naja, als Nachsatz noch:
    “In Saudi-Arabien gab es bis in die 1930er Jahre öffentliche Sklavenmärkte. 1956 berichteten Zeugen von einem öffentlichen Sklavenverkauf in Dschibuti, bei dem angeblich aus Tschad stammende Menschen verkauft wurden. 1924 wurde die Sklaverei im Irak offiziell abgeschafft, 1937 in Bahrain, 1949 in Kuwait und 1952 in Katar. Im Jemen wurde die Sklaverei nach dem Sturz der Monarchie 1962 abgeschafft. Im selben Jahr erfolgte die Abschaffung durch Prinz Faisal in Saudi-Arabien, wo aber von den 100.000 bis 200.000 größtenteils afrikanischen Sklaven nur einige Tausend sogleich freigelassen wurden. In Oman schaffte Sultan Qabus ibn Said die Sklaverei im Zuge einer allgemeinen Modernisierung des Landes ab.[6]”
    http://wapedia.mobi/de/Ostafrikanischer_Sklavenhandel
    “The authorities in Mauretania have abolished slavery many times, most recently in 1980. The government admits hundreds of thousands of “ex-slaves” do unpaid work for clothing and food, but deny this is slavery. Slaveholders argue that their slaves are not really slaves, but “collateral” held against the compensation owed by the government under the 1980 law. Where ex-slaves have been able to farm a piece of land, many of the slaveholders are “reacquiring” it because they think a future government will enforce the 1980 law. No slaveholder has ever been punished.”
    http://www.wsws.org/articles/1999/sep1999/slav-s09.shtml

  35. andrej schreibt am 22. Januar 2010 um 14:48

    Ok, weiter. Kulturschätze:
    Sicher, man kann darüber streiten, ob Kulturschätze anderer Länder in Museen in Paris, London und Berlin gehören, oder an ihren Ursprung. Man kann mit Kulturschätzen aber auch so umgehen wie hier z.B. im Iran:
    “villagers swarmed along the banks of the Halil River in search of 5000 years old antiquities. They carefully divided the area into six square meters lots so each family would have a fair chance to strike it rich. And they did. For the next three years archaeologists could only watch hopelessly thousands of looters digging up objects of incomparable beauty of the civilization which once must have been equal to Mesopotamia and Egypt.” http://www.ewas.us/jiroft.htm
    “And it seems that it was not until sometime in 2002 that archaeological authorities became
    involved in investigating the plundering—which had been in progress for a year or more.”
    http://www.bulletinasiainstitute.org/Muscarella_BAI15.pdf
    Oder man geht gleich so mit Kulturschätzen um:
    “In March 2001, six months before the September 11th bombing of the World Trade Center in New York City, the Taliban destroyed two ancient statues of the Buddha called Bamiyan in an attempt to cleanse the country of Afghanistan of what they perceived as Hindu heresy.”
    http://archaeology.about.com/od/heritagemanagement/a/buddha.htm

  36. crackerjack schreibt am 26. Januar 2010 um 14:53

    …ganz deine meinung andrej.

    …bleibt nur die frage wieso der christliche westen jetzt urplötzlich sich zum moralischen führer dieser erde berufen fühlt…60 jahre nach dem holocaust, atombombe und den II weltkrieg. und - anscheinend kamen der westen und die friedfertigen christen im letzten jahrhunder ganz gut alleine zurecht beim völkermorden, ausbeuten und abschlachten.

  37. andrej schreibt am 27. Januar 2010 um 19:15

    Ach, cracker, willst du uns jetzt allen Ernstes erzählen, Hitler oder das Japan des Tenno anno 41-45 hätten irgendetwas mit Christentum zu tun?
    Hitler über das Christentum:
    “Rechristianisierung wäre der größte Fehler, denn das wäre Wieder-Organisierung. Ich bin auch nicht für eine Universität in Kiew. Wir bringen ihnen das Lesen besser nicht bei.”
    “Am besten, man läßt das Christentum langsam verklingen; ein langsames Ausklingen hat auch etwas Versöhnendes in sich: Das Dogma des Christentums zerbricht vor der Wissenschaft. ”
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14317956.html
    Das spricht wohl für sich. Der Mann war ungefähr so wenig Christ wie Roms Kaiser Nero.

    Wohl ein weiterer Grund, warum Hitlers Schriften sich heute bei Menschen mit arabischer Muttersprache, sogar in London, so grosser Beliebtheit erfreuen:

    “AN Arabic translation of Hitler’s Mein Kampf which has become a bestseller in the Palestinian territories is now on sale in Britain.

    The book, Hitler’s account of his life and anti-Semitic ideology written while he was in prison in the 1920s, is normally found in Britain in academic or political bookshops.

    But The Telegraph found it on sale in three newsagents on Edgware Road, central London, an area with a large Arab population.

