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“Desertec” - € 400 Milliarden in den Wüstensand setzen

Sauberer Solarstrom aus der Sahara. Deutsche Konzerne sind Schrittmacher in Sachen Volksverdummung, europäische Firmen machen mit: Die „Desertec-Initiative“ wird uns als Quantensprung grüner Technologie schmackhaft gemacht. Von naiven Nachrichtenmoderatoren, die diesen ideologisch-doktrinären Unfug an den gleichgeschalteten Zuschauer bringen. Haarsträubend ! Selbst Anfang des Jahrtausends, als der Neue Markt kollabierte und Hausfrauen wie wild an der Börse zockten, hätte man ein solches Projekt nicht präsentieren dürfen. Heute ist das anders. Im Mittelalter glaubte man die Erde sei eine Scheibe, heute an menschgemachten Klimawandel. Kleine Primaten sind wir, die sich anmaßen das Weltklima zu kontrollieren.

In den letzten einhundert Jahren ist die Temperatur um ein paar Zehntel Grad gestiegen. In der Geschichte unseres Planeten sind solche Klimaschwankungen nichts Ungewöhnliches. Dennoch gibt es eine hysterische Sekte von Klima-Fundamentalisten. Wie Claudia Roth, die die Welt nur so akzeptiert, wie sie in ihrem Parteiprogramm steht. Und eiskalte Populisten wie den Bundesumweltminister (früher: Popbeauftragter), der schon immer eine Lanze für die Umwelt gebrochen hat. Besonders, als er Aufsichtsratsmitglied von Volkswagen war. Während in den 70ern ein Bestseller noch eine neue Eiszeit kommen sah, ist es uns jetzt auf einmal zu warm. Friedensnobeltreisträger Al Gore stachelt mit seinem sogenannten Dokumentarfilm die Klima-Krieger weiter an. Egal, daß ein englisches Gericht dem Film diverse sachliche Fehler bescheinigt und die unkommentierte Ausstrahlung in englischen Schulen verboten hat. Wussten Sie das ? Nein ? Fragen wir doch mal Tom Buhrow oder Klaus Kleber, warum sie dem „Desertec“-Unfug servil zu Diensten sind, diese erstaunliche Tatsache aber unter den Teppich kehren. Für die Klimaideologen gibt es eben nur ihre Wahrheit. Widerspruch verboten.

Ein Video-Kommentar zu „Desertec“ und seinen interessegeleiteten Erfüllungsgehilfen.

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© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2009



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Juli 2009

Autor: Steinhöfel | Kommentare: 27 | Print This Post Print This Post

Thema: Innenpolitik, VIDEOKOMMENTARE
  1. Albrecht Klein schreibt am 16. Juli 2009 um 21:34

    Das ist doch schön. Dann können uns nicht nur die Türken mit der Gaslieferung (Nabucco) erpressen, sondern auch noch die Nordafrikaner mit der Stromlieferung (Desertec).

  2. Aenima schreibt am 16. Juli 2009 um 22:11

    Es tut mir leid, aber eine erprobte Art, elektrische Energie ökologisch zu gewinnen, in einen Topf mit dem Klimaschwindel zu werfen ist milde gesagt unprofessionell. Man darf eine Technologie nicht deswegen schlecht reden, weil einige Trittbrettfahrer damit den Klimaschutz propagieren. Natürlich gibt es Merkels, Gabriels und Roths, die sich von ihrem Klimageschwafel mehr Wählerstimmen versprechen. Und natürlich gibt es Al Gore, der mit seinem Klimakreuzzug dumm und dämlich Kohle verdient. Das sind nun mal Politiker und man kann von ihnen nichts Anderes erwarten.
    Die andere Frage ist die Finanzierung. Da das Projekt von der Industrie finanziert wird, verspricht sie sich davon irgendwann einen Profit. Die Hauptsache ist aber, dass die Solarthermik endlich in großem Stil publik wird und die Massenproduktion anläuft. Es ist aktuell und technologisch gesehen die einzige Alternative zu Kohle- und Atomkraftwerken. Es reicht, den Leuten überteuerte Photovoltaikanlagen zu verkaufen und das Gelände mit den Windkraftwerken zuzupflastern. Und es reicht, wegen Öl verschiedene Diktaturstaaten zu finanzieren.
    Wie gesagt, Klimaschutz ist Bull*it, aber Anzapfen einer neuen Energiequelle ist absolut begrüßenswert.

  3. DividendenJaeger schreibt am 16. Juli 2009 um 22:31

    Die Art der vorgetragenen Kritik im Video empfinde ich als polemich und absolut unseriös. Wenn man so ein Vorhaben ins Auge fasst, sucht man sich eben Mitstreiter und versucht eine Planung auf die Beine zu stellen. Was gibt es da dran zu kritisieren?
    In der FAQ (http://www.desertec.org/de/konzept/faq/) wird ein Preis von 6,5-16c/kWh angegeben, also nix mit 4 fachem, wie im Video behauptet. Mag ja sein, dass die Zahl nicht stimmt aber dann hätte ich gerne Butter bei de Fische und eine Gegenrechnung aufgemacht.
    Wenn die Betreiber damit Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen, ist ja zunächst mal nichts dagegen einzuwenden. Da steckt dann ja auch viel Arbeit drin, bis es funktioniert.
    Falls die Bevölkerung dabei maßlos übervorteilt wird, gilt auch hier nicht polemisieren sondern die Fakten auf den Tisch.
    Heiße Luft wird zunächst mal reichlich im Video produziert.

  4. blackadder schreibt am 16. Juli 2009 um 22:55

    @steinhöfel
    bitte korrigieren! link unbrauchbar bei “…zu Diensten sind, diese erstaunliche Tatsache…”

    @aenima
    ich interpretiere steinhöfel eher dahingehend, dass man auf der “grünen welle” der “globalen erwärmung” mit dieser vision mitschwimmt. getreu dem motto: das werden die pyramiden des klimaschutzes!
    lassen wir mal die these der globalen erwärmung beiseite, die jedes jahr mehr fragen aufwirft, als mojib beantworten könnte.

    es gibt offene fragen, die seitens der projektleiter nicht beantworten wurden.

    woher kommt das wasser zur betreibung in die wüste?
    wer kann die stabilität der region gewährleisten?
    wie will man marodierende nomadenstämme besänftigen?
    welche auswirkungen haben die nicht seltenen wüstenstürme auf das material?
    wie will man den stromverlust auf den langen weg nach europa ausgleichen?
    wie will man einen angebotenen preis bei diesem aufwand stabil halten?

    solarenergie mag eine feine sache sein, aber etwas mehr seriösität bei einem solchen großprojekt darf man doch wohl erwarten können.

  5. Hubertus Kellermann schreibt am 16. Juli 2009 um 23:12

    Ich empfehle jedem mal einen Besuch in Asse. Viel Spaß!

  6. blackadder schreibt am 16. Juli 2009 um 23:19

    mea culpa!

    desertec.org bietet einige antworten auf meine fragen. inwiefern diese aussage technisch korrekt sind, vermag ich nicht zu urteilen.

    @crackerjacker
    jetzt hättest du mich auseinander nehmen können. doch du fehlst, oller spielverderber!

  7. Steinhöfel schreibt am 16. Juli 2009 um 23:29

    @ blackadder: link unbrauchbar bei “…zu Diensten sind, diese erstaunliche Tatsache…”. Das ist kein link, sondern lediglich eine Unterstreichung.

  8. blackadder schreibt am 16. Juli 2009 um 23:30

    @steinhöfel
    muhahaha. danke. nicht mein tag heute!

  9. Andrej schreibt am 17. Juli 2009 um 07:32

    @Hubertus: Danke für den Reistipp. Wenn ich mich das nächste mal die A7 hochquäle, werd ich mal rechts abbiegen nach Asse. Kennen Sie da vielleicht auch ein gutes Restaurant?