    The book, originally translated in the 1960s and revived by Bisan, a Lebanese publisher in the 1990s, has a picture of Hitler and a swastika on the cover and is selling for £10. ”
    http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1388161/Mein-Kampf-for-sale-in-Arabic.html

    Übrigens, zum Völkermord in Armenien hat sich der Mann anno 39 auch geäußert:
    “Am 22. August 1939, wenige Tage vor dem Kriegsbeginn, hat er auf dem Obersalzberg der deutschen Militärführung die gnadenlose Vernichtung der polnischen Bevölkerung angekündigt und aufgetragen. Die noch vorhandenen Skrupel der Militärs versuchte er mit dem Satz zu beseitigen: “Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?”"
    http://www.oki-regensburg.de/arme2_05.htm
    Um es mal mit Deinen Worten (’gehts um genozid und ausbeutung stellen die christen die meistern und gesellen, da sind die moslems blos lehrlinge’, s.o.) zu sagen: Der ‘Meister’ des Genozid nimmt sich die ‘Lehrlinge’ zum Vorbild.

  38. crackerjack schreibt am 27. Januar 2010 um 21:49

    …gerade heute, zum holocaustmahntag sollten wir die täter beim namen nennen und nicht verschleiern….diejenigen die ihre jüdischen nachbarn zusammentrieben kamen aus christlich/aufgeklärten schulen. diejenigen die auschwitz bauten kamen aus christlich geprägte familien. diejenigen die mordend und plundernd durch europa zogen trugen ein eisernen kreuz am uniform. diejenigen die die gaskammern betrieben knüpften an eine jahrhundert alte christliche anti-semitismus progrom tradition an. in kroatien wurden das geschäft der faschisten direkt von katholischen ustascha klerus besorgt, mit voller unterstützung des vatikans der später für einen reibugslose flucht der verbrecher sorgte. soviel zur judeo-christlichen werte.

    das christliche jahrthausendverbrechen jetzt einen mufti von jerusalem in die schuhe schieben zu wollen ist mehr als schäbig.

  39. Hannes schreibt am 5. Februar 2010 um 22:52

    @crackerjack

    Das die christliche Kirche sich über die Jahrhunderte für keine Schandtat zu Schade war, möcht ich nicht in Abrede stellen. Aber zum einen waren diese Taten klar g e g e n die eigentliche christliche Lehre, während Greueltaten gegen Un oder anders gläubige vom Koran ausdrücklich den Gläubigen abverlangt werden.
    Insofern ist es aberwitzig, von christlichen Vorgängen während der Schreckenzeit des 3. Reiches zu sprechen.
    Genausogut kannst Du praktisch allen medizinischen , technischen und sozialen Fortschritt auf der Welt auf das Christentum beziehen. Ganz nebenbei waren die Gegener der Nazis, die Alliierten, samt und sonders auch aus dem christlichen Kulturkreis. Einfach Hahnebüchen, dein Vortrag, aber leider auch Ausdruck eines Identitätsproblems , genannt Kultur und Religions Relativismus, der sich anmaßt, bar jeglicher Sachkenntnis Urteile “aus dem Bauch ” zu fällen.

  40. crackerjack schreibt am 9. Februar 2010 um 11:33

    @Hannes

    Schon erstaunlich wie das christentum sich aus der verantwortung stiehlt Ohne die jahrhuntertlange explizit christliche anti-semitismus und progrome wäre der holocaust undenkbar gewesen. Ohne dass der papst explizit die andersglaübign zur wilden und teufelsanbetern erklärte und die welt zwischen spanien und portugal aufteilte und zur plunderung und genozid freigab, wären colonialisierung und sklaverei nicht durchführbar gewesen.

    Die gegender der nazis die den höchsten blutzoll entrichteten waren auch nicht christen, sondern atheistische kommunisten. Auschwitz wurde von russen/bolschwiken befreit. Das höchste blutzoll im kampf gegen den radical islamismus entrichten moslemische länder wie pakisten, afghanistan, jemen, iraq.

    wie war das mit “…bar jeglicher Sachkenntnis Urteile “aus dem Bauch ” zu fällen…….”?

  41. whaleryda schreibt am 16. Februar 2010 um 00:23

    …In den letzten Tagen/Wochen habe ich manchmal geglaubt ich höre da eine Reinkarnation reden. Gibt´s bald den Hartz4-Stern auf der Jacke, Hartz4-Arbeitslager oder Hartz4-Leibeigene für FDP-Funktionäre? …Auf eines müssen wir die nächsten paar Jahre jetzt vor allem anderen wirklich aufpassen! Dass Angie nichts passiert, denn das wäre die Katastrophe aller Katastrophen, wenn dieser Geisteskranke irgendwie an den Thron rankäme. Dann gute Nacht!

  42. Stephanie schreibt am 3. April 2010 um 13:32

    http://newstime.co.nz/2009/stop-sharia-law-now.html
    “Homosexuals Must Be Killed” Muslims speak out
    (Quran 7:80-84, repeated in Surah 27 and 29)

    Herr Dr. Westerwelle, lt. Allha’s Wort,
    müssen Homosexuelle, gesteinigt werden.