    @Rest: 400 Mrd. Euro klingt schon irgenwie nach Megalomanie. Jetzt muss ich mir das Projekt, das bisher von mir gar nicht wirklich beachtet wurde, doch mal genauer ansehen.

  10. Ralle schreibt am 17. Juli 2009 um 09:31

    Lieber Herr Steinhöfel,
    liebe FreidenkerInnen,

    die Errichtung einer solchen Anlage ist höchstgradig unsinnig. Zumal mit mindestens 30-prozentigen Verlusten bei der Übertragung der Elektrizität nach Europa zu rechnen ist. Ganz zu schweigen vom elektromagnetischen Smog, welcher durch die, zum Transport unweigerlich erforderlichen, Gleichstromleitungen freigesetzt wird.

    Die effektivste Energieerzeugung findet, laut unabhängigen Studien, immer an den unmittelbaren Verbrauchspunkten statt und nicht dezentral in irgendeinem Großkraftwerk.

    Fakt ist, es geht hier nicht um Europas Versorgung mit “billiger” Energie - Es geht um die Einführung einer monopolistischen Energieversorgung, die möglichst effektiv von einer Stelle aus kontrolliert und mittels “fiktiver” Terrordrohungen im Preis beliebig erhöht werden kann. Nur so kann man die Bevölkerung Europas gezielt finanziell ausschlachten, manipulieren und ruhig stellen.

    Zubrot bei der gesamten Sache ist das in enormen Maße anfallende Abfallprodukt “Trinkwasser”, mit welchem man die umliegenden Staaten versorgen wird und mit welchem man zusätzlich Druck auf die Afrikanischen Staaten ausüben wird. Da dieses für die Sahara-Staaten eines der wichtigsten Überlebensgüter ist, wird hier eine Enteignung stattfinden, welche die koloniale Ausbeutung der letzten Jahrhunderte in den Schatten stellt.

    Wie in allen Wirtschaftsbereichen, wird auch dieses Produkt nicht ohne irgeneinen Hintergedanken und ohne Profitgier angeboten. Aufgrund der zu erwartenden Monopolstellung wird dies auch in vollstem Maße, zum Nachteil Europas und Afrikas ausgenutzt werden.

    Wer Interesse hat, sollte sich mal die Seite des “Club of Rome” ansehen. Hier ist “Desertec” erdacht und schon vor einigen Jahren ins Netz gestellt worden. Man kann sich auch direkt ein Bild von den Nutznießern (Abzockern) machen. Die Mitglieder dieser konspirativen Vereinigung sind die Profiteure.

    http://www.clubofrome.de/clubofrome/index.html

    Gruß
    Ralle

  11. DividendenJaeger schreibt am 17. Juli 2009 um 10:33

    @Ralle,

    die Durchleitungsverluste betragen etwa 10% und nicht >30% wie von Ihnen angegeben. Bei Gleichstrom hält sich der Elektrosmog schon ziemlich in Grenzen (keine Induktion) und lässt sich zudem problemlos abschirmen (statische Felder).

    Die Energiemonopole sind durchaus beherrschbar, wenn sich dazu erst der nötige politische Wille etabliert (wenn’s der Bevölkerung reicht). Der Telekomsektor ist bei uns liberalisiert. Bei der Enegrie läuft die Liberalisierung noch zäh aber die EG hat die Energieversorgung unter Beobachtung. Die neulich hoch ausgehängten Strafen deuten schon an, das man nicht willens ist, sich alles bieten zu lassen. Eine Verstaatlichung ist zudem auch möglich (siehe Venezuela).

    Also, würde ich mir die Faktenlage zuerst mal anschauen und sehen was geboten wird. Dem Konsortium kritische Fragen stellen kann man auch. Sehe daher noch keinen Grund dem Projekt so ganz ablehnend gegenüber zu stehen.

  12. igel schreibt am 17. Juli 2009 um 11:20

    Allen Experten, die sich berufen fühlen Ihre profunde Sachkenntnis hier abzuladen, sei einmal der Blick in folgenden Artikel empfohlen:

    http://www.zeit.de/2009/29/Beistueck-Erfinder?page=all

  13. Albrecht Klein schreibt am 17. Juli 2009 um 18:09

    DividendenJaeger schreibt am 17. Juli 2009 um 10:33

    “die Durchleitungsverluste betragen etwa 10% und nicht >30% wie von Ihnen angegeben. Bei Gleichstrom hält sich der Elektrosmog schon ziemlich in Grenzen (keine Induktion) und lässt sich zudem problemlos abschirmen (statische Felder).”

    Auf tausende von Kilometern nur 10% Verlust? Ich nehme an, Sie haben eine seriöse Quelle für diese Zahl?

    Außerdem ist es politischer Irrsinn, sich von Regionen wie Nordafrika (Desertec, Strom) und der Türkei (Nabucco, Erdgas) abhängig zu machen.

  14. DividendenJaeger schreibt am 17. Juli 2009 um 19:51

    @Albrecht Klein,

    in dem Zeit-Artikel auf den igel verlinkt hat, gibt ein unabhängiger übervorteilter Wissenschaftler (Gregor Czisch) kosten von 4,65c/kWh inkl. Durchleitung an. Also höchst profitabel. Außerdem habe ich elektrotechnik studiert und ohne das jetzt nachgerechnet zu haben (dazu müsste ich mir erst die technischen Daten des einzusetzenden Equipments besorgen), halte ich es für absolut plausibel, dass man mit weniger wie 10% Durchleitungsverlusten hinkommen kann. Technisch ist das ohne weiteres möglich bei Einsatz sehr hoher Spannungen und genügendem Leitungsquerschnitt.

    Politisch halte ich es ganz und gar nicht für Irrsinn. Es trägt dazu bei, dass die Welt zusammenwechst und arme Regionen eine Einnahmequelle erhalten, damit die sich unsere Technologie leisten können. Zudem hält es die Afrikaner aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Lage davon ab nach Europa einzufallen. Die Versorgung aus der Region trägt zur weiteren Diversifizierung unserer Energieversorgung. Das Ausfallrisiko sinkt eher, weil sich eine neue Alternative auftut.

    Also warum so negativ eingestellt? Warts doch erst mal ab, was es für weitere Infos gibt und wie finanziert werden soll.

  15. DividendenJaeger schreibt am 18. Juli 2009 um 00:29

    @Albrecht Klein,

    wenn Du Dich mit der Technik beschäftigen willst, findest Du hier:
    Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung reichlich Infos. Dort werden 3% Wirkungsgrad / 1000km angegeben.
    Dazurechnen muss man aber noch Verluste einer Wechselrichtung im Zielgebiet.

    Hier finden sich Beispiel für betriebene Anlagen:
    Liste_der_HGÜ-Anlagen

    Die Chinesen trauen sich gerade (2010, 2011) an eine 800kV Freilandleitung (1418 und 2071km Länge sowie 5 und 6,4GW übertragene Leistung).

  16. DividendenJaeger schreibt am 18. Juli 2009 um 00:32

    Der erste Link noch mal:
    Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung

    Hoffentlich jetzt korrekt, sonst den http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung Verenden.

  17. Albrecht Klein schreibt am 20. Juli 2009 um 10:55

    DividendenJaeger schreibt am 18. Juli 2009 um 00:29

    “wenn Du Dich mit der Technik beschäftigen willst, findest Du hier:
    Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung reichlich Infos. Dort werden 3% Wirkungsgrad / 1000km angegeben.”

    Natürlich ist es technisch möglich. Die interessante Frage ist aber, ob es politisch sinnvoll ist, sich von Ländern wie den Maghreb-Staaten (Desertec, Strom) oder der Türkei (Nabucco, Erdgas) abhängig zu machen. Ich finde, nein.