    Quran 7:80-84

    82 “YUSUFALI: “For ye practise your lusts on men in preference to women … (Homosexuals)

    84 “YUSUFALI: And we rained down on them a shower (of brimstone) …”
    (Islamic stoning)

    http://www.usc.edu/schools/college/crcc/engagement/resources/texts/muslim/quran/007.qmt.html#007.080

  43. ungeknickterKerl schreibt am 19. November 2010 um 21:30

    Und auch jetzt, viele viele verlorene Tage später, bleibt ihr Kommentar weiter topaktuell!!
    Danke, Herr Steinhöfel!!

    Ich bin und bleibe an Ihrer Seite!

    Hochachtungs-u. hoffnungsvoll

    ungeknickterKerl

  44. Hanna schreibt am 3. Januar 2011 um 01:51

    Westerwelle hat keine eigenen deutschen Kinder erzeugt und das Elterngeld für arme alleinerziehende deutsche Mütter abgeschafft… super

  45. Experte schreibt am 14. Februar 2011 um 01:40

    “crackerjack” lügt:

    “die neuen neo-osmanischen bestrebungen in der turkische aussenpolitik finden reichlich gehör und unterstützung in der moslemischen nahen osten”

    Ach ja? Wenn du ein Mindestmaß Ahnung hättest, wüßtest du um den unversöhnlichen traditionellen Haß zwischen Türken und Arabs. Die Türken / Osmanen übten 400 Jahre lang eine blutige Gewaltherrschaft über die Arabs aus, die sich für die eigentlichen islamischen Herrenmenschen halten.

    “Noch in Kairo ordnete er [Yavuz Selim I.] die Hinrichtung von 50 000 Einwohnern an, nachdem zuvor etwa die gleiche Anzahl Schiiten von Todesschwadronen getötet worden war, die er ins gesamte Reich hatte ausschwärmen lassen.
    Nicht genug damit, sollten auch alle im Reiche lebenden Christen liquidiert werden, eine Maßnahme, deren Undurchführbarkeit der agierende Wesir ihm nur mit äußerster Mühe - und natürlich unter Einsatz seines eigenen Lebens - verdeutlichen konnte.”
    - Hans-Peter Raddatz, “Von Allah zum Terror?”, S.140.

    Ein guter Grund, die protzige Mannheimer DITIB-Großmoschee nach dem blutrünstigen Massenmörder und Antichisten zu benennen, wa? “Integration” und so.

    “Yavuz-Sultan-Selim-Moschee” moschee-mannheim.de

  46. Experte schreibt am 14. Februar 2011 um 01:52

    @crackerjack lügt schon wieder:

    “Ohne die jahrhuntertlange explizit christliche anti-semitismus und progrome wäre der holocaust undenkbar gewesen.”

    Holocaust - WEEER hat’s erfunden?
    Der Großmeister der türkischen Freimaurer, Hitlers Vorbild.
    Ohne Aghet, den Holocaust der Türken an den türkischen Christen hätte es die Shoa der national-sozialistischen Elite nicht gegeben.

    “Seit dem Völkermord an den Armeniern (1909; 1915-1917; 1919) wurde der Begriff auch für ethnische Vernichtung in der Dimension eines Völkermords verwendet. … Im 20. Jahrhundert wurden sowohl menschengemachte Geschichts- wie Naturkatastrophen im Englischen als Holocaust bezeichnet, zuerst der Völkermord an den Armeniern in der Türkei, der mit einem Massaker in Adana 1909 seine Schatten vorauswarf. Dazu veröffentlichte der Brite Ducket Ferriman 1913 in London das Buch The Young Turks and the Truth about the Holocaust in Asia Minor during April 1909[4]. Damit nahm der Begriff den Sinn eines auf Totalauslöschung zielenden Verbrechens an.” (Wiki)

    „Es ist bereits mitgeteilt worden, daß die Regierung beschlossen hat, alle Armenier, die in der Türkei wohnen, gänzlich auszurotten.
    Diejenigen, die sich diesem Befehl und diesem Beschluß widersetzen, verlieren ihre Staatsangehörigkeit.
    Ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder und Kranke, so tragisch die Mittel der Ausrottung auch sein mögen, ist, ohne auf die Gefühle des Gewissens zu hören, ihrem Dasein ein Ende zu machen.“
    15. September 1915 Minister des Innern Talaat

    “Unter dem Vorwande, sie durch die Deportations-Verwaltung zu versorgen, sind, ohne Verdacht zu erwecken, die auf den Befehl des Kriegsministeriums durch die Etappenkommandos angesammelten und versorgten Kinder der bekannten Personen en masse aufzugreifen und auszurotten. Wir erwarten Meldung.”
    7. März 1916 Minister des Innern Talaat
    http://www.armenien.am/forum/index.php?page=Thread&threadID=6996

    “Wer fragt heute noch nach den Armeniern?”
    A. Hitler

  47. Das Nahostproblem hat seinen Sitz in Teheran schreibt am 15. Juli 2011 um 17:04

    [...] verfasst. Aber sie sind keineswegs erschreckender als die des im Auswärtigen Amt irrlichternden Aussenministers W. Dieser geht auf eine iranische Erpressung ein (Freiheit für zwei [...]

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