  18. Albrecht Klein schreibt am 20. Juli 2009 um 11:03

    DividendenJaeger schreibt am 17. Juli 2009 um 19:51

    “Politisch halte ich es ganz und gar nicht für Irrsinn. Es trägt dazu bei, dass die Welt zusammenwechst und arme Regionen eine Einnahmequelle erhalten, damit die sich unsere Technologie leisten können. Zudem hält es die Afrikaner aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Lage davon ab nach Europa einzufallen. Die Versorgung aus der Region trägt zur weiteren Diversifizierung unserer Energieversorgung. Das Ausfallrisiko sinkt eher, weil sich eine neue Alternative auftut.”

    Eine reichlich naive Einstellung. Einmal abgesehen von der üblichen Ansammlung von Buzzwords - warum sollten die Maghrebstaaten ihre bildungsfernen Unterschichten nicht mehr nach Europa schicken, nur weil sie an den Europäern verdienen? Das machen sie heute schon (Export von Erdöl und Erdgas). Und wenn es einen Dummen gibt, der diese “Unterprivilegierten” mit durchschleppt, dann werden sie diese Gelegenheit immer nutzen (einmal abgesehen vom angenehmen Nebeneffekt der Islamisierung Europas).

  19. Natriumglutamat schreibt am 28. Juli 2009 um 03:11

    Die technischen Probleme liegen vornehmlich in der Dimension des Projekts, nicht in seiner Machbarkeit. Die Idee ist uralt, die Technologien sind längst erprobt und akribisch verbessert worden; Solarthermiekraftwerke arbeiten in Kalifornien seit fünfundzwanzig Jahren. Der Strom aus den ersten SEGS-Kraftwerken hat dabei noch über 40 US-Cent je kWh gekostet, die SEGS II-VII kommen auf gut 14 US-Cent. Die spanischen Andasol-Kraftwerke, von denen das erste Anfang diesen Jahres ans Netz gegangen ist, werden über eine Laufzeit von zwanzig Jahren mit einem Strompreis von 8,5 Euro-Cent je kWh gerechnet. HGÜ ist ebenso ein alter Hut und bereits über Strecken von mehr 500 km und mit Übertragungsleistungen im Gigawattbereich in Betrieb.

    Die Idee von Solarthermie in Nordafrika ist auch schon alt, solche Ideen gab es schon, als ich Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger zur Schule ging. Die Installation der Solarthermiekraftwerke in den USA beförderte seinerzeit einen regelrechten Hype, und von da aus war der Sprung nach Nordafrika, wo die für Solarthermiekraftwerke notwendige Sonneneinstrahlung und die notwendigen Flächen zur Verfügung stehen, nicht mehr weit. Damals war die Region allerdings dermaßen instabil und den Europäern so feindlich gesonnen, daß an eine Umsetzung nicht zu denken war.

    Das ist heute eventuell anders. Politisch betrachtet kann das Projekt nämlich durchaus erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Nordafrikaner einzubinden und wirtschaftlich zu stärken. Das erzeugt auch eine Abhängigkeit auf deren Seite, und, bei einer weisen Ausnutzung dieses Umstandes unsererseits, womöglich für eine weitere Stabilisierung in Nordafrika. Die politische Komponente ist ein neuralgischer Punkt, zugegeben. Ich persönlich bin vorsichtig zuversichtlich, daß sie beherrscht werden kann.

    Deutlich zu kurz gedacht ist hingegen das Gegenargument, daß wir Europäer uns in eine neue Abhängigkeit begäben. Das Gegenteil ist richtig: je mehr Quellen es gibt, von denen wir abhängig sind, umso kleiner wird die Abhängigkeit von jeder einzelnen Quelle.

  20. Natriumglutamat schreibt am 28. Juli 2009 um 03:24

    Hallo Albrecht Klein,

    Sie schreiben: “warum sollten die Maghrebstaaten ihre bildungsfernen Unterschichten nicht mehr nach Europa schicken, nur weil sie an den Europäern verdienen?”

    Weil die durch zunehmenden Wohlstand üblicherweise abnehmende Armut in den Mahgrebstaaten die Leute nicht mehr forttreibt, und sie dann lieber zu Hause bleiben. Die wenigsten Flüchtlinge werden von reiner Abenteuerlust getrieben.

    “Das machen sie heute schon (Export von Erdöl und Erdgas).”

    Die Einnahmen aus den Öl- und Gasgeschäften fließen in die Taschen einiger weniger. Davon profitieren die dortigen Gesellschaften bei Weitem nicht in dem Maße, in dem sie von Elektrifizierung und lokalen Arbeitsplätzen profitieren.

  21. Felix schreibt am 28. Juli 2009 um 19:05

    Klimaschwindel? Wenn man natürlich Al Gore glaubt, selber Schuld. Es gibt aber sehr gute Studien (IPCC, und wenn jetzt jemand kommt und sagt:” Da habe ich mal en englische Doku gesehen die es ganz anders erklärt” der soll anfangen zu lesen). Den Klimwandel kann keiner leugen, man kann sich vielleicht darüber streiten wie viel Einfluss der Mensch darauf hat, mehr aber nicht.
    Außerdem muss ich sagen das mir die Berichterstattung der öffentlich rechtlichen um einiges lieber ist als die Hatzschrift da oben.
    Ich bin total Verfechter des Desertec Konzeptes, vielleicht liegt es daran das ich unsere Natur ganz schön finde und unseren Kindern eine bessere Welt überlassen will. Dem lieben Autor wünsche ich dann viel Spaß mit seinen verpestenden Kohelkraftwerken, seine ach so sicheren Rohstoffimporten aus dem Osten und seinem in 50 Jahren total teuren Strom. Wer keine Ahnung hat….

  22. Felix schreibt am 28. Juli 2009 um 19:15

    4mal teurer Strom hör ich im Video? Bei einer solchen stumpfsinnigen Propaganda vergeht es mir ja. Das ist glatt gelogen. Selbst sehr konservative Schätzungen kommen nicht auf diesen Betrag. Naja, wie gesagt, der Herr wird wahrscheinlich von der Stromlobby bezahlt! Kriegt man auch viel Geld!

  23. blackadder schreibt am 29. Juli 2009 um 10:29

    yeah, felix, der “checker”!

    skeptiker=lobbyist

    kein verfechter des desertec konzepts= “häßliche” natur und das erbe der “schlechteren” welt für die kinder

    yeah, check it!

    ein kleiner anreiz für ihre nibelungentreue zur ipcc:
    http://www.youtube.com/watch?v=wsaPBX2xnQY
    (keine sorge, ist öffentlich-rechtlich!)

    check it out, man!

  24. Felix schreibt am 29. Juli 2009 um 23:34

    Aha! Toll, Klimawandel gibt es also nicht! Beruhigend!
    Und als “checker” muss ich mich hier nicht bezeichnen lassen.
    Also bist du so generell gegen den Ausbau erneurbarer Energien. Kennst du das Desertec Konzept denn? Es geht nicht nur um Wüstenstrom aus Afrika, es geht um ein Gesamtkonzept wie man den Enrgiemix bis 2050 auf 80% erneuerbare Energien umstellen kann. Das dies aufgrund schwindender Rohstoffe sein muss sind wir uns ja wohl einig (wobei??? wenn ich das da oben lese. Fördermaximumanalysen sind bestimmt auch wieder von solchen Spinnern entwickelt worden und der Rauch aus Kohlekraftwerken ist ungefährlich, alles Lüge).
    Wenn es dich interessiert, lies dir doch mal die TRANS-CSP und MED-CSP des DLR durch und dann komm hier wieder und erzähl uns mal über das Konzept.
    Von einer “Nibelungentreue” zum IPCC rede ich hier nciht, ich finde auch viel drin was so nicht stimmen muss. Es sind nun mal Szenarien und keine felsenfesten Vorhersagen. Wenn der Wetterbericht sagt das es morgen schön wird, geschieht es auch immer nur auf einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Aber die ganzen realen Auswirkungen des Klimawandles dies es schon gibt (Korallensterben z.b.) möchtest du leugnen? Übrigens wird selbst in deinem Bericht der Klimawandel nicht geleugnet.
    Aber das sich hier Leute mit einem sehr gefährlichen Halbwissen und solchen Reportagen mir erklären wollen das man keine erneuerbaren Energien braucht, also bitte!
    Begründete Kritik nehme ich gerne an, aber zu sagen “Scheisse ist das blöd!” finde ich ein wenig unangebracht! Er meckert in dem Bericht über die Politiker, gleichgeschaltete Medien und dem lustigen Unterhaltungsfilm von Al Gore (den ja nun wirklich keiner für voll nimmt). So blöd es klingt aber wir brauchen so ein Konzept wenn wir Kyoto einhalten wollen, wenn wir uns unabhängig machen wollen von fossilen Rohstoffen und weil es die volkswirtschaftlich gesehen günstigste Lösung ist.
    Wenn du eine bessere Lösung hast, leg los! Denn wer das DLR Konzept komplett in Frage stellt, stellt den Ausbau regenerativer Energien in Frage, was gleichbedeutend mit einem Ausbau von unrentablen Kernkraft- und Kohlekraftwerken ist. Deswegen nenn ich ihn Atomlobbyist und nicht Skeptiker!

  25. blackadder schreibt am 30. Juli 2009 um 01:41

    ho, ho, ho, felix!

    fokussieren wir aufs wesentliche:

    atomlobbyist.

    @steinhöfel
    sind sie ein “atomlobbyist”?

    ps: wenn ich das “DLR konzept” akzeptiere, akzeptiere ich anstandslos das “desertec-konzept”. darf ich dann ins PIK, oder wenigstens dem sigmar die hand schütteln?

  26. Albrecht Klein schreibt am 11. August 2009 um 14:14

    400 Mrd. EUR, oder umgerechnet 5.000 EUR pro Bundesbürger. Bevor man eine so gigantische Summe in den Wüsten Nordafrikas versenkt, kann man alle Häuser in Deutschland mit Solaranlagen ausrüsten und den Rest für den Ausbau regenerativer Energiequellen in Deutschland verwenden (z.B. Geothermie im Oberrheingraben).

  27. Reinhart Czisch schreibt am 15. November 2009 um 15:35

    Lieber Herr Steinhöfel,
    so macht man Stimmung anstatt kritische Überprüfung anzuregen! Wie sehr dies der Fall ist, zeigt schon die Stellungnahme, die unterstellt,die 400 Milliarden müsste Deutschland aufbringen, weil im hämischen Text nicht klar gestellt, dass es sich um Kosten handelt, die für eine europäische Stromversorgung anfallen. An Desertec ist zu kritisieren, dass diese Stromgewinnung erst gegen 2040 realisiert werden soll. Die Interessenvertreter, die die Rückversicherung zusammengeführt hat, übersehen geflissentlich, dass technologisch das Projekt schon sehr viel früher realisierbar wäre. Sie können es aus kommerziellen Gründen - Klima hin oder her - früher nicht gebrauchen, weil sich bis dahin noch wunderbar am zuende gehenden Öl und an der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke verdienen lässt. Da stecken im Wesentlichen die gleichen Interessenten dahinter! Entwicklungspolitisch wäre die Realisierung ein Gewinn für die Länder, in denen der Strom gewonnen werden könnte. Wo die Gelder dort dann hinfließen, ob sie wie üblich oben hängen bleiben oder auch der breiten Bevölkerung zugute kämen, müsste versucht werden, politisch auszuhandeln. Staatsgelder der EU-Länder müssten ohnehin in das Projekt fließen,wenn es ökologisch in sinnvoller Zeit realisiert werden sollte. Diese Gelder könnte man mit Auflagen vergeben.

    Beim nächsten Mal sollte eine solch wichtige Sache auch sachlicher mit mehr Informationen und mehr Sachverstand vorgebracht werden, damit der Verdacht des Lobbyismus sich nicht so offensichtlich aufdrängt, Herr Steinhöfel.

    Mit beschränkter Hochachtung

    Reinhart Czisch

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